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Staatliches Schulamt Berchtesgadener Land zum Schuljahr 2019-20

Am 10. September 2019 beginnt für 832 Schulanfänger des Landkreises Berchtesgadener Land die Schulzeit.

Das bedeutet im Vergleich zum letzten Schuljahr einen Rückgang um ca. 50 Schüler. Dies liegt in erster Linie an dem neu eingeführten Einschulungskorridor, der von insgesamt 69 Eltern in Anspruch genommen wurde. Insgesamt besuchen im Schulamtsbezirk Berchtesgadener Land 4890 Schülerinnen und Schüler die 26 öffentlichen Grund- und Mittelschulen und eine private Montessori-Schule. Das sind 60 Schüler mehr als im vergangenen Jahr. Im Durchschnitt befinden sich damit 21,54 Schüler in einer Klasse.

Die Ziele der bayerischen Mittelschule, Schaffung solider Kompetenzen in Deutsch, Mathematik und Englisch, zielgerichtete und vorausschauende Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit den Berufsschulen und sozialpädagogischer Begleitung sorgen für eine weitere Stabilisierung unserer Mittelschulen, die in diesem Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum begehen. Konkret bedeutet dies für das kommende Schuljahr, dass in unserem Landkreis mit 1514 Schülerinnen und Schülern, die in 72 Klassen unterrichtet werden, ein leichter Anstieg der Schülerzahlen zu verzeichnen ist.

Eine stabile und feste Größe sind in diesem Zusammenhang die sogenannten „M-Klassen“, in denen die Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen die Mittlere Reife erwerben können. Diesen Schulzweig besuchen 402 Schülerinnen und Schüler in 19 Klassen, 113 davon werden im Juni 2020 an der Abschlussprüfung zum Erwerb des Mittleren Bildungsabschlusses teilnehmen.

Der LehrplanPLUS wird zum Schuljahr 2019/2020 an den bayerischen Mittelschulen in der 7. Jahrgangsstufe weitergeführt. Des Weiteren wird zum kommenden Schuljahr in den Jahrgangsstufen 5 und 7 das Fach Informatik neu installiert.

Das Modell der vertieften Berufsorientierung wird auch im kommenden Schuljahr weiterhin an allen Mittelschulen verstärkt durchgeführt und auf die Grundschulen ausgeweitet. Im Landkreis Berchtesgadener Land findet dazu im November im Rahmen der Bildungsregion erstmals ein „Markt der Berufe“ statt, bei dem unterschiedliche Institutionen des Landkreises in Zusammenarbeit mit der Berufsschule, den Grund- und Mittelschulen und der Wirtschaftsfördeungsgesellschaft gemeinsam ein völlig neues Format entwickelt haben.

Die Betreuungsangebote der Schulen über die Unterrichtszeit hinaus werden weiter kontinuierlich ausgebaut. Ziel der Bayerischen Staatsregierung ist es, neben der Weiterführung dieser Ganztagsangebote der Mittelschulen, die offenen und gebundenen Ganztagsangebote auch für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1- 4 schrittweise einzuführen.

Eine Besonderheit in der hiesigen Schullandschaft ist die Stütz- und Förderklasse. Dort werden Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 4, die aufgrund gravierender Verhaltensauffälligkeiten das reguläre Schulangebot nicht wahrnehmen können, beschult. Auch dieses Projekt ist ein Ergebnis der Bildungsregion in unserem Landkreis, daran beteiligt sind das Staatliche Schulamt, das Amt für Kinder, Jugend und Familie, das Sonderpädagogische Zentrum St. Zeno und Startklar – Soziale Arbeit GmbH. Ziel ist es, die Kinder baldmöglichst in eine allgemeine Schule zurückzuführen.

Der Übertritt von der Grundschule an die weiterführenden Schulen ist eine wichtige Schnittstelle in der Bildungsbiographie eines Schülers, die es auch im neuen Schuljahr optimal zu gestalten gilt. Die Eltern sollen ab kommendem Schuljahr noch frühzeitiger über die möglichen Bildungswege informiert werden. Dies bedeutet, dass die Informationsveranstaltung, die bisher in der 3. Jahrgangsstufe stattfand, in das zweite Halbjahr der Jahrgangsstufe 2 vorverlegt wird. Die bisher jeweils kurz vor Weihnachten stattfindende Informationsveranstaltung mit Vorstellung der einzelnen Schularten in Jahrgangsstufe 4 verbleibt in dieser Jahrgangsstufe, wird aber bereits im September, bzw. spätestens Anfang Oktober durchgeführt.

Die im Schuljahr 2011/12 begonnene Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention mit der Zuerkennung des Schulprofils „Inklusion“ an der Grundschule Freilassing wird ebenso fortgesetzt wie die im Schuljahr 2015/16 begonnene Inklusion an der Mittelschule Freilassing. Auch die Tandemklassen an der Mittelschule Freilassing, in denen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam durch zwei Lehrkräfte - eine Lehrkraft der Mittelschule und eine Lehrkraft der Sonderpädagogik - unterrichtet werden, laufen sehr erfolgreich und bleiben mit dem Ziel des gemeinsamen Lernens und Lebens von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderung weiter bestehen.

7987 Lehrerstunden stehen dem Staatlichen Schulamt Berchtesgadener Land zur Versorgung des Unterrichts an den Grund- und Mittelschulen zur Verfügung. Darin enthalten sind ca. 200 Stunden zur Förderung nicht deutsch sprechender Schülerinnen und Schüler und Stunden für die Vorkurse im Elementarbereich. Für den Aushilfsdienst, die sogenannten Mobilen Reserven, stehen 467 Lehrerstunden bereit.

Die Gesamtsituation im Schulamtsbezirk Berchtesgadener Land, insbesondere die Klassengrößen und die Versorgung mit Lehrkräften bzw. Lehrerstunden, kann als gut bezeichnet werden. Trotz der weiterhin bestehenden Engpässe bei der Ausstattung mit Fachlehrerinnen und Fachlehrern, deren Zahl weiter rückläufig ist, sind alle Voraussetzungen dafür erfüllt, dass das Schuljahr 2019/20 für Schüler, Lehrer und Eltern im Landkreis Berchtesgadener Land einen guten und erfolgreichen Verlauf nimmt.

red/Pressemitteilung Staatliches Schulamt Berchtesgadener Land/LRA BGL

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