Wanderer war vermutlich irgendwo im Lattengebirge unterwegs – Auto am Bayerisch Gmainer Bergfriedhof gefunden.
Seit vergangenem Samstag (25. Juni 2016) wird der 70-jährige Salzburger Karl Thaler vermisst. Seine Lebensgefährtin hatte ihn als abgängig gemeldet, nachdem er zunächst mit seinem Auto in unbekannte Richtung weggefahren war, um eine Wanderung zu unternehmen. Von diesem Ausflug ist er allerdings nicht mehr zurückgekehrt. Am Samstag war unter Tags sehr heißes Sommerwetter, wobei dann am Nachmittag Gewitter mit anhaltendem Starkregen und Sturmböen einsetzte.
Durch Zufall wurde am Donnerstag von Waldarbeitern das Auto des Vermissten am Parkplatz des Bayerisch Gmainer Waldfriedhofs gefunden; von dem Mann fehlt allerdings jede Spur. Die Polizei leitete daraufhin eine groß angelegte Vermisstensuche in Zusammenarbeit mit der Bergwacht ein, die bis in die späten Abendstunden dauerte und am Freitagmorgen fortgesetzt wurde.
Bereits am Donnerstag waren daher neben den Beamten der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei 30 Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall, Teisendorf-Anger und Freilassing, die Suchhundestaffel der Bergwacht-Region Chiemgau, das Team des Technikbusses der Bergwacht-Region-Chiemgau stundenlang unterwegs. Sie wurden aus der Luft durch die Besatzung eines Polizeihubschraubers unterstützt, die das gesamte nordöstliche Lattengebirge abflog.
Die Fußmannschaften, darunter auch sechs Hunde, gingen sämtliche Steige ab, die vom so genannten Maisrundweg aus ins Lattengebirge führen: Entlang der Schluchten des Rötelbachs (Löwenschlucht), des Speikbachs und des Weißbachs, das Gebiet südlich der Schlafenden Hexe, im Alpgartental, am Dötzenkopf, auf den Spechtenköpfen, auf der Hochplatte, am Eichelberg, am Mitterberg und am Dreisesselberg sowie im Gebiet des Kesselbachs und des Waxriessteigs. Sie überprüften sämtliche Gipfelbücher, konnten aber keine Spur des 70-Jährigen finden.
Am Abend war noch die Suchhundestaffel des Malteser Hilfsdienstes (MHD) aus Dachau im Einsatz, die versuchte, den Vermissten mit so genannten Mantrailer-Hunden zu finden, die oft noch nach Tagen anhand von getragener Kleidung den Geruch von Vermissten aufnehmen und dann dem zurückgelegten Weg im Gelände folgen.
Seit Freitagmorgen ist neben der Polizei auch die Canyon-Rettungsgruppe von Berg- und Wasserwacht unterwegs, um vor allem die ohne Sicherung nicht erreichbaren Bachbette intensiv absuchen.
Karl Thaler ist 1,70 Meter groß und etwa 75 Kilo schwer, hat eine normale Statur, kurze graue Haare und blaue Augen. Er trägt vermutlich eine blaues Kurzarmhemd und eine blaue Short sowie grüne Wanderschuhe. Die Polizei bittet um Hinweise, wer den Vermissten seit vergangenem Samstag in diesem Bereich gesehen hat: +49 (0) 8651 970-0 oder jede andere Polizeidienststelle.
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