Zwei Bergsteiger waren am frühen Sonntagmorgen in der Watzmann-Ostwand unterwegs. Bei der Suche nach einer möglichen Übergangsstelle, brach plötzlich unter einem der Bergsteiger ein großflächiger Eisbereich ab und er stürzte ungesichert ca. 50 Meter ab. Die Bergretter mussten zwei Rettungsversuche aufgrund der gefährlichen Eismassen abbrechen.
Am Morgen des 30.09.2018, gegen 05.30 Uhr, wollten zwei erfahrene Bergsteiger aus dem Raum Erding, über den Kederbacher-Weg die Watzmann-Ostwand durchsteigen. Die hochalpine, kombinierte Fels/Eistour führt im unteren Teil der 2.000 Höhenmeter hohen Wand über die Eiskapelle zu weiteren Felspassagen. Der Übergang von Eis zum Fels wird durch erhebliche Randkluften erschwert. Die zum größten Teil stark unterhöhlten Bereiche stellen eine besondere Gefahr für die Bergsteiger dar. Bei der Suche nach einer möglichen Übergangsstelle, brach plötzlich unter einem der Bergsteiger ein großflächiger Eisbereich ab und er stürzte ungesichert ca. 50 Meter ab. Der unverletzte Bergsteiger, konnte weder Sicht, noch Rufkontakt zu seinem Kameraden herstellen.
In Folge wurde die Bergwachtbereitschaft Berchtesgaden alarmiert, welche mittels Rettungshubschrauber zum Einsatzort flog. Die Polizeihubschrauberstaffel brachte Material, weitere Einsatzkräfte und einen Polizeibergführer nach. Die Rettungsmannschaft konnte sich über schwierige Felspassagen in unmittelbare Nähe der Unglücksstelle vorarbeiten. Jedoch wurde ein Weiterkommen an der Randkluft wegen weiterer erheblicher Eismassen (ca. 200 Kubikmeter), die sich unmittelbar (ca. 50 Meter) oberhalb der Rettungskräfte befanden gestoppt. Ein Weiterkommen in der überhängenden Eishöhle zum vermutlichen Punkt wo sich die Person befinden könnte war aufgrund der Gefährdung der Einsatzkräfte nicht mehr möglich. Ein Abbrechen der labilen Eismassen oberhalb der Rettungskräfte erschien den Einsatzkräften als zu riskant. Zumal die genannte Absturzhöhe der Person im freien Fall, mit dem Leben nicht mehr vereinbar war. In der Tiefe der Randkluft konnten „frische“ Eismassen erkannt werden, die aufgrund des oben genannten Abbruches entstanden waren.
Im zweiten Anlauf wurde versucht, von der Seite an die Unglücksstelle zu gelangen, was jedoch an selbigen labilen Eismassen oberhalb der Rettungskräfte scheiterte. Gegen 12.00 Uhr, wurden die derzeitigen Bergungsversuche abgebrochen, zumal die Eismassen zu diesem Zeitpunkt durch die Sonne erheblich erwärmt werden. Die Polizei und die Bergwacht wird ein weiteres Vorgehen in den folgenden Tagen prüfen.
Nach Angaben der Berchtesgadener Polizei ist am frühen Sonntagmorgen ein erfahrener Bergsteiger aus der Erdinger Gegend auf dem Weg in die Watzmann-Ostwand über den Kederbacherweg (bis zu IV an der Schöllhornplatte) an der Eiskapelle beim Übergang vom Eis zum Felsen mit einem plötzlich abbrechenden Eisstück rund 50 Meter tief im freien Fall in die Randkluft abgestürzt. Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden und des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“, die Besatzung des Münchner Polizeihubschraubers „Edelweiß 3“ und ein Beamter der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) der Polizei versuchten, den Mann zu erreichen, mussten aber wegen akuter Lebensgefahr für die Retter vorerst abbrechen, da oberhalb der Einsatzstelle eine rund 200 Kubikmeter große labile Eisbrücke hängt, die jederzeit einbrechen kann.
Am Sonntagmorgen gegen 5.30 Uhr wollten zwei erfahrene Bergsteiger aus dem Raum Erding über den Kederbacherweg die Watzmann-Ostwand durchsteigen. Die hochalpine, kombinierte Fels- und Eistour führt im unteren Teil der rund 2.000 Höhenmeter hohen Wand über die Eiskapelle zu weiteren Felspassagen. Der Übergang von Eis zum Fels wird durch erhebliche Randkluften erschwert. Die zum größten Teil stark unterhöhlten Bereiche stellen eine besondere Gefahr für die Bergsteiger dar. Bei der Suche nach einer möglichen Übergangsstelle brach plötzlich unter einem der Bergsteiger ein großflächiger Eisbereich ab, und er stürzte ungesichert rund 50 Meter ab. Sein unverletzter Tourenpartner konnte weder Sicht- noch Rufkontakt zu seinem Kameraden herstellen und setzte gegen 6.45 Uhr bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab.
Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ flog Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden zur Eiskapelle, die versuchten, den Abgestürzten zu finden und zu retten. Die nachgeforderte Besatzung von „Edelweiß 3“ brachte weitere Einsatzkräfte, einen Polizeibergführer und Ausrüstung nach und flog den betroffenen Tourenpartner nach Schönau zum Zwischenlandeplatz am Spinnerwinklweg aus, wo ihn der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht weiter betreute; wegen Bodennebel konnte der Schneewinkl-Landeplatz nicht genutzt werden.
Die Bergwacht konnte sich über schwierige Felspassagen in unmittelbare Nähe der Unglückstelle in der Randkluft vorarbeiten, musste jedoch kurz vor dem Ziel abbrechen, da rund 200 Kubikmeter labile Eismassen in Form einer Brücke rund 50 Meter oberhalb der Rettungskräfte hingen und jederzeit abbrechen konnten. Wegen akuter Lebensgefahr in der überhängenden Eishöhle stiegen die Einsatzkräfte vorerst nicht mehr weiter bis zu der Stelle vor, wo sie den Abgestürzten aktuell vermuten, zumal eine Absturzhöhe von rund 50 Metern im freien Fall mit dem Leben nicht vereinbar ist. Sie sahen in der Tiefe der Randkluft frische Eismassen, die offensichtlich kurz zuvor mit dem Bergsteiger abgebrochen waren. In einem zweiten Anlauf versuchten die Retter, seitlich durch die Kluft zur Unglückstelle zu gelangen, mussten aber wegen der labilen Eismassen gegen 12 Uhr erneut abbrechen, da die steigenden Temperaturen die Gefahr weiter erhöhten. Polizei und Bergwacht werden in den kommenden Tagen bei eventuell besseren Bedingungen über einen weiteren Bergungsversuch beratschlagen.
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