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Viele weitere Bergwachteinsätze am Mittwoch

Sieben Folgeeinsätze nach dem tödlichen Absturz am Watzmann: am Söldenköpfl, am Königsbach-Wasserfall, zweimal in Sankt Bartholomä, am Wappachkopf, am Hochbahnweg und am Untersberg

Frau mit schwerer Schulterverletzung am Söldenköpfl


Gegen 11.45 Uhr musste eine Mannschaft der Bergwacht Berchtesgaden von Kühroint aus mit dem Rettungsfahrzeug zu einem Folgeeinsatz am Söldenköpfl am Toten Mann im südlichen Lattengebirge ausrücken, wo sich eine 64-jährige Wanderin bei einem Sturz sehr schwer an der Schulter verletzt hatte. Die Einsatzkräfte versorgten die Frau notärztlich und flogen sie dann liegend per Rettungstau mit „Christoph 14“ aus der Bergwaldlichtung auf eine Wiese an der Kederbacherstraße aus. Die Heli-Besatzung flog die Frau dann zum Klinikum Traunstein.

Urlauberin stürzt am Königsbach-Wasserfall ab


Gegen 14.25 Uhr ging dann ein Notruf vom Königsbach-Wasserfall ein, wo eine junge Urlauberin aus Norddeutschland über einen rund 70 Grad steilen Grashang abgestürzt und unmittelbar vor einer Wandstufe oberhalb der Schlucht in und 1.000 Höhenmetern mit einer schwereren Gesichtsverletzung liegengeblieben war. Die junge Frau und ihre Begleiterin wollten eigentlich vom Malerwinkel-Rundweg zur Gotzenalm durchs freie Gelände am Königssee-Ostufer aufsteigen und hatten sich dabei verstiegen. Die BRK-Wasserwacht brachte die Bergwacht mit dem Rettungsboot über den Königssee zur Königsbach-Mündung, wobei sieben Retter zu Fuß aufstiegen und nach der Unfallstelle suchten. Parallel dazu machte sich „Christoph 14“ auf die Suche und entdeckte dann die Einsatzstelle aus der Luft. „Edelweiß 4“ war nach dem Watzmann-Einsatz noch in Salzburg beim Tanken und setzte einen Berchtesgadener Bergretter per Winde an der Unfallstelle ab, der die junge Frau kurz versorgte. Die Verletzte und ihre Begleiterin wurden in Rettungssitzen gesichert, per Winde aufgenommen und zum Schneewinkel-Landeplatz ausgeflogen, wobei „Edelweiß 4“ geländebedingt die maximale Windenlänge von 54 Metern ausnutzen musste. Dort untersuchte der Notarzt von „Christoph 14“ die Verletzte, die dann nach Salzburg geflogen wurde.

Schwere Fußverletzung am Wappachkopf – Ersthelfer auf der A8


Kurz nach 14.30 Uhr mussten die Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing wegen einer 34-jährigen Wanderin mit einer schweren Sprunggelenksverletzung am Wappachkopf im nordöstlichen Lattengebirge ausrücken. Die Urlauberin aus Nordrhein-Westfalen war im Abstieg nach Bayerisch Gmain rund 100 Meter vom Gipfel entfernt gestürzt. Die Einsatzkräfte fuhren über die Schmölzl-Straße bis in die Nähe der Unfallstelle, stiegen zu Fuß auf und ab, versorgten die Verletzung und transportierten die Urlauberin dann im Luftrettungssack und mit der Gebirgstrage bis zum Rettungsfahrzeug, mit dem sie in die Kreisklinik Bad Reichenhall eingeliefert wurde. Acht Einsatzkräfte waren rund zwei Stunden lang gefordert.

Auf dem Weg zum Einsatz kam ein Freilassinger Bergwachtmann als Ersthelfer zu einem schweren Motorradunfall auf der A8 bei Anger. Gegen 14.30 Uhr fuhr dort ein 54-jähriger Motorradfahrer aus München von Österreich kommend in Richtung Heimat. Aufgrund des starken Reiseverkehrs geriet der Verkehr am Angerer Berg ins Stocken, wobei die Fahrzeuge teilweise bis zum Stillstand abbremsen mussten. Da der Motorradfahrer laut Zeugenaussagen den Mindestabstand stark unterschritten hatte und der vorausfahrende Audi verkehrsbedingt bremsen musste, touchierte der Kradfahrer trotz Vollbremsung das Heck des Audi. In weiterer Folge stürzte der Mann und wurde durch die Wucht des Aufpralls nach rechts in den Straßengraben geschleudert, wobei er sich schwere Verletzungen an der Schulter und am Brustkorb zuzog. Der Freilassinger Bergwachtmann, zugleich Sanitäter, leistete Erste Hilfe und forderte neben dem bereits alarmierten Rettungswagen einen Notarzt zur Schmerzbekämpfung nach. Das Rote Kreuz brachte den 54-Jährigen dann zum Klinikum Traunstein. Am Krad entstand Totalschaden. Die 18-jährige Audi-Fahrerin und ihr 17-jähriger Beifahrer aus dem Raum Stuttgart blieben unverletzt. Die Autobahn war für die Dauer der Rettungs- und Bergearbeiten unter Mitwirkung der Feuerwehr Piding und zur Unfallaufnahme für rund eineinhalb Stunden in Richtung München komplett gesperrt.

Zwei Notfälle in Sankt Bartholomä – allergische Reaktion am Hochbahnweg – Kreislaufprobleme am Untersberg


Gegen 15.30 Uhr meldete dann die Wirtin in Sankt Bartholomä eine Frau mit einer Knöchelverletzung. Kurz darauf ging ein weiterer Notruf aus Sankt Bartholomä wegen einer akut intern erkrankten Frau mit starken Schmerzen ein. Beide Patienten wurden durch die BRK-Wasserwacht erstversorgt, per Boot zur Seelände transportiert und dann vom Landrettungsdienst des Roten Kreuzes übernommen. Die 34-jährige Frau aus Tschechien wurde notärztlich versorgt und dann ins Salzburger Landeskrankenhaus eingeliefert. Die 74-jährige Urlauberin aus Baden Württemberg wurde ebenfalls notärztlich versorgt.

Kurz nach 17.30 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden dann mit fünf Einsatzkräften zum Hochbahnweg ausrücken, wo ein Patient mit allergischer Reaktion nach einem Insektenstich medizinische Hilfe brauchte. Die Bergwacht übernahm die Erstversorgung und übergab den Patienten dann gegen 18.30 Uhr an den Landrettungsdienst.

Gegen 18 Uhr ging dann noch ein Notfall für die Bergwacht Marktschellenberg ein, die auf den Weg zur Toni-Lenz-Hütte ausrücken musste, wo rund 300 Meter vom Parkplatz entfernt ein Patient mit Kreislaufbeschwerden Hilfe brauchte.

red/Pressemitteilung BRK BGL

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