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Mehrere Einsätze für die Ramsauer Bergwacht in den letzten beiden Monaten wegen verletzter und verstiegener Wanderer

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau waren in den vergangenen Wochen mehrmals zusammen mit dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ im Einsatz, um Verstiegene und Verletzte zu retten, wobei die letzten Monate aber im Vergleich zu den sehr einsatzreichen Vorjahren ungewöhnlich ruhig waren.

Vermisster am Hocheck


Am Dienstag vor einer Woche (2. Juli) wurde gegen 19.20 Uhr ein 16-jähriger Urlauber als vermisst gemeldet, der nach einer Tour aufs Watzmann-Hocheck nicht zum von den Begleitern angenommenen zum Parkplatz an der Wimbachbrücke zurückgekehrt war; während des Rückrufs bei den Eltern tauchte der Jugendliche dann aber auf, so dass die fünf Bergretter nicht ausrücken mussten.

56-Jähriger verliert im Nebel am Vorderberghörndl die Orientierung


Am Sonntag vor einer Woche (30. Juni) hatte sich ein 56-jähriger Bergsteiger unterhalb des Vorderberghörndls bei schlechter Sicht mit Wolken und Nebel verstiegen und gegen 14.20 Uhr einen Notruf abgesetzt. Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ war bereits in Berchtesgaden im Einsatz, flog weiter in die Ramsau, nahm zwei Bergretter auf und machte sich auf die Suche, wobei die Leitstelle das Handy letztlich unterhalb des Vorderberghörndls in Richtung Hocheishörndl orten konnte. Die Einsatzstelle selbst lag in geschätzten 1.800 Höhenmetern im Nebel, so dass der Heli die beiden Retter in rund 1.650 Metern absetzen musste. Sie konnten schnell Ruf- und dann Sichtkontakt im Blockgelände herstellen und dann recht unkompliziert mit dem Unverletzten zurück zum Aufnahmepunkt absteigen, wo sie der Heli abholte und dann ins Tal flog. Insgesamt waren elf Ramsauer Bergretter bis 16.30 Uhr im Einsatz oder in Bereitschaft; zwei weitere Traunsteiner Bergretter waren mit dem Technikbus samt Tankanhänger in die Ramsau aufgebrochen, wurden dort aber nicht mehr benötigt und fuhren direkt weiter nach Berchtesgaden, um dort den leeren Tankanhänger gegen den Vollen zu tauschen.

Tödlicher Unfall in Trinkwasser-Hochbehälter


Am 19. Juni rückte die Bergwacht gegen 16.15 Uhr zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr, dem Landrettungsdienst des Roten Kreuzes und dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ in die Gerstreit aus, wo Kollegen einen 49-jährigen einheimischen Arbeiter gefunden hatten, der in einem Trinkwasser-Hochbehälter unter dem Ausdehnungsgefäß eingeklemmt war, den die Retter aber nur noch tot bergen konnten. Zehn Bergretter waren bis 18.30 Uhr im Einsatz.

Im Südspitz-Abstieg umgeknickt


Am 15. Juni ging gegen 18 Uhr ein Notruf vom Watzmann-Südspitz-Abstieg ein, wo in rund 1.700 Metern Höhe eine Frau umgeknickt war und mit einer Fußverletzung selbst nicht mehr absteigen konnte. Die Unfallstelle selbst lag im Nebel, weshalb „Christoph 14“ die Bergretter unterhalb der Wolke absetzte, die dann die Patientin nach kurzem Aufstieg erreichen, versorgen und aus der Wolke heraus nach unten führen konnten, so dass der Heli jeweils einen Bergretter mit dem Begleiter und mit der Verletzten aufnehmen und zur Grieshütte und zur Bergrettungswache ausfliegen konnte. Neun Bergretter waren gute zweieinhalb Stunden im Einsatz, bauten unter anderem im hinteren Gries ein Funk-Relais und bereiteten einen bodengebundenen Einsatz vor, falls die Rettung mit dem Heli nebelbedingt nicht klappen sollte.

An der Eisbergscharte abgerutscht und an der Hocheisspitze den Unterschenkel gebrochen


Am 13. Mai war gegen 13 Uhr ein Wanderer im Bereich der Eisbergscharte auf der Reiteralpe abgerutscht, wobei er sich leicht verletzt nicht mehr weiter traute. Am 1. Mai war gegen 12.40 Uhr an der Hocheisspitze ein Skibergsteiger gestürzt und mit einem gebrochenen Unterschenkel liegengeblieben.

red/Pressemitteilung BRK BGL

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