Der zwar leere aber noch nicht gereinigte Lkw war teilweise mit 23km/h zu schnell unterwegs.
Ein aufmerksamer Verkehrsteilnehmer teilte am Dienstagabend über Notruf einen Gefahrgutsattelzug auf der B20 im Bereich Laufen mit, welcher die zulässige Höchstgeschwindigkeit offenbar erheblich überschritt. Im Gemeindegebiet Fridolfing bemerkte eine Streife der Polizeiinspektion Laufen den gemeldeten Sattelzug und konnte vor der Anhaltung den Verdacht des Mitteilers bestätigen. Daraufhin wurde ein Gefahrgutbeauftragter der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein zur weiteren Bearbeitung hinzugezogen. Es wurde festgestellt, dass der zum Transport des Edelgases Argon konzipierte Auflieger zwar leer, aber nicht gereinigt war und somit als Gefahrguttransport einzustufen war. Gefahrgutrechtlich war lediglich ein nicht sicherheitsrelevanter Verstoß über mitzuführende Unterlagen zu beanstanden, welcher noch vor Ort behoben werden konnte.
Weitaus gravierendere Verstöße kamen zu Tage, nachdem das digitale Kontrollgerät des Fahrzeugs überprüft wurde. Auf den knapp 20 Kilometern seit dem Grenzübertritt bei Freilassing bis zur Anhaltung wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h mehrfach um bis zu 28 km/h überschritten. Auf den slowenischen Berufskraftfahrer kommt ein Bußgeld in hohem dreistelligen Bereich sowie ein einmonatiges Fahrverbot im Bundesgebiet zu.
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