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Innenminister zeichnet die heimischen Bergwachtmänner Stefan Schneider, Rudi Fendt und Winfried Renner aus

Innenminister Joachim Herrmann hat bei einer Feierstunde in der Münchner Residenz zusammen mit dem Ehrenvorsitzenden der Bergwacht Bayern, Alois Glück, sowie dem Vorsitzenden der Bergwacht Bayern Otto Möslang drei heimische Bergwachtmänner aus der Region Chiemgau für ihre jahrzehntelangen, besonderen Verdienste in Leitungs- und Führungspositionen geehrt: Rudi Fendt aus der Ramsau und Winfried Renner aus Ruhpolding bekamen die Leistungsauszeichnung in Silber; Stefan Schneider aus Bergen sogar in Gold.

In seiner Festrede bedankte sich Staatsminister Joachim Herrmann für die herausragenden Leistungen der ehrenamtlichen Mitarbeiter der Bergwacht, die rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr im Einsatz sind und jährlich mehr als 12.000 Einsätze leisten und Hilfeleistungen erbringen. Er wies darauf hin, dass immer wieder Bergsteiger und Wanderer die eigenen Fähigkeiten überschätzen und in lebensbedrohliche Situationen geraten. Verändertes Freizeitverhalten der Bevölkerung und zunehmender Tourismus in den bayerischen Alpen würden für die Bergwacht eine immer stärkere Herausforderung bedeuten. „Umso ehrenwerter, dass Sie auch bei Nacht und Nebel zu abgestürzten Menschen eilen, diese retten und sie in stundenlangen Einsätzen ins Tal transportieren. Bayern braucht Menschen wie Sie, die die Verantwortung übernehmen und Engagement zeigen und damit einen unendlich wertvollen Beitrag für unser Land leisten.“

Leistungsauszeichnung in Gold für Stefan Schneider


Stefan Schneider ist seit 1979 Mitglied der Bergwacht Bergen. Schon früh zeigte er sein Talent im Organisieren und brachte sich aktiv in die Führung der Bereitschaft ein. 1993 wurde er zum stellvertretenden Bereitschaftsleiter gewählt. Durch den plötzlichen Tod des damaligen Leiters Josef Schweiger 1999 wurde er zunächst kommissarisch und ab 2001 gewählter Bereitschaftsleiter in Bergen. In zahlreichen Einsätzen profitierte die Bergwacht Bergen von seiner Umsicht und Erfahrung in kleinen wie auch großen Einsätzen, wie bei einer tagelangen Vermisstensuche oder einem schwierigen Winter-Nachteinsatz, bei dem drei Jugendliche aus einer Felswand gerettet werden mussten. In den 20 Jahren als Bereitschaftsleiter der Bergwacht Bergen war er anerkannt bei den Aktiven und schaffte durch seine Ausgeglichenheit und sein kommunikatives Wesen ein internes Bereitschaftsklima, das bayernweit bekannt war. Schon damals war er mit der Bereitschaft aufgrund dessen, dass diese überörtlichen Aufgaben des Einsatzleitbereichs Achental übernahm, eine regionale Stütze. 2009 wurde er zum stellvertretenden Leiter der Region Chiemgau gewählt. Als festes Mitglied konnte er sich ab dieser Zeit in den Landesausschuss einbringen. Er wurde 2013 für vier Jahre zum stellvertretenden Vorsitzenden der Bergwacht Bayern gewählt. Gleichzeitig war er Verantwortlicher für das Ressort Technik, in dem er neben seiner Erfahrung als Aktiver auch seine beruflichen Talente einbringen konnte. In unzähligen Fahrten durch Bayern im Rahmen der Strukturreform lernte er fast jede Bereitschaft kennen und war bei der Umsetzung des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes maßgeblich beteiligt. Souverän meisterte er seine Aufgaben und unvergessen ist sein Auftritt als Pressesprecher im Großeinsatz „Riesendinghöhle“ am Untersberg 2014. Trotz seiner hohen ehrenamtlichen und politischen Aufgaben leistet er nach wie vor seinen Bergwachtdienst in der Bereitschaft Bergen, in der er vorbildlich alle Funktionen mit seiner kameradschaftlichen und freundlichen Art besetzt.

Leistungsauszeichnung in Silber für Rudi Fendt


Rudi Fendt erfuhr seine Ausbildung in der Bergwacht Ramsau unter der strengen Hand von Karl Komposch. Den steten Ausbau und die Erweiterung der Einsatzwache Ramsau hat er seit Jahren vorangetrieben. Mit besonderem Engagement hat er sich jederzeit dafür eingesetzt, dass die Ausrüstung auf höchstem Niveau zur Verfügung steht, aber auch, dass speziell die Fahrzeuge der Bergwacht Ramsau den schwierigen Bedingungen im Einsatzgebiet genügen. In seiner ausgleichenden und doch bestimmenden Art hat er es immer geschafft, die unterschiedlichsten Charaktere in einer harmonischen Kameradschaft zusammenzuhalten. Durch seinen hohen Bekanntheitsgrad, er ist neben Bereitschaftsleiter der Bergwacht Ramsau auch Schuldirektor, zweiter Bürgermeister und markanter Schauspieler der regionalen Theatergruppe, hat er die Tätigkeit der Bergwacht stets auch öffentlich präsent gemacht und damit wesentlich zum hohen Ansehen der Bereitschaft Ramsau und der Bergwacht im Allgemeinen beigetragen.

Leistungsauszeichnung in Silber für Winfried Renner


Winfried „Winni“ Renner ist eine tragende Säule in der Bergwacht Ruhpolding. Er trat 1974 in die Bergwacht ein und ist seit Jahrzehnten als aktiver Bergwachtmann fester Bestandteil der Einsatzmannschaft. Seit über 20 Jahren macht er seinen Dienst als Einsatzleiter und ist stets zur Stelle, wenn er gebraucht wird. Gerne übernimmt er Verantwortung und kümmerte sich deshalb jahrelang um die Ausbildung in seiner Bergwachtbereitschaft. In seiner zwölfjährigen Bereitschaftsleiter-Tätigkeit führte er die Bergwacht Ruhpolding aus einer sehr schwierigen Zeit heraus. Durch seine aufgeschlossene und kameradschaftliche Art ist er ein Bindeglied zwischen den Generationen und fester Rückhalt für die gesamte Mannschaft der Bergwacht Ruhpolding.

red/Pressemitteilung BRK BGL
Bilder © Eberhard Gronau, Bergwacht Bayern
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