Bergwacht Ramsau rettet in der Nacht von Samstag auf Sonntag unverletzte Zweier-Seilschaft aus Felswand im Hochkalter-Massiv.
Am Samstagabend gegen 22.20 Uhr ging ein Notruf für die Bergwacht Ramsau vom Hochkalter ein, wo eine Zweier-Seilschaft in der Eisbärtour (V+) am Rotpalfen beim Abseilen in Bergnot geraten war und nicht mehr ohne fremde Hilfe aus der Wand kam. Die beiden hatten versehentlich eine Abseilstelle überfahren und saßen dann abseits der Route fest. Der Wirt der Blaueishütte traf bereits nach wenigen Minuten am Wandfuß ein und konnte Rufkontakt zu den Unverletzten herstellen. Ein Voraustrupp der Bergwacht Ramsau kam kurze Zeit später an der Einsatzstelle an; weitere Einsatzkräfte fuhren mit dem Rettungsfahrzeug an und brachten weiteres Material nach, wobei die Wirtsleute der Blaueishütte beim Transport unterstützten. Zwei Seilschaften stiegen bis zur dritten Seillänge in die Route ein, mussten Bohrhaken setzen und ein Seilgeländer bauen, um sich zu den Kletterern vorzuarbeiten und eine Verbindung zur Route herzustellen. Weitere Einsatzkräfte leuchteten die Wand mit Generator und Scheinwerfer aus. Die Bergwacht schaffte es schließlich, das frierende Duo bis zum Wandfuß abzuseilen, dort aufzuwärmen und schließlich zur Blaueishütte zurückzubringen. Da keine akute Lebensgefahr bestand verzichtete der Einsatzleiter auf einen nachtflugtauglichen Polizeihubschrauber, zumal die Sichtflugbedingungen in der steilen Felswand aufgrund immer wieder aufziehender Nebelschwaden eingeschränkt waren. Neun Bergretter waren bis 5 Uhr in der Früh die ganze Nacht über im Einsatz.
Am Samstag gegen 18.20 Uhr meldete sich eine Frau aus dem Ofental, die bei einsetzender Dunkelheit den Weg aus den Augen verloren hatte. Als bereits eine Rettungsmannschaft der Bergwacht Ramsau unterwegs war, rief die Bergsteigerin erneut in der Leitstelle an, da sie den Weg wieder gefunden hatte und keine Hilfe mehr brauchte. Bereits am Dienstag kurz nach 16 Uhr mussten „Christoph 14“ und die Bergwacht Ramsau einen Bergsteiger mit Bänderverletzung per Rettungstau aus der Steinberggasse auf der Südseite der Reiter Alpe retten. Der Verletzte wurde per Tau ausgeflogen und dann im Tal per Fahrzeug ins Krankenhaus gebracht.
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