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Grenzüberschreitende Klassenfahrt – Schüler aus dem Lungau besuchen die Biosphärenregion Berchtesgadener Land

Zwei achte Klassen aus dem österreichischen Lungau haben im Rahmen des Interreg-Projekts „Grenzenlos Nachhaltigkeit lernen“ das Berchtesgadener Land besucht. Ziel des Projekts ist der Aufbau einer Bildungskooperation zwischen dem Biosphärenpark Lungau und der Biosphärenregion Berchtesgadener Land.

Die Mittelschule Mariapfarr, von der die 26 Jugendlichen kamen, ist als „Biosphärenpark-Schule“ ausgezeichnet. Das bedeutet, dass es zwischen dem Biosphärenpark Lungau und der Schule eine enge Zusammenarbeit bei der Vermittlung von naturkundlichem Wissen und nachhaltigem Wirtschaften gibt. Untergebracht war die Gruppe Jugendliche im Kolpinghaus in Teisendorf und es war an allen drei Tagen der Klassenfahrt viel geboten:

Am ersten Tag konnten die Schüler bei einer Schnitzeljagd rund um den Höglwörther See viele spannende Details über die Geschichte und den Naturraum erfahren. Bei einem nächtlichen Spaziergang mit der Fledermausbeauftragten Brigitte Meiswinkel erforschten die Jugendlichen zudem den Lebensraum und die Lebensweise von Fledermäusen.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen des lokalen Handwerks: Ein Teil der Gruppe erfuhr bei einer Führung mit dem Müllermeister Mathias Mühlbacher durch die Maiermühle in Teisendorf viel Wissenswertes zum Mühlenhandwerk. So wurde das wasserbetriebene Mühlrad, das den Strom für Mühle und Wohnhaus erzeugt, bewundert und die vielen Arbeitsschritte, die zur Mehlherstellung notwendig sind, erstaunten so manchen Besucher. Auch konnten die unterschiedlichen Mahlstufen des Getreides betrachtet und ertastet werden. Der andere Teil der Gruppe besuchte die Metallgestaltung Willberger. Dort konnten die Jugendlichen unter Anleitung des Teams der Schmiede selbst tätig werden. Am Amboss mit glühendem Eisen hantieren und den Hammer richtig führen erwies sich als gar nicht so leicht wie anfangs gedacht. Nägel und kunstvolle Blätter entstanden unter der geduldigen Anleitung der Schmiede und jeder präsentierte zum Schluss stolz sein Werkstück. Beide Betriebe, die sich auch im Bildungsprogramm der Biosphärenregion Berchtesgadener Land „Schule fürs Leben“ engagieren, wurden ausgewählt, um die Bedeutung von Regionalität für nachhaltiges Wirtschaften und traditionelles Handwerk hervorzuheben – beides ebenso wichtige Themen im Biosphärenpark Lungau.

Am letzten Tag stand eine Fahrt zur Fürmannalm auf dem Programm: Im Kuhstall erfuhren die Jugendlichen viele Details über die Pinzgauer Rinder und deren Haltung. Aufgrund des Wetters fiel die Betriebsbesichtigung kürzer aus als geplant, denn der Garten, die Bienen und die Hühner konnten nicht besucht werden. Stattdessen schauten die Jugendlichen einen Ausschnitt aus dem Film WEILOISIRGENDWIAZAMHÄNGD, der einen guten Überblick über nachhaltiges Wirtschaften in der Region und die globalen Zusammenhänge gibt.

Die Klassenfahrtstage waren ein voller Erfolg – dafür bedanken sich die Biosphärenregion Berchtesgadener Land und der Biosphärenpark Lungau auch sehr herzlich bei Mathias Mühlbacher von der Maiermühle, Lorenz Willberger und seinem Schmiede-Team von der Metallgestaltung Willberger in Teisendorf, dem Klosterwirt in Höglwörth und der Fürmannalm für die Gastfreundschaft und Brigitte Meiswinkel sowie dem Kolpinghaus in Teisendorf. Für nächstes Jahr sind weitere Klassenfahrten geplant, sowohl von Schulklassen aus dem Berchtesgadener Land in den Lungau als auch aus dem Lungau hierher.

red/Pressemitteilung Biosphärenregion BGL
Bild © Biosphärenregion BGL
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