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Verkehrskontrollen von 2. bis 8. August 2021

Am Freilassinger Bahnhof wurde ein fünffach Gesuchter verhaftet. Bei Einreisekontrollen in Bad Reichenhall und Freilassing vollstreckte die Bundespolizei sieben Haftbefehle. Das Lkw-Nachtfahrverbot wurde auf der B21 kontrolliert. Bei der Einreise wurde ein Pole kontrolliert, der noch eine Geldstrafe von 2.325 Euro offen hatte. Eine Geschwindigkeitskontrolle gab es auf der B20 in Piding. Die Grenzpolizei erwischte zwei gesuchte Straftäter. Mit einem unangemeldeten Pkw und ohne Führerschein reiste eine 23-Jährige ein. Die Schienenfahnder fanden einen Bosnier, der mit einer fremden Bahncard reiste.

Freilassing


Bundespolizisten kontrollierten am Dienstagabend am Bahnhof Freilassing einen jungen Mann, der gerade mit dem Zug aus Bad Reichenhall angekommen war. Da der Reisende keine Ausweispapiere vorzeigen konnte, brachten die Beamten ihn zunächst zum wenige Meter entfernten Dienstraum. Dort stellten die Grenzfahnder die Identität des Mannes mithilfe seiner Fingerabdrücke fest und erkannten, dass gleich fünf Fahndungsnotierungen gegen den 25-Jährigen vorlagen. Die Staatsanwaltschaft Augsburg suchte wegen Diebstahls, Erschleichen von Leistungen und uneidlicher Falschaussage nach dem jungen Mann. Außerdem ließ ein Landratsamt wegen einer asylrechtlichen Angelegenheit nach dem Afghanen fahnden.

Im Jahr 2019 war der 25-Jährige wegen Vergewaltigung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt und kurz darauf nach Afghanistan abgeschoben worden. Gleichzeitig hatten die Behörden ein Einreiseverbot und einen Sicherungshaftbefehl gegen ihn verhängt. Da der Afghane eigenen Angaben zufolge kurz zuvor bei Bad Reichenhall zu Fuß über die Grenze gegangen und damit verbotenerweise erneut nach Deutschland eingereist war, muss er nun ins Gefängnis.

Die Bundespolizei Freilassing zeigte den 25-Jährigen wegen unerlaubter Einreise, unerlaubten Aufenthalts sowie Verstoßes gegen ein Einreiseverbot an. Da die Staatsanwaltschaft in drei weiteren Strafverfahren gegen den Mann ermittelt, führten die Beamten den Afghanen am Mittwoch (4. August) dem Ermittlungsrichter vor. Dieser ordnete Untersuchungshaft an, woraufhin die Bundespolizisten den Mann in ein Gefängnis brachten.

Bad Reichenhall & Freilassing


Bundespolizisten kontrollierten am frühen Donnerstagmorgen an der Grenzkontrollstelle auf der A8 am Walserberg einen 30-jährigen Deutschen in einem Fernreisebus. Die Beamten überprüften die Personalien des Mannes und erkannten, dass die Staatsanwaltschaft Heilbronn mit Haftbefehl nach ihm suchte. Er war im Jahr 2017 wegen Handels mit Betäubungsmitteln unter Mitführen einer Schusswaffe zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 10 Monaten verurteilt worden. Nachdem der 30-Jährige die Strafe teilweise verbüßt hatte, war er auf Bewährung freigekommen. Da er gegen Auflagen verstoßen hatte und untergetaucht war, ließ die Justiz nach dem Deutschen fahnden.

Die Bundespolizisten brachten den 30-Jährigen in ein Gefängnis. Außerdem verhafteten die Beamten allein am Donnerstag sechs weitere Gesuchte. Eine am Bahnhof Freilassing festgenommene 23-jährige Rumänin konnte ihre Geldstrafe wegen Hausfriedensbruchs nicht bezahlen, daher lieferten die Bundespolizisten sie in eine Justizvollzugsanstalt ein.

An der Grenzkontrollstelle auf der A8 stoppten Beamte der Bundespolizei fünf wegen Diebstahls, Drogendelikten und aufenthaltsrechtlichen Verstößen gesuchte Reisende. Diese konnten die drohende Haftaufenthalte jedoch abwenden, indem sie ihre offenen Geldstrafen bezahlten.

Bad Reichenhall


Kontrolle Nachtfahrverbot


In der Nacht von Sonntag auf Montag führte eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Bad Reichenhall mehrere Kontrollen des Nachtfahrverbotes auf der B21 im Bereich Bad Reichenhall durch.

Der Fahrer eines Sattelzuges, ein 49-jähriger Mann aus der Türkei, konnte dabei keine Ausnahmegenehmigung für das Befahren der Bundesstraße im Zeitraum zwischen 22 und 06 Uhr vorweisen. Aus diesem Grund wurde seine Weiterfahrt unterbunden und eine nicht unerhebliche Sicherheitsleistung an Ort und Stelle erhoben.

52-Jähriger mit 2.325 Euro Geldstrafe


Bundespolizisten stoppten am Samstagmittag an der Grenzkontrollstelle auf der A8 am Walserberg einen 52-jährigen Polen, der in einem Kleintransporter mit polnischer Zulassung unterwegs war. Der Mann zeigte den Beamten seinen Ausweis und seine gültige Fahrerlaubnis vor.

Als die Fahnder die Personalien des 52-Jährigen überprüften, erkannten sie jedoch, dass die Staatsanwaltschaft Weiden mit Haftbefehl nach dem Polen suchte. Er war im vergangenen Jahr wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe verurteilt worden, die er nie bezahlt hatte. Deshalb sollte der 52-Jährige nun für mehrere Monate hinter Gitter.

Da der Pole seine Geldstrafe samt Verfahrenskosten nun doch bezahlte, kam er um die drohende Ersatzfreiheitsstrafe herum. Die Bundespolizisten ließen den 52-Jährigen schließlich mit 2.325 Euro weniger im Portemonnaie weiterfahren.

Piding


Geschwindigkeitskontrolle auf der B20


Am 07.08./08.08.2021 wurde in der Zeit von 20.35 Uhr bis 00.45 Uhr in Piding – B20 in Richtung Piding kontrolliert. 427 Fahrzeuge fuhren durch die Kontrollstelle. 30 Lenker wurden verwarnt und 4 angezeigt. Der Schnellste war bei erlaubten 70 km/h mit 111 km/h unterwegs.

Zwei Haftbefehle vollzogen


Fahrzeugkontrollen durch die Schleierfahnder der Grenzpolizei Piding und des Zolls führten am vergangenen Freitag zur Ergreifung zweier gesuchter Straftäter - in einem Fall endete die Kontrolle mit einem voraussichtlich langen Gefängnisaufenthalt.

Den Anfang machte ein 27-jähriger Serbe. Bei der Kontrolle auf der A8, Höhe Siegsdorf, wurden die Insassen eines Pkw einer Personenkontrolle unterzogen. Der Datenabgleich mit dem polizeilichen Fahndungsbestand ergab bei einem der Mitfahrer eine Ausschreibung der Staatsanwaltschaft Freiburg zur Festnahme wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Wie die anschließenden Ermittlungen zeigten, wurde der 27-Jährige erst vor kurzem vorzeitig aus seiner Haft entlassen - Bedingung war jedoch, dass sich der junge Mann einer Suchttherapie unterzieht. Wie sich herausstellte hat er diese eigenmächtig abgebrochen weshalb er nun die 661 Tage Restfreiheitsstrafe zu verbüßen hat. Der Serbe wurde verhaftet und in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Wenig später stellte eine Kontrolleinheit des Zolls auf der A8, Höhe Anschlussstelle Bad Reichenhall, bei der Kontrolle eines rumänischen Kleintransporters fest, dass auch hier gegen einen der Mitfahrer ein Haftbefehl bestand. Der 23-jährige Rumäne wurde von der Staatsanwaltschaft Regensburg wegen eines Vergehens der Steuerhinterziehung gesucht. Der Mann wurde zuständigkeitshalber der GPI Piding übergeben. Da es sich um eine Ersatzfreiheitsstrafe handelte, konnte der Mann die Haft durch sofortige Bezahlung der Geldstrafe noch abwenden und seiner Verhaftung entgehen. Als freier Mann konnte er so im Anschluss seine Reise fortsetzen.

Unangemeldeter Pkw und kein Führerschein


Ohne schlechtes Gewissen und ohne sich um die notwendigen Formalitäten zu kümmern reiste am Sonntagnachmittag eine 23-jährige bosnische Staatsangehörige, mit einem vermeintlich im Bundesgebiet zugelassenen Pkw, auf der BAB A 8 über den ehemaligen Grenzübergang Bad Reichenhall ins Bundesgebiet ein.

Dabei wurde sie am Kontrollplatz an der Anschlussstelle Piding-Nord durch Beamte der Grenzpolizei Piding angehalten und kontrolliert. Bei einer gehaltenen Fahndungsabfrage wurde sehr schnell festgestellt, dass der Pkw durch die Zulassungsbehörde Berlin zur Zwangsentstempelung aufgrund fehlenden Versicherungsschutzes ausgeschrieben war. Die Pkw-Lenkerin wurde wegen eines Verstoßes nach dem Pflichtversicherungsgesetz, der Abgabenordnung und der Fahrzeug-Zulassungsverordnung angezeigt. Die amtlichen Kfz-Kennzeichen wurden vor Ort entstempelt und die Weiterfahrt unterbunden.

Doch auch aus einem weiteren Grund wäre die Weiterfahrt nicht möglich gewesen. Die Ermittlungen ergaben, dass die Fahrerin bereits seit zwei Jahren ihren festen Wohnsitz im Bundesgebiet begründet und somit ihr nationaler bosnischer Führerschein keine Gültigkeit mehr hatte. Dies hatte eine zusätzliche Anzeige wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis zur Folge.

Teisendorf


Schienenfahnder der Grenzpolizei Piding kontrollierten am Wochenende einen kosovarischen Autohändler der mit dem Zug in Richtung München unterwegs war. Im Rahmen dieser Kontrolle stießen die Beamten auch auf eine BahnCard25, welche der 47-Jährige mitführte, jedoch auf eine andere Person ausgestellt war.

Wie die weitere Überprüfung ergab, hatte der Fahrgast diese fremde Bahncard genutzt, um sich einen gewissen Teil der Fahrtkosten nach Augsburg einzusparen. Vom herbeigerufenen Zugbegleiter wurde daraufhin sowohl die BahnCard25 als auch die damit erworbene Zugfahrkarte eingezogen. Eine Bahncard darf nur vom Eigentümer verwendet werden - ein durch missbräuchliche Benutzung erworbener Fahrschein wird ungültig.

Der 47-Jährige musste sich ein neues Ticket für rund 60 Euro erwerben. Das Sparen an der falschen Stelle kann nun teuer werden, da ihn obendrein noch ein Strafverfahren wegen Betrugs erwartet.

red/Pressemitteilungen Polizei Bad Reichenhall, Bundespolizei Freilassing, GPI Piding

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