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Drei verletzte Radfahrer, Bergnot am Untersberg und am Königssee-Ostufer, Verletzter am Königsbach-Wasserfall

Schlagartig richtig viel zu tun hatten ab Sonntagmittag bis in die Nacht hinein die Einsatzkräfte der heimischen Bergwachten, des BRK-Landrettungsdienstes und der BRK-Wasserwacht.

Während des wochenlangen Lockdowns konnte man die Bergeinsätze im Berchtesgadener Land an einer Hand abzählen; am Sonntag nutzten dann sehr viele Menschen auch aus anderen Regionen das tolle Wetter und fuhren ins Berchtesgadener Land – die Wanderparkplätze und Zufahrtsstraßen zu den Bergtouren waren mit Autos vollgeparkt. Die Einsatzkräfte mussten drei verletzte Radfahrer versorgen, vier Menschen aus Bergnot retten und einen Verletzten am Königsbach-Wasserfall mit dem Tau ausfliegen.

Radsturz in der Zwing
Gegen 11.50 Uhr mussten die Bergwacht Inzell, der Ruhpoldinger Bergwachtnotarzt und eine Rettungswagenbesatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes in die Zwing ausrücken, wo sich eine 56-jährige Reichenhallerin bei einem Radsturz auf dem Soleleitungsweg zwischen Scharnmann und Weißbach schwerer an der Hand verletzt hatte. Die Einsatzkräfte versorgten die Frau und brachten sie dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall.

Radsturz an der Kastensteinerwand
Gegen 13.45 Uhr verunfallte ein 53-jähriger einheimischer Mountainbikefahrer am oberen Ende des so genannten Blitzwegs an der Kastensteinerwand in Bischofswiesen und verletzte sich schwerer am Bein. Die zunächst alarmierte Bergwacht Berchtesgaden übernahm die Erstversorgung und forderte dann Notarzt und Rettungswagen nach, die bis zur Gaststätte fahren konnten und dann zu Fuß weiter gingen. Die Bergwacht und der Notfallsanitäter des Rettungswagens versorgten den Mann medizinisch und brachten ihn dann per Trage aus dem Wald bergauf auf eine nahe Wiese, wo die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ landen konnte. Mit dem Heli gings direkt weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

Verletzter am Königsbach-Wasserfall
Gegen 14 Uhr verletzte sich ein Mann am Königsbach-Wasserfall am Königssee-Ostufer schwerer an der Schulter. „Christoph 14“, der eigentlich dorthin unterwegs war, wurde für den Patienten an der Kastensteinerwand benötigt, weshalb die Besatzung des Pongauer Notarzthubschraubers „Martin 1“ die Rettung übernahm. „Martin 1“ flog den Verunfallten per Tau aus und dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

Am Untersberg-Grubenpfad in Bergnot
Gegen 15.30 Uhr ging ein Notruf vom Grubenpfad auf der Südostseite des Untersbergs ein, wo zwei unverletzte Wanderer aus der Region im Bereich des Wandbuchs wegen des Altschnees nicht mehr weiterkamen. „Christoph 14“ fand die Einsatzstelle im ersten Überflug, setzte dann zwei Luftretter der Bergwacht Marktschellenberg schwebend über die Kufe in der Nähe ab, nahm die Retter und die Verstiegenen wieder über die Kufe auf und flog sie zur Wiese südlich des Thorerlehen aus.

Fahrradsturz in Nonn
Gegen 16.20 Uhr verunfallte in Nonn (Bad Reichenhall) ein 13-jähriger einheimischer Bub mit seinem Fahrrad. Eine Rettungswagenbesatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes versorgte den Jugendlichen und brachte ihn dann ins Klinikum Traunstein.

Auf der Hirschbichlstraße mit dem E-Bike gestürzt
Kurz nach 19.30 Uhr stürzte dann eine 36-jährige Berchtesgadenerin alleinbeteiligt mit ihrem E-Bike auf der Hirschbichlstraße am Mitterberg und verletzte sich mittelschwer. Zwei Ersthelfer vor Ort setzten den Notruf ab und leisteten Erste Hilfe. Die Bergwacht Ramsau, der Ramsauer Bergwachtnotarzt und eine Rettungswagenbesatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes versorgten die Frau und brachten sie dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Die Berchtesgadener Polizei nahm den Verkehrsunfall auf.

Am Kesselsteig und dann am Königssee-Ostufer in Bergnot
Gegen 22.15 Uhr meldeten sich zwei unverletzte, aber blockierte Münchner vom Kesselsteig am Königssee-Ostufer über Notruf, die dann aber entschieden, selbständig über den verfallenen Steig am Ostufer entlang zur Seelände zurückzugehen. Gegen 0.45 Uhr riefen sie auf Höhe Malerwinkel nochmal an, da sie nicht mehr weiterkamen. Die BRK-Wasserwacht rückte mit ihrem Rettungsboot aus, fand den 37-jährigen Mann und die 33-jährige Frau rasch, legte an, ging ihnen ein Stück entgegen, brachte sie zum Boot und fuhr sie zur Seelände zurück. Beiden hatten selbst FFP2-Masken dabei und trugen sie während des gesamten Einsatzes, um die Retter nicht zu gefährden. Sie fuhren noch in der Nacht nach Hause zurück. Der verfallene Steig ist unter anderem wegen umgefallener Bäume und Kletterpassagen recht schwierig zu begehen. Die Frau hatte sich leicht am Knie verletzt, begab sich aber am Montag selbst in ärztliche Behandlung. Drei Ehrenamtliche waren rund eineinhalb Stunden lang gefordert.

red/Pressemitteilung BRK BGL

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