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Bergsteiger stürzt am südöstlichen Ende des Mannlgrats mit Kopf gegen spitzen Stein und stirbt

Ersthelfer, Bergwacht und Besatzung von „Christophorus 4“ können 57-jährigen Urlauber nicht mehr retten.

BRK-Bericht


Am Donnerstagmittag gegen 12.20 Uhr ist ein 57-jähriger Bergsteiger am südöstlichen Ende des Mannlgrats vermutlich wegen einer internistischen Erkrankung am Steig gestürzt, wobei er sich überschlug und so heftig mit dem Kopf gegen einen spitzen Stein prallte, dass er bewusstlos liegen blieb. Ersthelfer, die Bergwacht Berchtesgaden und die Besatzung des Kitzbuehler Notarzthubschraubers „Christophorus 4“, die gerade in Salzburg war, versuchten den Mann noch wiederzubeleben, konnten ihn aber trotz aller Bemühungen nicht mehr retten.

Der Mann war in einer gemischten zwölfköpfigen Gruppe aus Niedersachsen, Hessen und Bayern in Berchtesgaden auf Urlaub und vom Kehlsteinhaus in Richtung Göllleiten unterwegs, als der Unfall am südöstlichen Ende des Mannlgrats passierte. Der Pilot brachte die Notärztin, den Notfallsanitäter und Bergretter per Tau zum Unfallort an der Rinne im Übergang zur Göllleiten, wobei die Retter noch versuchten, den Bewusstlosen wiederzubeleben. Ersthelfer, darunter zwei Bergretter aus der Steiermark, die privat unterwegs waren, und die Einsatzkräfte kümmerten sich um die betroffene elfköpfige gemischte Bergsteigergruppe, darunter auch der Sohn des Verstorbenen und flogen alle per Tau aus dem Mannlgrat in die Scharitzkehl aus, wo der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht die weitere psychische Betreuung übernahm. Ein Beamter der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei nahm den tödlichen Bergunfall auf; danach wurde der Verstorbene von „Christophorus 4“ in Absprache mit der Polizei per Tau ausgeflogen. Die Bergwacht Berchtesgaden musste „Christophorus 4“ mit ihrem Kerosinanhänger wieder auftanken, der beim Einsatz insgesamt 18 Tau-Aufzüge absolvierte.

Polizeibericht


Am Donnerstag den 09.08.18 wollte eine 11-köpfige Gruppe aus Hessen über den Mannlgrad vom Kehlsteinhaus zum Hohen Göll gehen. In einer Höhe von 1.850 Meter üNN fiel ein 57-jähriger plötzlich nach hinten und schlug mit dem Kopf auf einem Stein auf. Die Gruppe setzte einen Notruf ab und begann mit der Wiederbelebung bis zum Eintreffen der Notärztin. Diese konnte jedoch nur noch den Tod feststellen.
Alle Personen wurden mithilfe des Rettungshubschraubers des ÖAMTC und der Bergwacht Berchtesgaden ausgeflogen. Ermittlungen zum Tod des 57jährigen wurden durch die Polizeiinspektion Berchtesgaden aufgenommen.

25-Jähriger verliert im Aufstieg den Steftensteig und sitzt in absturzgefährlicher Rinne fest


Während des Einsatzes am Mannlgrat hörten die Bergretter und andere Leute von verschiedenen Orten rund um das Göll-Endstal Hilferufe, die zunächst nicht genau zugeordnet werden konnten. Als klar war, dass keiner der Bergsteigergruppe am Mannlgrat um Hilfe gerufen hatte und am Landeplatz in der Scharitzkehl auch noch besorgte Eltern aufschlugen, die im Aufstieg über den Steftensteig zum Kehlstein ihren 25-jährigen Sohn verloren hatten, startete „Christophorus 4“ zu einem Suchflug; gleichzeitig versuchte die Bergwacht im Endstal bodengebunden die Hilferufe zu orten. Die Heli-Crew fand den 25-Jährigen aus Baden-Württemberg dann in einer steilen Rinne mit Wandstufen in Richtung Zeller Schlucht und flog ihn mit dem variablem Rettungstau in die Scharitzkehl aus und danach zur Kreisklinik Bad Reichenhall, da er einige Meter abgerutscht war und sich eine Platzwunde am Knie zugezogen hatte.

red/Pressemitteilungen BRK BGL, Polizei Berchtesgaden

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