Urlauber-Ehepaar aus Sachsen-Anhalt fährt mit Skoda vom Seemösl-Parkplatz auf die Staatsstraße ein und übersieht vom Antoniberg kommenden Nissan mit vier Urlaubern aus Thüringen. Nachtrag: Polizeibericht
Am Dienstagnachmittag gegen 13.40 Uhr hat sich auf der Staatsstraße 2101 auf Höhe des Thumsee-Seemösls ein Verkehrsunfall mit zwei Autos ereignet, bei dem nach erster Einschätzung alle sechs Beteiligten verletzt wurden, eine 55-jährige Frau sogar schwerer. Ein Urlauber-Ehepaar aus Sachsen-Anhalt wollte mit einem roten Skoda offenbar vom dortigen Parkplatz am Seerosen-Teich in die Staatsstraße einbiegen, wobei der Mann einen vom Antoniberg kommenden roten Nissan übersah, der mit zwei Urlauber-Ehepaaren aus Thüringen besetzt war. Der 59-jährige Nissan-Fahrer konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern und prallte frontal auf Höhe der Rücksitzbank in die linke Fahrzeugseite des Skoda.
Das Rote Kreuz war mit zwei Rettungswagen und der Reichenhaller Notärztin im Einsatz, versorgte die Verletzten und brachte alle vier Insassen aus dem Nissan, zwei 59-jährige Männer und zwei 55- und 58-jährige Frauen zur weiteren Behandlung in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Das nach erster Einschätzung ebenfalls leicht verletzte Ehepaar im Skoda wollte nicht mit ins Krankenhaus. Die Freiwillige Feuerwehr Bad Reichenhall und der Löschzug Karlstein sicherten die dicht befahrende Unfallstelle ab, regelten den Verkehr, reinigten die Fahrbahn und stellten den Brandschutz sicher. Die Staatsstraße war während der Rettungsarbeiten rund eine halbe Stunde komplett blockiert und danach nur einseitig befahrbar, bis die Autos abgeschleppt waren, wodurch sich der restliche Verkehr zeitweise bis nach Karlstein und bis zum Antonibergtunnel zurück staute. Beamte der Reichenhaller Polizei nahmen den genauen Hergang auf.
Das Rote Kreuz bittet aus aktuellem Anlass alle Verkehrsteilnehmer am Naherholungsgebiet Thumsee um besondere Vorsicht und Rücksicht: Die Staatsstraße 2101 als Durchgangsroute durch das so genannte Kleine Deutsche Eck in den Salzburger Pinzgau ist generell sehr stark befahren. An heißen Sommertagen entstehen rasch unübersichtliche Situationen: Sehr viele Fußgänger überqueren die Fahrbahn, um zu den Badeplätzen zu gelangen, Autos fahren von den Parkplätzen auf die Staatsstraße ein, Rad- und Motorradfahrer sind unterwegs und werden relativ leicht übersehen. „Auch wenn es pressiert, sollten alle Verkehrsteilnehmer im Abschnitt zwischen Antoniberg und Karlstein besonders aufmerksam und stets bremsbereit sein und die Geschwindigkeitsbeschränkung von 60 Kilometern pro Stunde unbedingt einhalten, damit niemand verletzt wird!“, warnt BRK-Pressesprecher Markus Leitner.
Am Dienstagmittag fuhr ein 68-jähriger Urlauber aus Sachsen-Anhalt mit seinem Pkw aus dem Thumseeparkplatz am Seemösl. Er übersah dabei den Wagen eines 58-jährigen Urlaubers aus Norddeutschland, welcher auf der Staatsstraße gerade Richtung Bad Reichenhall unterwegs war. Der Mann aus Sachsen-Anhalt fuhr so knapp vor dem anderen Wagen in die Straße ein, dass dieser nicht mehr bremsen konnte. Der Wagen des Urlaubers aus Norddeutschland erfasste dann den Wagen des Sachsen so heftig, dass dieser an den rechten Fahrbahnrand geschleudert wurde.
Der Unfallverursacher aus Sachsen-Anhalt, so wie seine Beifahrerin blieben unverletzt. Jedoch erlitten der Fahrer aus Norddeutschland, sowie zwei seiner Mitfahrer Verletzungen durch den Unfall. Sie mussten alle drei mit dem BRK in das Krankenhaus Bad Reichenhall eingeliefert werden. Beide am Unfall beteiligten Fahrzeuge erlitten einen Totalschaden. Sie mussten abgeschleppt werden. Insgesamt ist bei dem Unfall Sachschaden von ca. 25.000 Euro entstanden. Die Feuerwehr Bad Reichenhall war zur Unterstützung bei der Unfallaufnahme anwesend. Die Staatsstraße zum Thumsee war wegen der Unfallaufnahme kurzfristig total gesperrt.
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