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Akut intern erkrankten Urlauber per Heli von den Spechtenköpfen gerettet

Die Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall, Freilassing und Teisendorf-Anger waren während der vergangenen Tage bei vier Notfällen auf den Spechtenköpfen im Lattengebirge, am Teisenberg und auf der Zwieselalm gefordert. Zusätzlich musste die Bergwacht Marktschellenberg einen Verstiegenen am Untersberg suchen und retten.

Am frühen Dienstagnachmittag (7. September) gegen 13.50 Uhr brauchte ein akut intern erkrankter Wanderer am Weg zwischen dem Rachlboden am Dötzenkopf und dem Steig über die Vordere Abfahrt zu den Spechtenköpfen im nördlichen Lattengebirge notärztliche Hilfe. Der 63-jährige Urlauber aus Nordbayern war offenbar im Aufstieg zusammengebrochen, wobei seine Frau den Ernst der Lage erkannte, einen Notruf absetzte und Erste Hilfe leistete, so dass keine wertvolle Zeit verlorenging. Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ traf nur wenige Minuten später im nördlichen Lattengebirge ein, setzte den Notarzt und später zwei Bergretter mit der Winde am Einsatzort im steilen Bergwald ab, die den Mann sofort medizinisch versorgten, in den Luftrettungssack umlagerten und ein Stück zu einem besseren Aufnahmepunkt brachten, wo ihn dann der Heli zusammen mit dem Arzt per Winde abholen und als Außenlast direkt zur Kreisklinik Bad Reichenhall fliegen konnte. „Christoph 14“ brachte dann noch die beiden Bergretter ins Tal zurück, wobei insgesamt acht Ehrenamtliche der Bergwachten Bad Reichenhall, Freilassing und Teisendorf Anger gute 75 Minuten gefordert waren.

Am Montagnachmittag (6. September) gegen 13.15 Uhr, wurde auf dem Weg zur Stoißer Alm am Teisenberg nach der Abzweigung zum Neuhaus eine 59-Jährige Wanderin von einem bisher nicht bekannten Mann mit einem Mountainbike angefahren. Obwohl die Frau mit Verletzungen am Boden liegen geblieben war, fuhr der Biker weiter ins Tal ab, ohne mit der Verletzten oder ihrem Sohn zu sprechen. Einsatzkräfte der Bergwachten Teisendorf-Anger und Bad Reichenhall waren vor Ort, versorgten die nach erster Einschätzung leicht verletzte Frau und brachten sie zum Scheiterparkplatz in Anger, wo sie die Krankenwagenbesatzung des Traunsteiner Roten Kreuzes übernahm und dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall brachte. Sechs Bergretter waren eine gute Stunde lang unterwegs. Laut Aussagen der Zeugen war der Radler rund 70 Jahre alt, hatte ein rotes Radtrikot an und blutete im Gesicht und am Knie. Den Unfall hatte noch eine weitere, bisher unbekannte Radfahrerin beobachtet. Die Polizeiinspektion Bad Reichenhall bittet die genannte Zeugin sowie andere Leute, die sachdienliche Hinweise auf den Täter geben können, sind unter der Telefonnummer +49 (0) 8651 970-0 zu melden.

Am Samstagnachmittag (4. September) gegen 17.30 Uhr ging ein Notruf für die Bergwacht Marktschellenberg von der Südostseite des Untersbergs ein, wo ein Urlauber im Abstieg von der Toni-Lenz-Hütte in Richtung Schellenberger Sattel und Kienbergkopf den alten Steig verloren und sich im weitläufigen, unübersichtlichen und absturzgefährlichen Wald- Wiesengelände verstiegen hatte. Der Einsatzleiter konnte den Mann weder zurückrufen noch orten, so dass die Besatzung von „Christoph 14“ mit zwei Schellenberger Bergretter die Wege, Steige und Hänge im weitläufigen Gebiet aus der Luft absuchen musste und nach einer guten halben Stunde schließlich fündig wurde: Sie setzte einen Bergretter per Winde ab, der den Unverletzten in einem Rettungssitz sicherte, so dass er in den Heli aufgenommen und ins Tal ausgeflogen werden konnte.

Am Freitagmittag (3. September) gegen 12.15 Uhr fuhr ein 53-jähriger Einheimischer mit seinem Mountainbike die Forststraße von der Stoißer Alm in Richtung Teisendorf talwärts. Wobei er in einer scharfen Rechtskurve alleinbeteiligt stürzte und schwer verletzt und bewusstlos liegenblieb - der getragene Fahrradhelm hatte ihn vermutlich vor noch schwereren Verletzungen bewahrt. Das Rote Kreuz war mit den Bergwachten Teisendorf-Anger und Bad Reichenhall, der Besatzung des Teisendorfer Rettungswagens und dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ im Einsatz, versorgte den Mann notärztlich und lieferte ihn dann ins Klinikum Traunstein ein. Beamte der Freilassinger Polizei nahmen den genauen Hergang auf.

Am Donnerstag (2. September) brauchte kurz nach 17 Uhr ein 23-Jähriger mit gebrochenem Sprunggelenk an der Zwieselalm notärztliche Hilfe. „Christoph 14“ konnte direkt an der Alm landen, versorgte den Mann medizinisch und flog ihn dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

red/Pressemitteilung BRK BGL
Bilder © Leitner BRK BGL
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