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62-jähriger Urlauber aus Koblenz stirbt nach der Bergmesse am Predigtstuhl

Weitere Einsätze: 45-jährige Bergsteigerin aus Bremen stürzte rund eine Stunde zuvor an der Watzmann-Südspitze rund 30 bis 40 Meter ab. Am Samstag benötigte eine gestürzte 51-jährige Berlinerin mit einer Armverletzung medizinische Hilfe.

Ein 62-jähriger Urlauber aus Koblenz ist am Sonntagnachmittag nach der Bergmesse am Predigtstuhl verstorben. Der Mann war am Weg zwischen der Seilbahn-Bergstation und der Schlegelmuldenhütte an der Teisendorfer DAV-Hütte bewusstlos zusammengebrochen. Ersthelfer, darunter zwei Bergwachtmänner und der als Sanitäter ausgebildete Teisendorfer Pfarrer fingen sofort mit Wiederbelebungsversuchen an und forderten gegen 14.15 Uhr über die Leitstelle Traunstein weitere Hilfe an.

Die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ traf wenige Minuten später ein, landete in der Nähe der Einsatzstelle und setzte die Wiederbelebungsversuche zusammen mit der Bergwacht fort, wobei die Retter nach rund einer dreiviertel Stunde aufgeben mussten. Die Bergwachten Bad Reichenhall, Freilassing und Teisendorf-Anger waren mit zehn Einsatzkräften unterwegs und brachten den Toten nach Freigabe durch einen Polizeibergführer zur Bergstation und dann mit der Seilbahn ins Tal, wo der Bergwacht-Notarzt die Leichenschau durchführte. Zwei Berater des Kriseninterventionsdienstes (KID) der Bergwacht kümmerten sich im Berghotel um die betroffenen Angehörigen des Verstorbenen.

Rund eine Stunde zuvor war ein Notruf aus rund 2.600 Metern Höhe von der Watzmann-Südspitze eingegangen, wo eine 45-jährige Frau aus Bremen nach der Grat-Überschreitung beim Abstieg in Richtung Wimbachgries rund 30 bis 40 Meter durch schrofiges Gelände und über kleine Absätze abgestürzt war und dann auf einem Felsband liegen blieb. Ihre drei Begleiter leisteten der ansprechbaren, aber nach erster Einschätzung unter anderem schwer am Kopf verletzten Frau Erste Hilfe. Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ schaffte es trotz umherziehender Wolken mit schlechten Sichtflugbedingungen, mehrere Einsatzkräfte, darunter den Ramsauer Bergwacht-Notarzt im Schwebeflug am Grat abzusetzen, die dann über die Südspitze zu der Verunfallten abstiegen und die medizinische Erstversorgung übernahmen.

Aufgrund der ständig umherziehenden Wolken scheiterten dann mehrere Versuche, die Einsatzstelle direkt anzufliegen und die Frau mit dem Tau abzuholen, weshalb der Pilot durch kurze Lücken im Nebel weitere Bergwachtmänner mit umfangreichem Material so nah wie möglich am Einsatzort absetzte. Sie lagerten die Frau in die Gebirgstrage um und fingen an, sie in Richtung Goldbründl nach unten abzutransportieren. Nach längerer Wartezeit gelang es „Christoph 14“ dann in einem günstigen Moment, den Bergwacht-Notarzt zusammen mit der Patientin per Tau aufzunehmen und ins Tal zu fliegen. Von dort aus wurde sie per Hubschrauber ins Klinikum Traunstein eingeliefert. Die insgesamt sechs verbliebenen Bergwachtmänner und die drei Begleiter der Verunfallten holte die nachgeforderte Besatzung des Münchner Polizeihubschraubers „Edelweiß 1“ ab und flog sie ins Tal. Der aufwendige Einsatz dauerte bis 19 Uhr.

Bereits am Samstagabend gegen 18.15 Uhr musste die Bergwacht Ramsau auf den Weg zur Hochalm ausrücken, wo eine gestürzte 51-jährige Berlinerin mit einer Armverletzung medizinische Hilfe brauchte. Die Einsatzkräfte fuhren per Geländefahrzeug so nah wie möglich in Richtung der Unfallstelle, stiegen weiter zu Fuß auf, versorgten die Frau notärztlich und brachten sie anschließend talwärts zur Pfeiffenmacherbrücke. Eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes lieferte sie dann von dort aus in die Kreisklinik Bad Reichenhall ein.

red/Pressemitteilung BRK BGL

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