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Einsätze im Stundentakt für die Bergwacht

Verletzte an der Blaueishütte, am Hocheck, an der Priesbergalm & an der Brettgabel - in der oberen Watzmann-Ostwand verstiegen.

Ein einsatzreicher Schönwetter-Freitagnachmittag hat die Ehrenamtlichen der Bergwachten Berchtesgaden und Ramsau mit insgesamt fünf Einsätzen gefordert: Kurz nach 14 Uhr musste die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ zur Blaueishütte fliegen, wo ein Verletzter nach einem Sturz Hilfe brauchte.

Rund eine Stunde später ging ein Notruf aus 2.150 Metern Höhe zwischen Watzmann-Hocheck und Watzmannhaus ein, wo eine 40-jährige Bergsteigerin aus Niedersachsen umgeknickt war und sich am Knie verletzt hatte. Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ und die Bergwacht Ramsau versorgten die Frau und flogen sie mit dem Rettungstau zum Zwischenlandeplatz am Watzmannhaus und dann zum Sportplatz in die Ramsau; von dort aus gings mit dem Rettungswagen des Berchtesgadener Roten Kreuzes weiter zur Kreisklinik Berchtesgaden. Der Begleiter stieg selbständig ab.

Der Heli musste gegen 16.20 Uhr direkt weiter zur Bergwacht Berchtesgaden, für die gegen 16.20 Uhr ein Notruf aus der oberen Watzmann-Ostwand eingegangen war: Ein 46-jähriger Oberösterreicher und seine 31-jährige Begleiterin saßen rund 70 Höhenmeter unterhalb der Biwakschachtel in sehr steilem und brüchigem Absturzgelände fest, da sie zu weit links gegangen waren. Das Duo hatte zuvor vergeblich versucht, den richtigen Weg zur Biwakschachtel zu finden, reagierte dann aber richtig und forderte Hilfe an, ohne noch mehr im unbekannten Gelände zu riskieren. Nach einer kurzen Tankpause am Schneewinkl-Landesplatz flog „Christoph 14“ mit zwei Bergettern zu einem Suchflug los, wobei die Einsatzkräfte das Paar hinter einem Felsblock zwischen Schlebrügge-Rampe und Biwakschachtel rasch orten konnten. Vom Zwischenlandeplatz am Hirschwieskopf aus brachte der Pilot dann die beiden Bergretter am 50-Meter-Rettungstau zu den unverletzten Verstiegenen. Die Bergwacht sicherte sie rasch in Rettungssitzen; der Heli wartete währenddessen in der Luft, flog die beiden dann in zwei Aufzügen mit jeweils einen Retter zum Hirschwieskopf aus und dann ins Tal.

Während des Ostwand-Einsatzes musste eine weitere Besatzung der Berchtesgadener Bergwacht zur Priesbergalm am Jenner ausrücken, wo ein Wanderer mit einer Beinverletzung Hilfe brauchte und nicht mehr selber absteigen konnte.

Zu guter Letzt folgte noch ein Einsatz an der Brettgabel: Eine 28-jährige Einheimische war nach einer Klettertour im Abstieg umgeschnackelt und hatte sich so schwer verletzt, dass sie selbst nicht mehr ins Tal kam. Die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ flog die Verletzte mit dem Rettungstau nach Schneewinkl aus und dann zum Salzburger Unfallkrankenhaus. Der Seilpartner stieg selbständig ab.

Am Samstagmorgen kurz nach 8 Uhr musste die Bergwacht Ramsau dann wegen einer internistisch erkranken Frau zur Wimbachgrieshütte ausrücken.

red/Pressemitteilung BRK BGL
Bilder © Pöpperl, Angerer, Leitner, BRK BGL
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