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Verkehrskontrollen vom 6. bis 12. November 2017

Bei einer Kontrolle fanden die Schleierfahnder zahlreiche Fälschungen. Ein gesuchter Betrüger hatte einen gefälschten Führerschein. Die Berchtesgadener Polizei kontrollierte die Fahrzeugbeleuchtung. In Bad Reichenhall trainierte die Polizei mit der Grundschule das Verhalten an Querungshilfen. Falschparkende Lkw in der Traunsteiner Straße waren das Ziel einer Polizeikontrolle; dabei fiel ein etwas schwerer Lkw auf.

Anger


Vermeintliches Diebesgut stellt sich als Fälschung heraus


Einen Fall von dreister Markenfälschung deckten die Pidinger Schleierfahnder in der Nacht zum Dienstag auf. Zahlreiche gefälschte Markenjacken und Kosmetika wurden dabei sichergestellt.

Am Dienstagmorgen gegen 04.30 Uhr kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein einen Kia mit Augsburger Ausfuhrkennzeichen. Das Fahrzeug war mit zwei rumänischen Staatsangehörigen besetzt und auf dem Weg Richtung Österreich.

Bei der Anhaltung auf der Autobahn bei Anger kamen in der Reisetasche des 37-jährigen Fahrers eine Vielzahl von Jacken und Kopfbedeckungen der Edelmarken „Moncler“ und „Armani“ zum Vorschein. Eine Internetrecherche ergab, dass die Waren einen geschätzten Wert von etwa 8.000 Euro hatten. In einem Koffer wurden darüber hinaus zahlreiche Makeup-Produkte namhafter Hersteller entdeckt, deren Verkaufswert ebenfalls im vierstelligen Eurobereich lag.

Plausible Erklärungen oder Rechnungen, die den Besitz der Gegenstände (siehe Bild) erklärt hätten, konnten die beiden Rumänen nicht vorweisen. Zunächst gingen die Fahnder von vermeintlichem Diebesgut aus und nahmen die Männer zur genaueren Abklärungen mit auf die Dienststelle nach Piding. Dort stellte sich jedoch heraus, dass es sich bei sämtlichen Produkten, Bekleidung als auch Kosmetikartikel, um Fälschungen handelt.

Der Fahrer wurde daher wegen einem Verstoß gegen das Markengesetz angezeigt und die gefälschte Ware sichergestellt. Nachdem er einen hohen dreistelligen Eurobetrag als Sicherheit hinterlegt hatte, konnte er zusammen mit seinem Begleiter die Weiterreise antreten.

Betrüger mit falschem Führerschein


Zwei Brüder aus Mazedonien wurden Mittwochfrüh auf der A8 bei Anger einer zollrechtlichen Überprüfung unterzogen. Schmuggelware wurde nicht aufgefunden, allerdings lag gegen den 29-jährigen Beifahrer eine Fahndungsnotierung der Staatsanwaltschaft Stuttgart vor.

Der Mann hatte nach derzeitigen Ermittlungsstand zur Weihnachtszeit 2015 mit einer nicht gedeckten EC-Karte in einem Schuhgeschäft eingekauft und sich um die Bezahlung der Waren nicht weiter gekümmert. Auf Vorladung zur Vernehmung reagierte er bislang ebenfalls nicht. Die weitere Sachbearbeitung wurde zuständigkeitshalber von der PI Fahndung Traunstein mit Sitz in Piding übernommen.

Zur eindeutigen Klärung seiner Identität legte der Mann auf der Dienststelle noch seinen mazedonischen Führerschein vor. Bei dessen Überprüfung entging den Beamten jedoch nicht, dass es sich hierbei um ein Falschdokument handelt.
Der Führerschein wurde sichergestellt und neben der Betrugsanzeige erwarten den gelernten Schweißer, der zwischenzeitlich in Italien lebt, nun auch noch eine Anzeige wegen Urkundenfälschung.

In Absprache mit der Staatsanwaltschaft wurde er nach seiner Vernehmung und Benennung eines Zustellungsbevollmächtigten entlassen. Zusammen mit seinem Bruder, der im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war, konnte er die Weiterreise fortsetzen.

Schleierfahnder erwischen kriminelles Duo


Nur kurze Zeit währte die Freude der Insassen eines Mietfahrzeugs nach der zunächst gelungenen Einreise über den Autobahngrenzübergang. Eine Streife der Schleierfahndung stoppte das - wie sich herausstellte - hoch kriminelle Duo nur wenige Kilometer später an der Anschlussstelle Anger-Nord. Der Fahrer ein 37-jähriger Deutscher mit Migrationshintergrund und sein Beifahrer, ein Libanese im Alter von 38 Jahren, zeigten sich bei der Kontrolle ausweislos. Trotz falscher Namensangabe des Fahrers konnten die erfahrenen Beamten anhand des Fingerabdruckschnellabgleichs „Licht ins Dunkel“ bringen. Die festgestellten Delikte, u.a. die unerlaubte Einreise des Beifahrers, sowie der unbefugte Gebrauchs des Opel Corsa und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis durch den Deutsch-Türken reichte der Staatsanwaltschaft Traunstein um beim zuständigen Ermittlungsrichter für beide Männer Haftbefehle zu erwirken.

Am späten Mittwochnachmittag fiel einer zivilen Streife der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein ein mit zwei jungen Männern besetzter weißer Kleinwagen mit deutscher Zulassung auf der A 8 auf Höhe von Piding auf. Nachdem es den Fahndern gelang den Opel an der Ausfahrt Anger zu stoppen, begannen lange arbeitsintensive Ermittlungen. Da beide Männer keine Ausweisdokumente mitführten, wurden sie - mitsamt dem Pkw - zur Klärung des Sachverhalts zur Dienststelle nach Urwies verbracht.

Es stellte sich heraus, dass der im Bundesgebiet registrierte Beifahrer derzeit weder über einen erforderlichen Reisepass noch über einen gültigen Aufenthaltstitel verfügte. Vielmehr bereitet die zuständige Ausländerbehörde gegen den wegen zahlreicher Eigentums- und Körperverletzungsdelikten erheblich in Erscheinung getretenen Libanesen ein Ausweisungsverfahren vor. Aus diesem Grund war ihm auch sein Reisepass einbehalten worden. Da er sich nachweislich unerlaubt mit seinem Kompagnon in Österreich aufhielt, wurde er wegen illegaler Wiedereinreise angezeigt.
Sein Chauffeur, der bei der ersten Befragung falsche Personalien angab - inklusive der „Geschichte vom verlorenen Personalausweis und Führerschein“, musste sich wegen Beihilfe verantworten. Nach erfolgter zweifelsfreier Identitätsfeststellung bestätigte ein Vermerk des Kraftfahrbundesamt im Polizeicomputer, dass der gebürtige Gelsenkirchener keine Fahrerlaubnis besitzt. Eigenen Angaben zufolge hatte er noch nie einen Führerschein. Im Gegensatz dazu, fand sich wenig später sein „abgängiger“ deutscher Personalausweis im Handschuhfach. Da sich bei dem nicht minder polizeilich vorbelasteten Mann konkrete Hinweise auf Konsum von Cannabis und Kokain ergaben, folgte nach dem Drogenvortest noch eine Blutentnahme im Krankenhaus.

Zu guter Letzt kümmerten sich die Fahnder dann noch um den angemieteten Opel. Ohne Mietvertrag bzw. vertraglicher Berechtigung zu Nutzung stellte der von den Fahndern kontaktierte Vertreter der Mietwagenfirma Strafantrag wegen unbefugten Gebrauchs. Was wiederum zur Sicherstellung des Corsa führte.

Zu später Stunde folgte ein längeres Gespräch mit dem zuständigen Journaldienst der Staatsanwaltschaft Traunstein in dem die Beamten das vorläufige Ermittlungsergebnis präsentierten. Negativ wirkte sich dabei für den ertappten Fahrer auch aus, dass er derzeit keinen festen Wohnsitz nachweisen konnte und aufgrund seiner erheblichen Vorstrafen wegen Bandendiebstahls unter Führungsaufsicht steht. Weitere Telefonate folgten am Donnerstagmorgen, sodass schließlich beide Beschuldigte dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Laufen vorgeführt und im Anschluss in die nächste Haftanstalt eingeliefert wurden.

Aufgrund der unklaren bzw. unglaubwürdigen Aussagen der Beteiligten zur Dauer und Zweck ihres Aufenthalts in Österreich, knüpften die mit der umfangreichen Sachbearbeitung betraute Ermittlungsgruppe der PI Fahndung bereits Kontakte zu den Kollegen in Österreich.

Berchtesgaden & Ramsau


Geschwindigkeitskontrolle B305


Am Montag, 06.11.17 wurden in Zusammenarbeit mit der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt.

Kontrollort: Berchtesgaden, B 305, Höhe Hotel Seimler, Fahrtrichtung Marktschellenberg, zulässige Höchstgeschwindigkeit 70 km/h (von 09.30-12.35 Uhr)

Von 815 gemessenen Fahrzeugen mussten nur drei Fahrzeuglenker verwarnt werden.

Noch besser war die Verkehrsmoral am Morgen in Ramsau, B 305, in Fahrtrichtung Berchtesgaden, zulässige Höchstgeschwindigkeit 70 km/h. Hier musste im Zeitraum von 07.40 -08.55 Uhr kein Fahrzeugführer verwarnt oder angezeigt werden, da alle im zulässigen Toleranzbereich unterwegs waren.

Fahrzeugkontrollen im Ortsgebiet


Am Donnerstagabend führten Beamte der Polizei Berchtesgaden eine Verkehrskontrolle in Berchtesgaden durch. Schwerpunkt der Kontrolle war die Funktionstüchtigkeit der Fahrzeugbeleuchtung.

Innerhalb der Kontrollzeit konnte an einem Pkw ein defekter Frontscheinwerfer festgestellt werden. Die Fahrzeugführerin muss nun innerhalb der nächsten Tage die Reparatur vornehmen lassen.
Bei einem 31-jährigen Berchtesgadener kam während der Kontrolle der Verdacht einer Alkoholisierung auf. Ein anschließender Alko-Test brachte einen Wert über der gesetzlichen Grenze hervor. Aufgrund dessen erfolgte eine Blutentnahme und die Sicherstellung des Führerscheins.

Bad Reichenhall


Am 07.11.17 führte die Polizei am Donnerstag ein Schulwegtraining für die erste Klasse der Grundschule Karlstein durch. Inhalt des Trainings war das richtige Verhalten der Kinder an Querungshilfen wie z.B. „Zebrastreifen“ und Ampeln (siehe Bild).
Hierbei war es den Beamten wichtig zu vermitteln, dass solche Querungshilfen keine absolute Sicherheit garantieren. Vielmehr kommt es darauf an, wachsam zu sein und den Verkehr auf der Straße im Auge zu behalten. Hinzu kommt auch, dass ein zügiges Queren der Straße wichtig ist, da ein zwischenzeitliches Umschalten der Ampel auf „rot“ die Kinder verunsichert. In dem Zusammenhang wird auch demnächst mit den Fachbehörden u.a. eine Verlängerung der Grünphase für Fußgänger an der Ampel in Karlstein (St2101) geprüft.
Als „Hausaufgabe“ wurde den Kindern aufgetragen, das Gelernte zu Hause mit den Eltern zu festigten. An die Eltern appellieren die Beamten, die Kinder zur Selbstständigkeit zu erziehen und Entscheidungen im Straßenverkehr den Kindern nicht abzunehmen. Begleitpersonen sollten als Unterstützung im Hintergrund bleiben.

Freilassing


Falschparkende und überladene Lkw


Am Freitag, 10.11.17, Vormittags überwachte die Polizei Freilassing im Gewerbegebiet an der Traunsteiner Straße die dortige Parkmoral insbesondere der dort oft verbotswidrig abgestellten Lkw. Insgesamt wurden sieben Lkw-Fahrer bzgl. eines Parkverstoßes beanstandet.

Ein 43-jähriger Grieche weckte besonders das Interesse der Beamten, da er behindernd vor einer Firmenzufahrt mit seinem Sattelzug parkte. Bei der weiteren Kontrolle erhärtete sich der Verdacht, dass der Lkw überladen war. Der Mann hatte den Auftrag Waren von Deutschland nach Griechenland zu transportieren.
Auf dem Weg zur Verwiegung war der Mann so „schlau“, dass er während der Fahrt mit seinem Chef telefonierte. Der Verdacht der Beamten bestätigte sich schließlich, da der Sattelzug um fast 9 Prozent überladen war. Die Weiterfahrt wurde unterbunden und eine Teilabladung auf einen anderen Lkw angeordnet.

Der Fahrer musste eine Sicherheitsleistung von knapp 200 Euro bezahlen, gegen die Spedition in Griechenland wird ebenfalls ermittelt, da sich diese gegenüber der Konkurrenz einen wirtschaftlichen Vorteil verschafft hat.

Sicherheitswacht stellt Rollerfahrer ohne Führerschein


Am Freitag, 10.11. gegen 18:00 Uhr, fiel der Sicherheitswacht Freilassing ein junger Mann auf, welcher mit seinem Roller verbotenerweise die Fußgängerzone in Freilassing befuhr. Als der junge Bursche anhielt wurde er darauf hingewiesen, dass das Befahren der Fußgängerzone nicht erlaubt sei. Einen Ausweis konnte oder wollte der Jugendliche nicht vorzeigen, stattdessen flüchtete er auf seinem Roller. Sein Pech, dass die Sicherheitswacht das Kennzeichen seines Gefährts längst notiert hatte. Nachdem die Sache der Polizei Freilassing übergeben wurde, konnten der Fahrer und vermutlich auch der Grund seiner Flucht schnell ermittelt werden. Der 16 jährige Freilassinger besitzt lediglich eine Mofaprüfbescheinigung. Für den „Roller“, bei welchem es sich um ein Kleinkraftrad handelte, hätte der junge Mann aber mindestens die Fahrerlaubnisklasse AM benötigt. Deshalb wurde er wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis angezeigt. Außerdem muss er mit einer Mitteilung des Vorfalls an die Führerscheinstelle rechnen.

Piding


Am Sonntagabend fiel den Schleierfahndern der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein ein getunter Pkw Mercedes auf, der flott in Richtung Salzburg unterwegs war. Wie sich herausstellte, wurde der Pkw von einem 39-jährigen in Deutschland lebenden Kroaten gelenkt. Laut eigener Angaben befand er sich gerade auf der Fahrt in sein Heimatland.

Bei der Kontrolle an der Rastanlage Piding händigte der Fahrer vorschriftsmäßig seinen kroatischen Pass sowie seinen kroatischen Führerschein an die Beamten aus. Ein kurzer Blick auf den Führerschein genügte den Fahndern jedoch, um diesen als Fälschung zu erkennen. Die weitere Heimreise des Mannes war somit abrupt beendet.

Der Kroate wurde auf die Dienststelle in Piding verbracht und wegen Urkundenfälschung und Fahren ohne Fahrerlaubnis zur Anzeige gebracht. Im Anschluss ließ er sich von einem Bekannten abholen und konnte die Weiterreise vom Beifahrersitz aus genießen.

red/Pressemitteilungen Polizei Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing, Fahndung Traunstein
Bilder © Polizei Fahndung Traunstein & Bad Reichenhall
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