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Sommerwetter und Touristen bescheren Bergwacht und Landrettungsdienst weiterhin viel Arbeit

Die vielen Bergurlauber in der Region und das anhaltend hochsommerliche Wetter halten die Einsatzkräfte der Bergwacht und des Landrettungsdienstes im südlichen Landkreis weiter auf Trab.

Am Mittwochabend (24. Juli) kurz nach 17 Uhr meldete sich ein 54-jähriger Urlauber aus dem Westerwald über Notruf, da er im Abstieg vom Hohen Göll statt wie geplant ins Alpeltal versehentlich ins Pflugtal geraten war, dann im Pflugtal auch noch zu weit nach rechts gegangen war und den Steig verloren hatte und schließlich im leichten Klettergelände oberhalb einer 30-Meter-Felswand festsaß.

Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ konnte den in Bergnot Geratenen finden und brachte dann am 50-Meter-Rettungstau einen Berchtesgadener Bergwachtmann zur Einsatzstelle. Der Retter sicherte den Urlauber im Rettungssitz, und beide wurden am Tau in die Scharitzkehl ausgeflogen. Die Bergwacht fuhr den Mann dann von dort aus zum Bahnhof nach Bischofswiesen zurück und tankte den Heli mit dem Kerosinanhänger wieder auf. Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden.


Bereits am Mittwochmorgen gegen 8.40 Uhr musste „Christoph 14“ zum Funtensee fliegen, einen erkrankten 30-jährigen Wanderer abholen und zur Kreisklinik Bad Reichenhall fliegen. Der Mann war bereits am Vortag mit Problemen über das Wimbachgries aufgestiegen, hatte im Kärlingerhaus übernachtet, traute sich dann aber wegen seiner Vorerkrankungen nicht mehr den Abstieg zu. Gegen 13.15 Uhr musste das Berchtesgadener Rote Kreuz mit einem Rettungswagen zur Scharitzkehlalm ausrücken, wo sich eine 29-jährige Radfahrerin aus Niedersachsen bei einem Sturz am Knie verletzt hatte. Die Notfallsanitäter versorgten die Frau und brachten sie dann in die Kreisklinik Berchtesgaden.

Am Montagabend (22. Juli) kurz nach 17 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden zur Suche nach einem 13-jährigen Mädchen ausrücken, das zwischen Kühroint und Hammerstiel verschwunden war, dann aber rasch wieder auftauchte, ohne dass größere Maßnahmen notwendig waren.

Gegen 18.40 Uhr ging dann ein Notruf vom Ecker Sattel am Hohen Göll ein, wo ein 67-jähriger Bergsteiger aus dem Landkreis Altötting im Abstieg vom Purtschellerhaus wegen akuter Kreislaufprobleme Hilfe brauchte. Obwohl der Mann kurzzeitig bewusstlos war, hatte er es selbst noch bis zum Ecker Sattel geschafft. Die Bergwacht Berchtesgaden nahm ihn mit dem Rettungsfahrzeug auf und fuhr ihn bis zur Schießstättbrücke, wo ihn die Rettungswagenbesatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes übernahm und dann in die Kreisklinik Berchtesgaden einlieferte. Gegen 22 Uhr wurden dann noch vermeintliche Lichtzeichen am Hohen Brett gemeldet, die sich nach Abklärung aber lediglich als Bergsteiger im Abstieg herausstellten.

Am Dienstag (23 Juli) gegen 14.20 Uhr musste die Bergwacht Ramsau wieder ins Wimbachgries ausrücken und eine 23-jährige Bergsteigerin aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck mit einer Risswunde am Knie versorgen. Die Ehrenamtlichen brachten die Frau dann mit dem Fahrzeug ins Tal bis zur Wimbachbrücke – von dort aus gings mit dem Rettungswagen des Roten Kreuzes weiter zur Kreisklinik Berchtesgaden. Gegen 16.45 Uhr rückte die Berchtesgadener Bergwacht zu den Königsbachalmen am Jenner aus, wo eine 49-jährige Urlauberin aus Nordrhein-Westfalen mit Kreislaufproblemen Hilfe brauchte. Die Bergwacht versorgte sie und brachte sie per Fahrzeug nach Hinterbrand; die ebenfalls alarmierte Rettungswagenbesatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes wurde nicht mehr benötigt, da sie Frau nicht mit ins Krankenhaus fuhr.

Gegen 20.40 Uhr brauchten Kletterer auf der Nordseite der Reiter Alpe Hilfe. Sie wollten nach erfolgreich durchstiegener Route am Feuerhörndl über das Wartsteinband zurückgehen, waren aber durch das Hochspannungswarnschild wegen der dort ebenfalls verlaufenden Versorgungsleitungen der Wehrtechnischen Dienststelle Oberjettenberg verunsichert und riefen die Leistelle an. Der Disponent konnte die Kletterer nach telefonischer Rücksprache mit dem Einsatzleiter der Reichenhaller Bergwacht beruhigen, so dass sie wie geplant über das Band absteigen konnten.

red/Pressemitteilung BRK BGL

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