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Aufwendiger Rettungseinatz für zwei erschöpfte und durchnässte Bergsteiger in der Watzmann-OstwandAKTUALISIERT

Aktuell sind 16 Bergretter im Einsatz: Junge Männer biwakieren an Bohrhaken an der Rampe und werden gegen 4 Uhr von Regen und Sturzbächen überrascht.

ERSTMELDUNG


Seit den frühen Morgenstunden läuft ein aufwendiger Bergrettungseinsatz für zwei durchnässte und völlig erschöpfte junge Männer in der Watzmann-Ostwand. Die Bergsteiger waren am Samstagmorgen um 5 Uhr bei guten Wetterverhältnissen über den Berchtesgadener Weg aufgebrochen und hatten dann, als es dunkel wurde, gesichert an einem Bohrhaken im Bereich der Rampe am Weg in rund 1.850 Metern Höhe biwakiert. Gegen Mitternacht zog es dann wie angekündigt zu, wobei es gegen 4 Uhr zu regnen anfing und Sturzbäche mit Steinschlag über die Wand herabkamen, weshalb die Männer einen Notruf absetzten.

Wegen der dichten Wolken war während der Nacht und auch am frühen Morgen kein Rettungsflug möglich, weshalb die BRK-Wasserwacht zwischen 7.10 und 10.30 Uhr die Einsatzkräfte samt Ausrüstung mit ihrem Rettungsboot im Pendelverkehr von der Seelände zur Halbinsel Sankt Bartholomä brachte, darunter auch ein All-Terrain-Vehicle (ATV), mit dem die Retter sehr weit über den Weg bis zur Eiskapelle nach oben fahren können. Aktuell sind drei Trupps mit insgesamt 16 Bergrettern in der Ostwand unterwegs, darunter auch der Berchtesgadener Bergwacht-Notarzt. Der Voraustrupp traf um kurz nach 11.30 Uhr bei den beiden frierenden und erschöpften Männern ein, übernahm die medizinische Erstversorgung und begann mit dem langsamen Abstieg. Aufgrund der Sturzbäche und wegen des Zustands der Bergsteiger müssen die Einsatzkräfte neben den Kletterstellen auch das Gehgelände nahezu komplett versichern, was sich sehr zeitaufwendig gestaltet.

Aktuell (13.30 Uhr) werden die beiden jungen Männer an der Wasserfallplatte per Seil abgelassen; die weiteren Trupps versichern das Gelände bis hinab ins Schuttkar, wobei der dichte Nebel und die Steinschlag-Gefahr den Einsatz erschweren. Eine vierte Mannschaft der gegen 12.20 Uhr nachgeforderten Bergwacht Ramsau steht mit zusätzlicher Ausrüstung in Bereitschaft, um die Berchtesgadener Bergretter zu unterstützen – je nachdem, wie aufwendig der weitere Weg nach unten wird. Basierend auf den aktuellen Wetterprognosen rechnen die Einsatzkräfte nicht vor dem späten Nachmittag damit, dass die Wolken eventuell so weit aufreißen, dass ein Rettungsflug möglich wird, weshalb die beiden Männer weiter bodengebunden nach unten gebracht werden.

Nachtrag 17:30 Uhr


Mittlerweile sind alle 26 Bergretter aus Berchtesgaden und Ramsau und die beiden Geretteten aus der Wand und befinden sich im Abstieg über die Eiskapelle nach Sankt Bartholomä, von wo aus sie im Pendelverkehr mit dem Rettungsboot der BRK-Wasserwacht zur Seelände zurückgebracht werden. Die letzten Einsatzkräfte werden voraussichtlich gegen 18.30 Uhr am Seeufer eintreffen und abgeholt. Die beiden 36, beziehungsweise 37 Jahre alten geretteten Bergsteiger sind in einer den Umständen entsprechend relativ guten Verfassung. Aufgrund des andauernden feinen Sprühregens während des rund zwölfstündigen Rettungseinsatzes sind alle Beteiligten klitschnass. Weitere zwei Trupps der gegen 12.30 Uhr nachgeforderten Bergwacht Ramsau hatten die Berchtesgadener Bergretter mit insgesamt zehn Einsatzkräften unterstützt und nahezu das komplette Gelände bis ins Schuttkar mit insgesamt mehreren hundert Metern Seil versichert. Ein Rettungsflug wäre zu keiner Zeit möglich gewesen, da die Nebeluntergrenze unverändert über Stunden hinweg auf Höhe der Eiskapelle festhing und in der Wand Sichtweiten von nur wenigen Metern vorherrschten.

Schlussmeldung


Insgesamt 26 Bergretter aus Berchtesgaden und Ramsau waren am Sonntag bei widrigen Wetterverhältnissen mit Dauerregen und Nebel rund zwölf Stunden lang gefordert, um zwei durchnässte und völlig erschöpfte Männer aus der Watzmann-Ostwand zu retten. Die 36, beziehungsweise 37 Jahre alten Bergsteiger waren am Samstagmorgen um 5 Uhr bei guten Wetterverhältnissen über den Berchtesgadener Weg aufgebrochen und hatten dann, als es dunkel wurde, gesichert an einem Bohrhaken im Bereich der Rampe am Weg in rund 1.850 Metern Höhe biwakiert. Gegen Mitternacht zog es dann wie angekündigt zu, wobei es gegen 4 Uhr zu regnen anfing und Sturzbäche mit Steinschlag über die Wand herabkamen, weshalb die Männer einen Notruf absetzten.

Wegen der dichten Wolken war während der Nacht und auch am frühen Morgen kein Rettungsflug möglich, weshalb die BRK-Wasserwacht zwischen 7.10 und 10.30 Uhr die Einsatzkräfte samt Ausrüstung mit ihrem Rettungsboot im Pendelverkehr von der Seelände zur Halbinsel Sankt Bartholomä brachte, darunter auch ein All-Terrain-Vehicle (ATV), mit dem die Retter sehr weit über den Weg bis zur Eiskapelle nach oben fahren können. Bis Mittag waren drei Trupps mit insgesamt 16 Bergrettern in der Ostwand unterwegs, darunter auch der Berchtesgadener Bergwacht-Notarzt. Der Voraustrupp traf um kurz nach 11.30 Uhr bei den beiden frierenden und erschöpften Männern ein, übernahm die medizinische Erstversorgung und begann mit dem langsamen Abstieg. Aufgrund der Sturzbäche und wegen des Zustands der Bergsteiger mussten die Einsatzkräfte neben den Kletterstellen auch das Gehgelände nahezu komplett versichern, was sich sehr zeitaufwendig gestaltete

Gegen 13.30 Uhr wurden die beiden Männer an der Wasserfallplatte per Seil abgelassen; weitere zwei Trupps der gegen 12.20 Uhr nachgeforderten Bergwacht Ramsau hatten die Berchtesgadener Bergretter mit insgesamt zehn Einsatzkräften unterstützt und nahezu das komplette Gelände bis hinab ins Schuttkar mit insgesamt mehreren hundert Metern Seil versichert, wobei der dichte Nebel und die Steinschlag-Gefahr den Einsatz erschwerten. Ein Rettungsflug wäre zu keiner Zeit möglich gewesen, da die Nebeluntergrenze unverändert über Stunden hinweg auf Höhe der Eiskapelle festhing und in der Wand Sichtweiten von nur wenigen Metern vorherrschten.

Gegen 17.30 Uhr waren alle 26 Bergretter aus Berchtesgaden und Ramsau und die beiden Geretteten aus der Wand und befanden sich im Abstieg über die Eiskapelle nach Sankt Bartholomä, von wo aus sie im Pendelverkehr mit dem Rettungsboot der BRK-Wasserwacht zur Seelände zurückgebracht wurden. Die letzten Einsatzkräfte trafen gegen 18.30 Uhr am Seeufer ein. Die beiden 36, beziehungsweise 37 Jahre alten geretteten Bergsteiger sind in einer den Umständen entsprechend relativ guten Verfassung. Aufgrund des andauernden feinen Sprühregens während des rund zwölfstündigen Rettungseinsatzes waren alle Beteiligten klitschnass. Die BRK-Wasserwacht war mit insgesamt sechs Einsatzkräften im Schichtdienst den ganzen Tag über von kurz nach 7 Uhr bis 19.45 Uhr gefordert und brachte mit neun Bootsfahrten Retter uns Ausrüstung nach Sankt Bartholomä und wieder zurück zur Seelände.

red/Pressemitteilungen BRK BGL
Bilder © Bergwacht Berchtesgaden
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