Medizinische Versorgung, Verpflegung und Unterkunft: Flüchtlinge kommen zu Fuß am Freilassinger Bahnhof an. Zelte am ehemaligen Tankstellengelände und Feldbetten in Industriehalle aufgestellt.
Die BRK-Bereitschaften und der Malteser Hilfsdienst (MHD) sind seit Montagmittag im Einsatz, um sich um die vielen Flüchtlinge zu kümmern, die zu Fuß von Salzburg aus am Freilassinger Bahnhof ankommen. Die Ehrenamtlichen stellen die medizinische Versorgung, Verpflegung und Unterkunft sicher, wobei aktuell auf dem ehemaligen Tankstellengelände an der Reichenhaller Straße drei Zelte aufgebaut werden.
Drei Kinder mit schlechtem Allgmemeinzustand mussten vom Rettungsdienst des Roten Kreuzes ärztlich versorgt und in Kliniken gebracht werden. Aktuell sind die Sanitätseinsatzleitung (SanEL) mit Unterstützungsgruppe (UG-SanEL), der Reichenhaller Einsatzzug des MHD, der Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW), die BRK-Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) Behandlung und Transport, die BRK-SEG Betreuung, die BRK-SEG Verpflegung, die BRK-SEG Information und Kommunikation (IuK) und der Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort.
Die Feuerwehr Freilassing wurde nachgefordert, um Sandsäcke zur Zeltbefestigung anzuliefern.
Rund 70 Einsatzkräfte von Rotem Kreuz (BRK), Malteser Hilfsdienst (MHD), Technischem Hilfswerk (THW) und Freiwilliger Feuerwehr haben am Montagabend innerhalb weniger Stunden und ohne Vorlaufzeit in einer Freilassinger Industriehalle eine Flüchtlingsunterkunft mit rund 500 Feldbetten eingerichtet. „Wir mussten sehr rasch auf die vielen Menschen reagieren, die den ganzen Tag über zu Fuß und per Zug von Salzburg aus über die Grenze nach Deutschland gekommen waren und sind sehr froh, dass wir ein Gebäude nutzen können und nicht mit Zelten improvisieren mussten, die nur wenig Schutz gegen die Witterung bieten“, erklärt Einsatzleiter Florian Halter.
Ärzte haben alle Flüchtlinge vom Bahnhof mit Unterstützung durch Sanitäter des Roten Kreuzes in der nahen Polizeidienststelle an der Zollhäuslstraße gesichtet und untersucht, wobei bis zum Abend acht Menschen mit sehr schlechtem Allgemeinzustand teilweise notärztlich versorgt und in Kliniken transportiert werden mussten, darunter auch drei Kinder. Die von der Polizei registrierten Flüchtlinge werden mit Bussen weiter transportiert; sollten keine Busse mehr verfügbar sein, wird die Notunterkunft in der Industriehalle in Betrieb genommen. Rund 350 Feldbetten wurden vom Nachbar-BRK-Kreisverband kurzfristig zur Verfügung gestellt und nach Freilassing gebracht. BRK und MHD kümmern sich in Freilassing um Unterkunft, Verpflegung, Soziales und die medizinische Versorgung.
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