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71-jähriger Bergsteiger stirbt durch internistischen Notfall oberhalb der Toni-Lenz-Hütte am Untersberg

Wiederbelebungsversuche erfolglos: Mann aus Nordrhein-Westfalen bricht bewusstlos zusammen und kugelt 30 Meter über Bergwiese hinab. Außerdem wieder zahlreiche weitere Bergwachteinsätze.

Ein 71-jähriger Bergwanderer aus Nordrhein-Westfalen ist am Sonntagnachmittag gegen 13.50 Uhr am Weg oberhalb der Toni-Lenz-Hütte bewusstlos zusammengebrochen und regungslos rund 30 Meter tief über eine Wiese hinunter gekugelt, wo er tot liegen blieb. Wiederbelebungsversuche von Ersthelfern und Einsatzkräften der Bergwacht Marktschellenberg und des Teams vom Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ blieben erfolglos.

Eine Wandergruppe aus Nordrhein-Westfalen war am Sonntagnachmittag vom Eishöhlen-Parkplatz an der B305 zur Toni-Lenz-Hütte hochgestiegen und wollte dann weiter zur Eishöhle am Untersberg gehen. Rund zehn Gehminuten nach der Toni-Lenz-Hütte brach ein 71-jähriger ehemaliger Sportlehrer unvermittelt zusammen und rollte bewusstlos rund 30 Meter über eine steile Bergwiese hinab. Teilnehmer der Wandergruppe, darunter auch der Hausarzt des Mannes, stiegen zu dem Verunglückten ab und versuchten ihn wiederzubeleben.

Die Leitstelle Traunstein schickte sofort den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ und die Bergwacht Marktschellenberg los, wobei der Pilot zunächst die Notärztin samt Ausrüstung und dann drei Bergretter am Landeplatz an der Hütte abgesetzte, die zum Patienten aufstiegen und die Wiederbelebungsversuche fortsetzten. Der Verstorbene musste im Anschluss von der Bergwacht geborgen und mit dem nachgeforderten Polizeihubschrauber „Edelweiß 5“ ins Tal geflogen werden. Ein Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) nahm die Ermittlungen auf, die aber eingestellt wurden, da der Mann auf natürliche Weise offenbar aufgrund der internistischen Erkrankung und nicht durch den Absturz ums Leben gekommen war.



Ein ähnlicher Einsatz, der aber gut ausging, ereignete sich rund eineinhalb Stunden später in Piding: Gegen 15.15 Uhr ging ein Notruf für die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger ein, da eine 39-jährige Frau aus Aufham auf dem Wanderweg zwischen der Kneippanlage am Schloss Staufeneck und Aufham wegen einer akuten internistischen Erkrankung plötzlich zusammengebrochen war. Die Einsatzkräfte fuhren per Geländefahrzeug so nah wie möglich an den Einsatzort heran und gingen dann zu Fuß weiter. Der Reichenhaller Bergwacht-Notarzt versorgte die Frau, die dann per Gebirgstrage zum Bergwacht-Rettungsfahrzeug gebracht und im Tal an den Landrettungsdienst des Roten Kreuzes übergeben wurde, der die Frau in die Kreisklinik Bad Reichenhall einlieferte.

Am Sonntagabend gegen 18 Uhr wurde die Bergwacht Berchtesgaden für verstiegene Wanderer zwischen Riemannhaus und Kärlingerhaus alarmiert, die den richtigen Weg nicht mehr fanden. Obwohl bereits ein Hubschrauber angefordert war, löste sich der Einsatz nach rund einer halben Stunde in Wohlgefallen auf, da die in Bergnot Geratenen einen Bergsteiger sahen, der ihnen weiterhelfen konnte und sie auf den Weg zurückführte.

Am frühen Sonntagmorgen gegen 0.20 Uhr musste der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes nach Maria Gern ausrücken, wo ein akut intern erkranktes 16-jähriges Mädchen in einer Hütte medizinische Hilfe brauchte. Die Jugendliche wurde notärztlich versorgt und von der nachgeforderten Bergwacht Berchtesgaden per Gebirgstrage durch unwegsames Gelände zum Rettungswagen gebracht und dann in die Kreisklinik Berchtesgaden eingeliefert.

Am Freitagabend gegen 22.30 Uhr ging ein Notruf wegen vermeintlicher Lichtzeichen am Göll-Schustersteig ein, die sich bei Kontrolle durch die Bergwacht Berchtesgaden per Nachtsichtgerät dann als Bergsteiger entpuppten, die mit Stirnlampen im Abstieg waren.

Am Freitagabend gegen 17.45 Uhr kam eine vierköpfige Familie in der Sommerhitze zwischen dem Trischübel und der Sigeretplatte an ihre Grenzen. Nach Rücksprache mit der zuständigen Bergwacht Berchtesgaden legten die Wanderer eine Pause ein und stiegen dann langsam in Richtung Königssee ab, den sie mit letzter Kraft erreichten. Die BRK-Wasserwacht holte sie gegen 21 Uhr mit dem Rettungsboot in St. Bartholomä ab, da schon lange das letzte Kursboot abgefahren war.

Am Freitag kurz nach 16.30 Uhr ging ein Notruf aus dem Ofental (Hochkalter) ein, wo ein erschöpfter und intern erkrankter Bergsteiger im Abstieg nicht mehr weiterkam. Die Bergwacht Ramsau fuhr per All-Terrain-Vehicle (ATV) in Richtung der Einsatzstelle und brachte den Mann ins Tal, wo er ärztlich untersucht wurde.

Am Freitagnachmittag gegen 12.20 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden zum Schneibstein ausrücken, wo am Weg zwischen Stahlhaus und Gipfel ein Bergsteiger mit einer Fraktur Hilfe brauchte. Die Bergwacht Berchtesgaden fuhr per Geländefahrzeug an, der Bergsteiger wurde durch die Berchtesgadener Bergwacht-Notärztin versorgt und vom Notarzthubschrauber „Martin 1“ per Tau ausgeflogen. Gegen 12.45 Uhr ging ein weiterer Notruf von der Grünsteinhütte ein, wo ein Klettersteiggeher mit einer Sprunggelenksverletzung Hilfe brauchte. Eine zweite Mannschaft der Bergwacht Berchtesgaden fuhr an, der Patient verweigerte dann aber vor Ort die Behandlung.

Am späten Mittwochabend gegen 23 Uhr hatten sich zwei Leute im Gelände zwischen Gschirrkopf (Untersberg) und Rabensteinweg in der Dunkelheit verirrt. Die Bergwacht Berchtesgaden rückte aus, suchte die beiden und brachte sie sicher ins Tal.

red/Pressemitteilung BRK BGL
Bilder © BRK BGL
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