Erst versuchte der Mann die Polizei als Schlüsseldienst zweckzuentfremden. Als dies nicht gelang, wählte er kurzerhand den Notruf und täuschte eine gefährliche Situation vor.
In den frühen Morgenstunden des 28.08.2024 informierte ein 24-jähriger Einheimischer die Polizeiinspektion Bad Reichenhall, dass er sich aus seiner Wohnung ausgesperrt habe und seinen darin befindlichen Reisepass bräuchte. Durch die Beamten wurde der Mann an die örtlichen Schlüsseldienste verwiesen, da die Polizei in Fällen, in denen keine Notlage vorliegt, auch keine derartige Hilfeleistung stellen kann.
Kurze Zeit später rief der Mann den Notruf 112 und gab dort an, dass er den Ofen seiner Wohnung angelassen habe und die Feuerwehr deshalb seine Wohnung öffnen solle. Die Freiwillige Feuerwehr Bad Reichenhall wurde daraufhin durch die Integrierte Leitstelle Traunstein alarmiert und war im Begriff mit zwei Einsatzfahrzeugen und 10 Einsatzkräften auszurücken. Eine Einsatzkraft, welche bereits zufällig als erster vor Ort eintraf, erkannte, dass kein derartiger Notfall vorlag und konnte somit das Ausrücken der restlichen Einsatzkräfte verhindern.
Durch Beamte der Polizeiinspektion Bad Reichenhall wurde der junge Mann vor Ort angetroffen und es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Missbrauchs von Notrufen gegen diesen eingeleitet. Unter Umständen hat er auch die entstandenen Kosten des Einsatzes zu tragen.
Ein örtlicher Schlüsseldienst öffnete ihm wenig später seine Wohnungstüre.
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