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Schönwetter-Wochenende beschert den Bergwachten und der Wasserwacht 26 oft zeitgleiche Einsätze

Das vergangene Schönwetter-Wochenende hatte es in sich: Die heimischen Bergwachten und die Wasserwacht mussten zu insgesamt 26 zum Teil zeitgleichen Einsätzen ausrücken, wobei allein die Bergwacht Berchtesgaden an drei Tagen 15 mal gefordert war – am Samstag mit neun Alarmen sogar den ganzen Nachmittag über pausenlos.

Nach zwei Einsätzen am Freitag rückte die Bergwacht Ramsau am Samstagmorgen kurz nach 8 Uhr wegen einer internistisch erkranken Frau an der Wimbachgrieshütte aus, die dann per Fahrzeug ins Tal gebracht wurde. Die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ musste am Samstagmittag gegen 11.30 Uhr wegen [[16015|einer Sprunggelenksverletzung zum Zwiesel]].

Nach drei Einsätzen am Freitagnachmittag gings für die Bergwacht Berchtesgaden am Samstagmittag gegen 11.30 Uhr mit einer 77-jährigen Frau mit Kreislaufproblemen am Schneibsteinhaus weiter, die versorgt und mit dem Fahrzeug ins Tal gebracht wurde. Kurz nach 12 Uhr, noch während der Anfahrt, ging ein weiterer Notruf wegen einer akut internistisch erkrankten Frau am Schneibsteinweg ein. Die Bergwacht versorgte die Notfallpatientin und fuhr sie mit dem Auto zum Maißanger, wo sie die Besatzung von „Christoph 14“ übernahm und dann zur Klinik flog. Gegen 12.45 Uhr folgte eine weitere Frau mit einer Knieverletzung am Schneibsteinweg, die nach Erstversorgung durch die Bergwacht selbst weitergehen konnte. Um 13.30 Uhr mussten die Bergwacht Marktschellenberg und „Christoph 14“ zur Toni-Lenz-Hütte am Untersberg, wo eine gestürzte Frau medizinische Hilfe brauchte. Die Helibesatzung landete an der Hütte, versorgte die nach erster Einschätzung nur leicht verletzte Patientin und flog sie zur Thorerwiese; sie fuhr anschließend selbst nach Hause. Um 14.10 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden dann zu einem intern erkrankten 86-jährigen Mann am Jenner-Hohlweg weiterfahren. Die Ehrenamtlichen versorgten den Urlauber aus Mittelfranken und fuhren ihn nach Hinterbrand; von dort aus gings mit dem Rettungswagen des Berchtesgadener Roten Kreuzes weiter zur Kreisklinik Berchtesgaden. Gegen 14.45 Uhr stürzte ein 78-Jähriger aus dem Landkreis Traunstein mit seinem Radl oberhalb der Königsbachalm am Jenner. Ein Reichenhaller Bergwachtmann war privat vor Ort, leistete Erste Hilfe und forderte über Funk Verstärkung an. Zwei Bergretter übernahmen mit dem Einsatzleitfahrzeug die medizinische Erstversorgung; die Mannschaft fuhr nach Übergabe des letzten Patienten direkt weiter und brachte den Radler ins Tal zur Rettungswache, wo ihn die Krankenwagenbesatzung des Freilassinger Roten Kreuzes übernahm und dann zur Kreisklinik Berchtesgaden fuhr.

Um 15.40 Uhr ging der nächste Notruf ein: Eine Frau war in direkter Nähe des Purtschellerhauses am Hohen Göll über zehn Meter tief abgestürzt. Der Berchtesgadener Einsatzleiter fuhr vom Königsbach-Radlsturz direkt weiter zum Ofner Boden, wobei „Christoph 14“ den Bergretter dort aufnahm, mit dem Notarzt bei der Verletzten absetzte und danach noch Bergretter vom Ecker Sattel aus zum Unfallort brachte. Die Einsatzkräfte trugen die Frau zusammen zum Heli, der sie danach zur Kreisklinik Bad Reichenhall flog. Währenddessen gingen zwei weitere Notrufe von der Grünsteinhütte und aus dem oberen Drittel des Grünstein-Klettersteigs ein, wo eine Frau gegen 16.15 Uhr rund 20 Meter tief über einen Steilhang abgestürzt und an einem Baum hängengeblieben war. Die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ flog die nach erster Einschätzung leichter Verletzte mit dem Rettungstau aus; die Frau wurde dann von Begleitern übernommen. Gleichzeitig wartete an der Grünsteinhütte ein gestürzter 68-jähriger Einheimischer mit einer Kopfplatzwunde auf Hilfe. Die Bergwacht versorgte ihn und brachte ihn per Fahrzeug zum Hammerstiel – von dort aus gings mit dem Freilassinger Krankenwagen weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

Kurz nach 19 Uhr verletzte sich an der Fischunkelalm eine ältere Einheimische bei einem Sturz schwer am Bein. Die Besatzung des Zeller Notarzthubschraubers „Alpin Heli 6“ schaffte es im letzten Tageslicht zur Einsatzstelle, versorgte die Frau und flog sie zur Klinik. Gegen 20.10 Uhr musste die Wasserwacht Berchtesgaden dann noch zwei 49 und 51 Jahre alte Wanderer aus dem Landkreis Altötting mit dem Boot abholen. Das Paar hatte den Abstieg vom Kärlingerhaus um 15 Uhr wegen Knieschmerzen zeitlich unterschätzt und war wesentlich verspätet in Bartholomä angekommen. Das letzte Schiff fährt dort derzeit um 18 Uhr ab. Eine weitere Behandlung war nicht erforderlich. Kurz nach 20 Uhr ging ein Notruf für die Bergwachten Bad Reichenhall und Marktschellenberg wegen einer erschöpften Wandergruppe irgendwo am Untersberg ein, der sich nach telefonischer Abklärung durch den Schellenberger Einsatzleiter aber in Wohlgefallen auflöste.

Am Sonntag gegen 12.50 Uhr folgte ein Rettungstaueinsatz für „Christophorus 6“ am Hochstaufen. Kurz nach 13 Uhr gings mit einem Notfall im Bergwald rund 300 Meter unterhalb der Eiskapelle weiter, wo sich eine Wanderin bei einem Sturz gegen einen Stein schwer an der Hüfte verletzt hatte. Die Besatzung von „Alpin Heli 6“ versorgte die Patientin, flog sie per Tau aus und dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Bereits gegen 13.20 Uhr folgte der nächste Notfall: Eine 69-jährige Urlauberin aus Thüringen war am Söldenköpfl vom Mittersteig rund 15 Meter tief über einen Steilhang abgerutscht. Die Bergwacht Berchtesgaden versorgte die Verletzte, zog sie am Seil zum Steig hoch und brachte sie dann mit der Radtrage in Richtung Hirscheck, wo sie die nachgeforderte Bergwacht Ramsau übernahm und mit dem Fahrzeug ins Tal zur Ramsauer Bergrettungswache brachte. Eine Rettungswagenbesatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes übernahm den weiteren Transport zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Währenddessen musste die Bergwacht Ramsau zu einem weiteren Notfall in der Mitterkaseralm am Watzmann fahren, wo ein 30-jähriger Erkrankter medizinische Hilfe brauchte. Der Ramsauer Bergwachtnotarzt versorgte den jungen Münchner medikamentös; danach gings mit dem Bergwachtauto ins Tal und mit dem Rettungswagen des Reichenhaller Roten Kreuzes weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Um 14.23 Uhr ging ein Notruf vom Jenner-Sulzbergkaser ein, wo ein Erschöpfter den Weg zur Jenner-Mittelstation nicht mehr schaffte; der Einsatz wurde dann nach wenigen Minuten wieder abbestellt.

Gegen 14 Uhr musste die BRK-Wasserwacht einer 30-jährigen Salzburgerin helfen, die sich in der Nähe der Fischunkelalm erheblich am rechten Sprunggelenk verletzt hatte und nicht mehr weitergehen konnte. Die Ehrenamtlichen hatten gerade eine Tauchübung beendet und waren noch vor Ort. Der hilfsbereite Almbauer fuhr die Verletzte mit seinem Boot zum Nordufer des Obersees. Dort versorgte sie dann die Wasserwacht, brachte sie zur Anlegestelle Salet und von dort aus mit dem Motorrettungsboot zur Seelände, wo sie gegen 15.10 Uhr an die Rettungswagenbesatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes übergeben und dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall gefahren wurde. Gegen 18 Uhr folgte dann noch eine Abholfahrt für zwei verspätete junge Belgier, die wegen weniger Minuten wegen das letzte Kursboot verpasst hatten, das aktuell um 17.40 Uhr dort abfährt.

red/Pressemitteilung BRK BGL
Bilder © BRK BGL
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