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Erneuter Bergunfall am Hochstaufen: Vor dem Reichenhaller Haus abgestürzt und tödlich am Kopf verletzt

Ersthelfer versuchen Verunfallten wiederzubeleben – Verstorbener wird per Polizeihubschrauber ins Tal geflogen.

Innerhalb von nur einer Woche hat sich am Hochstaufen ein weiterer tödlicher Bergunfall ereignet: Am späten Freitagabend kurz nach 23 Uhr ging ein Notruf für die Bergwacht vom Reichenhaller Haus ein, wo ein 65-jähriger Mann aus dem Landkreis Regen direkt vor der Hütte mehrere Meter tief abgestürzt war und so schwer am Kopf verletzt wurde, dass er bewusstlos liegen blieb und von Ersthelfern wiederbelebt werden musste.

Der zuständige Einsatzleiter der Reichenhaller Bergwacht gab den Ersthelfern per Handy Anweisungen, wie sie dem Verunfallten versorgen müssen und schickte per Geländefahrzeug ein Rettungsteam mit Bergwacht-Notarzt und Ausrüstung los, das über die Arzkasten zu Fuß aufstieg und nach rund einer Stunde am Unfallort eintraf. Gleichzeitig startete am Münchner Flughafen die Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß 3“ und brachte vom Landeplatz an der Polizeiinspektion Fahndung in Urwies aus weitere Einsatzkräfte und Material auf den Berg. Die Anflüge gestalteten sich aufgrund der ungünstigen Windverhältnisse am Berg besonders schwierig, weshalb zunächst immer nur ein Retter transportiert und am Berglandeplatz oberhalb des Hauses abgesetzt werden konnte. Die Freiwillige Feuerwehr Piding leuchtete die Wiese in Urwies für den Hubschrauber aus.

Der Bergwacht-Notarzt konnte vor Ort nur noch den Tod des Verunfallten feststellen, der noch in der Nacht in den Hubschrauber verladen und gegen 2 Uhr ins Tal geflogen wurde. Ein Bergführer der Polizei nahm den genauen Unfallhergang auf und ein Mitarbeiter des Kriseninterventionsdienstes (KID) der Bergwacht kümmerte sich in der Hütte um zwei betroffene Begleiter des Verstorbenen. Die Bergwacht Berchtesgaden musste den Hubschrauber für den Rückflug mit ihrem Kerosinanhänger wieder auftanken.

Wie die Untersuchungen durch den Polizeibergführer später ergaben, war der Mann wohl noch einmal nach draußen gegangen, unweit der Hütte abgerutscht, rund 15 Meter tief abgestürzt und hatte sich dabei schwerste Kopfverletzungen zugezogen. Trotzdem die Ersthelfer sofort mit Wiederbelebungsversuchen begannen, musste später ein Bergwacht-Notarzt den Tod feststellen.

red/Pressemitteilung BRK BGL/Pressemitteilung Polizei Oberbayern Süd
Bilder © Leitner BRK BGL
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