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BRK-Bereitschaften ergänzen mit vier zusätzlichen Notfallkrankenwagen in der Silvesternacht den regulären Rettungsdienst

Ehrenamtliche versorgen Verletzte mit Kopfplatzwunde und nach Schlägerei und 13-jährigen Buben mit Hand- und Fingerverletzung durch explodierten Böller.

Die ehrenamtlichen Sanitäter der BRK-Bereitschaften Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Freilassing waren in der Silvesternacht aufgrund eines über mehrere Stunden hinweg allgemein erhöhten Einsatzaufkommens bei vier Notfällen zur Ergänzung des regulären Rettungsdienstes gefordert, wobei ab 1:50 Uhr vier zusätzliche Notfallkrankenwagen zeitweise gleichzeitig im Einsatz waren, und die Freiwilligen drei Notfallpatienten retteten, darunter ein 13-jähriger Bub mit Finger- und Handverletzungen, dem in Freilassing ein Böller in der Hand explodiert war.

Über 70 Notfälle und Krankentransporte – schwer verletzter Weihnachtsschütze in Maria Gern


Der reguläre Rettungsdienst und Krankentransport im Landkreis war wegen gleichzeitiger Notfälle bereits mit allen Fahrzeugen im Einsatz, weshalb die Leitstelle Traunstein zur Ergänzung die Bereitschaften mit ihren zusätzlichen Fahrzeugen alarmierte. Mit über 70 Notfällen und Krankentransporten vom 31. Dezember bis zum Vormittag des 1. Januars war auch der reguläre Rettungsdienst im Landkreis stark gefordert: Von internistischen Notfällen, Alkoholvergiftungen und Stürzen bis hin zu einem schwer verletzten Böllerschützen war alles geboten, wobei auch mehrere Ehrenamtliche der BRK-Bereitschaften und der Bergwacht im BRK regulär in der Silvesternacht auf den Fahrzeugen Dienst machten: Gegen 20 Uhr ereignete sich im Berchtesgadener Ortsteil Maria Gern ein folgenschwerer Unfall, bei dem sich ein 19-jähriger Einheimischer, selbst schwer verletzte. Nach dem Laden seines Handböllers löste sich aus bislang ungeklärter Ursache plötzlich ein Schuss, der den jungen Mann mit voller Wucht am rechten Oberarm traf, der dadurch schwer verletzt wurde und brach. Ersthelfer und das Berchtesgadener Rote Kreuz versorgten den Patienten notärztlich und brachten ihn dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall, von wo er später dann zum Klinikum Traunstein verlegt werden musste. Ein Fremdverschulden kann nach ersten Ermittlungen der Berchtesgadener Polizei ausgeschlossen werden.

Spitzenabdeckung: Vier Notfälle und für die BRK-Bereitschaften


Los für die BRK-Bereitschaften ging es dann gegen 1.50 Uhr mit einem brennenden Mülltonnenhäuschen an einem Wohn- und Geschäftsgebäude in der Königsseer Straße in Berchtesgaden, wobei ein Passant zunächst über Notruf nur eine brennende Mülltonne gemeldet hatte. Als die Feuerwehr eintraf stand bereits das ganze Häuschen in Vollbrand. Atemschutzgeräteträger löschten den Brand rasch ab und verhinderten so, dass die Flammen auf ein angrenzendes Trafohaus des Stromversorgers übergreifen. Es entstand ein Sachschaden von rund 10.000 Euro. Im Einsatz waren die Feuerwehren Berchtesgaden und Königssee sowie die Kreisbrandinspektion. Die BRK-Bereitschaft Berchtesgaden sicherte den Einsatz mit ihren beiden Notfallkrankenwagen ab und hielt sich im südlichen Landkreis für weitere Notfälle bereit, da der reguläre Rettungsdienst bereits bei anderen Einsätzen gebunden war. Beamte der Polizeiinspektion Berchtesgaden nahmen den Brand auf. Die Ursache ist bisher ungeklärt. Sachdienliche Hinweise erbittet die Polizeiinspektion Berchtesgaden unter der der Telefonnummer +49 (0) 865294670.

Auf der Anfahrt zum Brand musste die BRK-Bereitschaft Berchtesgaden einem Notfallpatienten mit Kopfplatzwunde in Berchtesgaden helfen. Die Ehrenamtlichen brachten den Patienten dann zusammen mit der Berchtesgadener Notärztin zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

13-jährigem Buben explodiert ein Böller in der Hand


Gegen 2.15 Uhr musste die eigentlich für den Brand in Berchtesgaden alarmierte BRK-Bereitschaft Bad Reichenhall nach Freilassing ausrücken, wo nahezu zeitgleich zwei Verletzte bei einer Schlägerei in der Sägewerkstraße und ein zu Hause durch einen in der Hand explodierten Böller verletzter 13-jähriger Bub gemeldet worden waren. Der reguläre Rettungsdienst war bereits bei weiteren Notfällen in Freilassing, Aufham, Ainring, Berchtesgaden und Bischofswiesen gefordert. Während sich die ehrenamtlichen Reichenhaller Sanitäter um den an der Hand verletzten Buben kümmerten und ihn nach weiterer Versorgung durch den Freilassinger Notarzt zum Klinikum Traunstein fuhren, rückte die BRK-Bereitschaft Freilassing mit ihrem Notfallkrankenwagen in die Sägewerkstraße aus, versorgte die Verletzten der Schlägerei und brachte einen 22-Jährigen mit einer Gehirnerschütterung und Schürfwunden zur weiteren Behandlung zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

Die BRK-Bereitschaften im Landkreis hatten eine nur kurze und schlaflose Nacht und hielten sich zum Teil bis 4 Uhr in der Früh über Funk für weitere Notfälle bereit, um den regulären Rettungsdienst zu unterstützen. Weitere Ehrenamtliche der BRK-Gemeinschaften leisteten in der Silvesternacht regulär Dienst und unterstützten ihre hauptamtlichen Kollegen, unter anderem in Freilassing als Fahrer des Notarzteinsatzfahrzeugs oder des Rettungswagens. „Vielen Dank an alle, die ehrenamtlich zur Sicherheit der feiernden Landkreisbevölkerung und der vielen Gäste im Einsatz waren!“, lobt Kreisbereitschaftsleiter Florian Halter. Die Bereitschaften des Roten Kreuzes halten zusätzliche Fahrzeuge und ausgebildete Einsatzkräfte vor, um auch bei größeren Schadenslagen und erhöhtem Einsatzaufkommen eine rasche Versorgung von Notfallpatienten sicherzustellen. Fahrzeuge, Ausrüstung und Ausbildung der Helfer sind fast ausschließlich über Spenden der heimischen Bevölkerung finanziert.

Schreckensmeldung am Morgen: Brennende Hütte mit eventuell Verletzten in der Oberau


Am Neujahrstag brannte dann eine Hütte in Oberau bei Berchtesgaden, wobei zunächst unklar war, ob Menschen im Gebäude sind, weshalb Feuerwehr und Rotes Kreuz kurz nach 8 Uhr mit einem Großaufgebot an die aufgrund der schmalen Straße nur schwer erreichbare und exponierte Einsatzstelle ausrückten. Anwohner hatten in der Hütte Silvester gefeiert, die Hütte dann verlassen und den Holzofen nochmals nachgeheizt. Aufgrund der starken Hitze des Holzofens kam es vermutlich zum Brand. Die Feuerwehren Oberau und Berchtesgaden konnten mit ihrem raschen Einsatz größeren Schaden verhindern. Es entstand lediglich ein Sachschaden von rund 3.000 Euro. Das Rote Kreuz rückte mit Notarzt, Einsatzleiter und zwei Rettungswagen aus Berchtesgaden und Hallein aus, musste aber dann nur den Einsatz der Atemschutzgeräteträger absichern.

red/Pressemitteilung BRK BGL

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