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Verkehrskontrollen von 10. bis 16. Dezember 2018

Bei einer Lasermessung fiel der Polizei ein Sattelzug mit nicht gesicherter Ladung auf. Aufgrund einer Veranstaltung in Österreich baute die Grenzpolizei eine zweitägige Kontrollstelle bei Melleck auf. Bei Piding wurden ein Mann festgenommen und mehrere Fälschungsdelikte festgestellt. Außerdem fuhren zwei Österreicher mit Drogen über die Grenze. Ein 72-Jähriger war betrunken in Marktschellenberg unterwegs.

Marktschellenberg


Im Rahmen einer Verkehrskontrolle in Marktschellenberg wurde am 13.12.18 gegen 21.00 Uhr ein 72-jähriger Mann aus Bischofswiesen als Fahrzeuglenker kontrolliert. Dabei wurde bei ihm Alkoholgeruch festgestellt. Der freiwillige Atemalkoholtest erbrachte letztendlich ein Ergebnis um 1 Promille, wodurch eine Verkehrsordnungswidrigkeit gegeben war. Den Fahrzeuglenker erwartet nun ein Bußgeld, ein vierwöchiges Fahrverbot und Punkte In Flensburg.

Teisendorf


Am 14.12.2018 in der Zeit von 16:20 Uhr bis 17:40 Uhr kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Freilassing auf der Bundesstraße 304, Höhe Wagneröd die Geschwindigkeit mittels Laserhandmessgerät.

Während der gesamten Überwachungszeit musste kein Verkehrsteilnehmer wegen überhöhter Geschwindigkeit beanstandet werden.

Jedoch wurde ein Lkw mit Sattelauflieger durch die Beamten einer Kontrolle unterzogen. Beim Begutachten der Ladung fiel den geschulten Blicken der Polizisten sofort auf, dass hier etwas nicht stimmt. Die Ladung war lediglich auf Paletten abgestellt, welche nicht gesichert waren. Die Paletten hätten bei einer Vollbremsung zu einem Geschoss werden können und andere Fahrzeuge wären möglicherweise gefährdet worden. Deshalb wurde dem 45-jährigen Lenker die Weiterfahrt unterbunden. Das Bußgeld musste er sofort in Form einer Sicherheitsleistung vor Ort hinterlegen.

Schneizlreuth


Die Grenzpolizeiinspektion Piding führte auch in diesem Jahr anlässlich des Festivals „Rave on Snow“ in Saalbach-Hinterglemm, eine zweitägige Kontrollstelle auf der B21, in Schneizlreuth/Melleck durch (siehe Bild). Am Donnerstag und Freitag wurden hierbei insgesamt 137 Fahrzeuge und 354 Personen einer Kontrolle unterzogen. Zielrichtung war insbesondere der Betäubungsmittelschmuggel.

Insgesamt konnte die Grenzpolizeiinspektion Piding eine positive Bilanz ziehen - lediglich drei Personen mussten in dem Zeitraum wegen Verstößen nach dem Betäubungsmittelgesetz zur Anzeige gebracht werden. In zwei Fällen wurden hierbei Kleinmengen Marihuana und in einem Fall eine Konsumeinheit Kokain aufgefunden und sichergestellt. Zwei Fahrzeuglenker wurden zudem dabei ertappt, dass sie ihren Pkw im Straßenverkehr führten, obwohl sie unter dem Einfluss von Drogen standen.

Die alljährlichen Vorkontrollen anlässlich des Festivals zeigen offenbar Wirkung und die Feiernden lassen zunehmend die Finger von illegalen Drogen. In den Jahren zuvor musste noch eine Vielzahl von Personen wegen Drogenbesitz und -schmuggel, vor allem synthetischer Drogen, angezeigt werden.

Piding


Ein durchaus erfolgreicher Freitag liegt hinter den Fahndern der Grenzpolizeiinspektion Piding - mehrere Personen konnten auf der A8 festgenommen werden.

Den Anfang machte ein 47-jähriger Kroate, der mit seinem Sohn am Freitagnachmittag auf dem Weg in die Heimat war. Kurz vor der Ausreise nach Österreich wurde er von einer Streifenbesatzung zur Kontrolle angehalten. Bei der anschließenden Personenüberprüfung spuckte der Fahndungscomputer eine aktuelle Festnahmeanordnung aus - der 47-Jährige wurde von den deutschen Justizbehörden bereits seit längerer Zeit gesucht, da er noch eine einjährige Haftstrafe wegen Diebstahls abzusitzen hatte. Daher klickten an Ort und Stelle die Handschellen und er wurde nach Vorführung beim zuständigen Ermittlungsrichter in die nächstgelegene JVA eingeliefert. Der volljährige Sohn musste somit alleine die Weiterreise antreten.

Wenig später erweckte ein in Rumänien zugelassener Pkw die Aufmerksamkeit der Schleierfahnder - dieser wurde ebenfalls kurz vor Verlassen des Bundesgebietes einer Kontrolle unterzogen. Die Insassen, drei junge Männer, kamen gerade aus der Schweiz, da sie dort im Baugewerbe tätig sind. Einer von ihnen, ein ungarischer Staatsbürger, fiel dann auch gleich aufgrund seiner zunehmenden Nervosität auf - nicht ohne Grund, denn sein Führerschein, den er im Geldbeutel aufbewahrte, stellte sich als Totalfälschung heraus. Einen echten Führerschein hatte er noch nie, den falschen „Lappen“ hat er sich am Schwarzmarkt besorgt. Die Weiterfahrt verzögerte sich, denn das Falschdokument hatte natürlich eine Anzeige zur Folge - auch wenn der Ungar selbst nicht am Steuer saß.

Fast zeitgleich wurde an der gleichen Örtlichkeit ein Mercedes mit deutschen Kennzeichen von einer anderen Streifenbesatzung genauer unter die Lupe genommen. Auch hier sollten die Fahnder Recht behalten, denn die Überprüfung ergab, dass der Pkw aktuell nicht zugelassen war - genauer gesagt hatte der Fahrer, ein 42-jähriger Mann aus Süddeutschland seine alten, bereits entwerteten Kennzeichen an seinem Pkw angebracht, um nicht aufzufallen. Die Zulassungsplaketten hatte er kurzerhand in Eigenregie neu aufgeklebt. Daher wurde die Fahrt an Ort und Stelle beendet. Nach Anzeigenaufnahme wegen Urkundenfälschung musste er sich um eine alternative Reisemöglichkeit kümmern.

Mit Drogen über die Grenze


Eine geplante Shopping-Tour nach München endete für zwei junge Männer auf der A8 - Drogen im Fahrzeug und im Blut des Fahrers führten zu einem längeren ungeplanten Aufenthalt bei der Grenzpolizeiinspektion in Piding.

Am Samstag versuchten zwei junge Männer aus Oberösterreich, unerkannt Drogen über die Grenze zu schmuggeln. Gegen Mittag fuhren sie auf der Autobahn über den ehemaligen Grenzübergang aus Österreich kommend, in Richtung München. Kurz nachdem sie eingereist waren, wurden sie auch schon durch die Pidinger Schleierfahnder an der Abfahrt Bad Reichenhall aus dem fließenden Verkehr herausgewunken und kontrolliert.

Bereits zu Beginn der Kontrolle machte der 27-jährige Fahrer einen äußerst nervösen Eindruck, was er zunächst damit begründete, seinen Reisepass zu Hause vergessen zu haben. Schnell hatten die Beamten jedoch den Verdacht, dass es für die Nervosität einen anderen Grund gab, denn bereits beim ersten Blick in das Fahrzeuginnere wurden typische Konsumutensilien für Drogen entdeckt.

Darauf angesprochen gaben beide an, lediglich etwas „Gras“ dabei zu haben. Allerdings entsprach auch diese Angabe nicht in vollem Umfang der Wahrheit, denn damit wollte der Fahrer nur davon ablenken, dass er auch noch andere Drogen bei sich hatte. Als dies von den Fahndern bemerkt wurde, versuchte der junge Mann zunächst, sich dieser zu entledigen. Dies konnte durch die Polizisten verhindert werden und nach einer kurzen Gegenwehr rückte er letztendlich noch eine kleinere Menge Kokain heraus.

Wegen den insgesamt sichergestellten 26 Gramm Marihuana und dem Kokain folgten für Beide Anzeigen nach dem Betäubungsmittelgesetz. Außerdem musste der Fahrer eine Blutentnahme über sich ergehen lassen, da er deutlich unter dem Einfluss von Marihuana stand.

Zum Glück konnte der fahrtüchtige Beifahrer nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen die Weiterreise fortsetzen, auch wenn der ursprüngliche Plan, eine Shopping Tour nach München, aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit vermutlich hinfällig war.

red/Pressemitteilungen Polizei Berchtesgaden, Freilassing, GPI Piding
Bild © GPI Piding
verkehrskontrolle kw50 00

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