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Bergwacht Teisendorf-Anger sammelt für neue Bergrettungswache und zählt vor allem auf die Unterstützung tausender Stoißer-Alm-Fans

Die ehrenamtliche Bergwacht-Bereitschaft Teisendorf-Anger baut 2022 ans bestehende Angerer Feuerwehrhaus ihre neue Bergrettungswache an und muss deshalb innerhalb der nächsten Monate rund 150.000 Euro Spenden sammeln.

Der neue Bereitschaftsleiter Robert Reiter und seine beiden Stellvertreter Markus Kreutzer und Reinhard Lebacher zählen bei dieser Mammut-Aufgabe auf die Unterstützung und Solidarität der Gemeinden und regionalen Firmen, vor allem aber auch auf die Solidarität der bergbegeisterten Einheimischen und Urlauber aus nah und fern, die Sommer wie Winter zu Fuß, mit dem Radl oder mit Skiern im eigenen stark frequentierten Einsatzgebiet rund um die Stoißer Alm am Teisenberg und am Högl unterwegs sind und im Notfall auf die schnelle und gute Hilfe der freiwilligen Retter zählen können. „Das sind tausende Menschen, viele auch aus dem grenznahen Salzburger Land und der Stadt Salzburg – wenn jeder von denen auch nur eine kleine Summe spendet, haben wir die Riesensumme schnell zusammen!“, hofft Reiter.

Das Rettungsfahrzeug der Bergwacht Teisendorf-Anger steht bereits seit 2008 Dank der Unterstützung durch die Gemeinde und dem persönlichen Einsatz des jetzigen Altbürgermeisters Silvester Enzinger unentgeltlich im Angerer Feuerwehrhaus. Dort ist der strategisch bessere Ort, um das eigene Einsatzgebiet mit Högl und Teisenberg optimal versorgen und auch abgelegene Einsatzstellen auf beiden Bergen rasch erreichen zu können. Die Feuerwehr Anger bekommt zusätzlich einen Versorgungslastwagen, weshalb der Stellplatz für die Bergwacht bald wegfällt. Auch die Feuerwehr braucht mit einem Geräteraum mehr Platz und baut nun gemeinsam mit der Bergwacht an das bestehende Gebäude die Bergwacht-Garage, einen Bergwacht-Lagerraum und den Feuerwehr-Geräteraum an.

Aktuell ist die Ausrüstung der Bergwacht auf mehrere Standorte verteilt. Deshalb kann je nach Jahreszeit nur die Sommer- oder Winterausrüstung in der Rettungswache gelagert werden, was vor allem in der Übergangszeit problematisch ist, wenn in den Höhenlagen noch viel Altschnee liegt, Skibergsteiger und Wanderer gleichzeitig unterwegs sind oder es über Nacht bis ins Tal schneit und die Verhältnisse wieder komplett anders sind.

Die Garage und der Lagerraum für die Bergwacht müssen aufgrund der medizinischen Ausrüstung beheizt und groß genug sein, dass neben dem Fahrzeug und der umfangreichen Sommer- und Winterausrüstung auch der Anhänger mit dem gerade bei Schnee und Eis so wichtigen All-Terrain-Vehicle (ATV) und die E-Bikes für schmale, ansonsten nicht mehr befahrbare Wege und Pfade genug Platz haben. Als Vereinsheim und für Fortbildungen wird die Bergwacht weiterhin das Depot in der Teisendorfer Zwieselstraße nutzen.

Robert Reiter schätzt die Kosten auf insgesamt rund 150.000 Euro; davon gibt die Gemeinde Anger aktuell die Baukosten mit 100.000 Euro an, weitere 50.000 Euro muss die Bergwacht zusätzlich noch für den Innenausbau des Rohbaus in die Hand nehmen. Das neue Feuerwehrauto kommt Ende 2021, weshalb die Bergwacht dann schon eine Übergangslösung braucht, um nicht auf der Straße zu stehen – Gespräche gab es schon, ausgehandelt haben Reiter und sein Team aber noch nichts. Auch der Bau am Feuerwehrhaus soll bereits im Herbst oder Winter 2021 beginnen, wobei die Ehrenamtlichen nicht mit einem Einzug vor dem Sommer 2022 rechnen. Wer helfen will, kann mit dem Betreff „Unterstützung Bergwacht“ auf das Konto der Bergwacht Teisendorf-Anger spenden:
Raiffeisenbank Rupertiwinkel
IBAN: DE50 7016 9191 0000 0083 46
BIC: GENODEF1TEI.
Die Bergretter der Bergwacht Anger-Teisendorf sind für jede Spende dankbar.

2020 hat die Bergwacht Teisendorf-Anger ihr hundertjähriges Bestehen gefeiert. Die derzeit 27 aktiven Einsatzkräfte und acht Anwärter sowie weitere 13 rüstige ehemalige Bergretter zeichnen Sommer wie Winter für den Rettungsdienst vor allem am rund um die Stoißer Alm von Einheimischen und Urlaubern intensiv genutzten Teisenberg und am Högl verantwortlich. Sie kennen die dort weit verzweigten, für Externe oft unübersichtlichen Wegenetze in- und auswendig, rücken gemeinsam mit den Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing zu Einsätzen im gesamten Einsatzleitbereich Saalachtal (Untersberg-Westseite, Hochstaufen-Zwiesel-Massiv, die nördliche Reiter Alpe, Müllnerhörndl, Sonntagshorn und Lattengebirge) aus und leisten im Winter Pistendienst in den heimischen Wintersportgebieten. Trotz der Corona-Lockdowns waren sie 2020 bei 37 Rettungen gefordert, davon allein elf im eigenen Einsatzgebiet, 16 im Einsatzleitbereich Saalachtal, neun auf der Piste und einer am Seeleinsee. Hinzu kommen elf Einsätze der beiden Krisenberater der Bereitschaft, die sich im Kriseninterventionsdienst (KID) bei tragischen Bergeinsätzen um betroffene Ersthelfer und Angehörige kümmern und die bayernweite Hotline mit betreuen.

red/Pressemitteilung BRK BGL
Bilder © Leitner BRK BGL
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