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Eröffnung der neuen Forschungsstation der TU München am Roßfeld

Fast genau 2 Jahre nach dem Spatenstich am 28.Juli 2017 für die neue Forschungsstation der TU München konnte heute die Eröffnung der Station gefeiert werden.

Vor herrlicher Bergkulisse fanden sich zahlreiche geladene Gäste zu feierlichen Eröffnung der neuen „TUM Forschungsstaion Fiedrich N. Schwarz“ auf dem Roßfeld ein.

Wie der Präsident der TU München Wolfgang A. Hermann in seiner Eröffnungsrede betonte, sollte am Anfang aller Naturwissenschaften nicht die Chemie stehen, sondern die Naturbeobachtung, um dann den Zusammenhang mit der Chemie besser zu verstehen. Dazu eignet sich das neue Gebäude, das auf 1.262 Meter ü.NN am Roßfeld steht und auf einem Areal von 1.500 m² errichtet wurde, perfekt. Es dient der TU München dazu, das Ökosystem des Alpenraums zu erforschen und neue Formen des naturwissenschaftlichen Schulunterrichts zu erproben.

Nach der Ansprache des Präsidenten der TU München Herrmann, folgten noch Reden vom Berchtesgadener Bürgermeister Franz Rasp, Landrat Georg Grabner und zahlreichen weiteren Gästen. Daneben wurden auch noch einige Auszeichnungen verliehen. Nach der feierlichen Durchschneidung des Bandes konnte der Neubau besichtigt werden. Ein Buffet beendete dann die offizielle Feier, die von der Musikkapelle Maria Gern musikalisch umrahmt wurde.

Die Forschungsstation hat eine Größe von 640 m² auf drei Stockwerken und wurde komplett aus Holz gebaut. Die Fassade besteht aus vertikaler Holzverschalung, die Holzfenster besitzen Schiebeläden, die bei Nichtbenutzung des Gebäudes geschlossen werden und sich somit das ganze Gebäude an die Umgebung noch besser anpasst. Die Ausstattung besteht unter anderem aus Laboren, Werkstattraum, Seminarraum mit Labortischen, Küche und Schlafräumen im Obergeschoss mit insgesamt 40 Betten. Der Bau ist behindertengerecht in jedem Stockwerk von außen erreichbar und bekommt später noch ein Treppenlift eingebaut.

Die von den öffentlichen Versorgungsnetzen unabhängige Technik, besteht aus einer unabhängigen Regenwasseraufbereitung, einer Grauwassernutzung, d.h. das Bade – und Brauchwasser wird nochmals für die Toilettenspülung benutzt, bevor es in die hauseigene biologische Kleinkläranlage fließt. Das Dach ist mit Photovoltaik- und Solarpanelen bedeckt um die Strom- und Wärmeversorgung herzustellen. Bei Bedarf kann zudem ein Blockheizkraftwerk, das mit heimischen Rapsöl betrieben wird, zugeschaltett werden. Beheizt wird das Gebäude mit einer Fußbodenheizung. Die einzige Verbindung zu externer Infrastruktur stellt eine Richtfunkstrecke zum Roßfeld dar, die eine Verbindung mit dem Internet herstellt.

Finanziert wurde die Forschungsstation von der TUM Universitätsstiftung und ihrem Mäzen Herrn Friedrich N. Schwarz (Rohde & Schwarz), deren Namen sie auch ab heute trägt.

red
Bilder red
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