Blockierte Urlauber kommen am Hochstaufen-Goldtropfsteig nicht mehr weiter
Weitere Einsätze betrafen eine Schnittverletzung beim Grazimann und einen Radsturz im Lattengebirge.
„Christoph 14“ entdeckte die Urlauber im Anflug von Traunstein, nahm am Flatscherreindl im Nonner Unterland zwei Bergretter auf und setzte sie gegen 20.15 Uhr mit der Winde bei den Unverletzten ab, so dass sie beide in Rettungssitzen sichern konnten; der Heli nahm dann alle mit der Winde auf und flog sie im letzten Tageslicht ins Tal.
Der Goldtropfsteig ist ein alter und steiler alpiner Steig, der von keiner Organisation gepflegt und unterhalten wird und bis vor wenigen Jahren nur von ortskundigen und erfahrenen Bergsteigern begangen wurde.
Seit der Track der Tour in Wander-Apps veröffentlicht und für jedermann abrufbar ist, sind dort wesentlich mehr Leute als zuvor unterwegs und die Bergwacht muss alle paar Wochen unverletzte Verstiegene und Blockierte retten, die häufig mit dem alpinen Gelände und der Wegfindung überfordert sind. Zuvor war im Goldtropfsteig nur alle paar Jahre ein Einsatz und dann meist auch nur wegen schweren Verletzungen nach Steinschlag oder Absturz.
Weitere Einsätze
Am Samstagnachmittag (24. August) musste die Bergwacht bei der Absicherung des alpinen Dreikampfs „Graziman“ eine 57-jährige Frau aus dem Landkreis Traunstein versorgen, sie sich rund zehn Minuten unterhalb der Zwieselalm am Mulisteig eine Schnittwunde am Oberschenkel zugezogen hatte. Die Bergretter versorgten die Patientin, brachten sie zum Fahrzeug und lieferten sie in die Kreisklinik Bad Reichenhall ein, wobei der Einsatz bis 15.15 Uhr dauerte.
Am Freitagnachmittag (23. August) musste die Reichenhaller Bergwacht gegen 14.20 Uhr ins westliche Lattengebirge ausrücken, wo zwischen der Dalsen- und der Moosenalm eine 67-jährige Radfahrerin aus dem nördlichen Landkreis gestürzt war und sich an der Schulter verletzt hatte. Die Ehrenamtlichen versorgten die Frau und fuhren sie dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall, wobei sie bis 16 Uhr im Einsatz waren.


