Verletzte unterhalb der Toni-Lenz-Hütte, am Watzmannlabl, oberhalb der Priesbergalm, an der Gotzenalm und im Hundstodgraben – Erschöpfte im Grünstein-Klettersteig und in der unteren Watzmann-Ostwand.
Aufgrund des anhaltend schönen Sommerwetters sind seit Wochen besonders viele Menschen in den heimischen Bergen unterwegs und die Bergwachten dementsprechend viel gefordert. Am Dienstagnachmittag gegen 15 Uhr ging ein Notruf vom Weg unterhalb der Toni-Lenz-Hütte am Untersberg ein, wo sich eine 45-jährige Frau aus Berlin am Sprunggelenk verletzt hatte. Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ konnte oberhalb der Unfallstelle landen, die Frau zusammen mit der Bergwacht Marktschellenberg versorgen, in den Hubschrauber einsteigen lassen und dann ins Tal nach Marktschellenberg fliegen. Eine Rettungswagenbesatzung des Roten Kreuzes brachte sie in die Kreisklinik Bad Reichenhall.
Rund eine Stunde später ging ein Notruf vom Watzmannlabl am Kleinen Watzmann ein, wo eine verletzte 50-jährige Marktschellenbergerin Hilfe brauchte. Die Bergwacht Berchtesgaden und die Bundespolizei-Fliegerstaffel hatten gerade eine Übung beendet und konnten sofort von Kühroint aus mit einem Transporthubschrauber in Richtung der Einsatzstelle starten. Die Piloten setzten den Bergwacht-Notarzt bei der Patientin ab, der die Frau versorgte. Sie wurde im Anschluss ins Tal geflogen, von einer Rettungswagenbesatzung des Roten Kreuzes übernommen und in die Kreisklinik Berchtesgaden eingeliefert.
Am Dienstag kurz nach 19 Uhr kugelte sich eine bergauf fahrende 50-jährige Mountainbikerin oberhalb der Priesbergalm am Jenner das Sprunggelenk aus. Die Bergwacht Berchtesgaden fuhr per Geländefahrzeug zum Unfallort und brachte den Notarzt von „Christoph 14“ von der Königsbachalm zur Patientin, die medizinisch versorgt, dann per Fahrzeug zum Hubschrauber transportiert und zum Krankenhaus geflogen wurde.
Am Mittwoch gegen 12.15 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden zum Grünstein-Klettersteig ausrücken, wo unterhalb der Hängebrücke ein total erschöpfter Klettersteiggeher Hilfe brauchte. Gegen 17 Uhr verletzte sich ein 42-jähriger Mann aus dem Landkreis Altötting an der Gotzentalalm am Knie. Die Bergwacht Berchtesgaden fuhr per Geländefahrzeug zum Patienten, versorgte ihn und brachte ihn dann ins Tal. Eine Rettungswagenbesatzung des Roten Kreuzes übernahm den weiteren Transport zur Kreisklinik Berchtesgaden.
Am Mittwoch gegen 18 Uhr mussten die Bergwacht Ramsau und der Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ in den Hundstodgraben ausrücken, wo sich eine 52-jährige Bergsteigerin aus Nordrhein-Westfalen am Sprunggelenk verletzt hatte. Der Pilot konnte die Einsatzkräfte im Schwebeflug absetzen und landete dann am Hirschwieskopf. Die in einem Rettungssitz gesicherte Frau wurde mit dem Rettungstau zum Hirschwieskopf und dann zur Kreisklinik Berchtesgaden geflogen. Die Bergwacht Ramsau stieg mit den Begleitern vom Hirschwieskopf zur Wimbachgrieshütte ab und fuhr von dort aus per Geländefahrzeug ins Tal zurück. Die Patientin musste kurz darauf zur weiteren Behandlung per Rettungswagen von Berchtesgaden zur Kreisklinik Bad Reichenhall verlegt werden.
Gleichzeitig waren die Bergwacht Inzell und der Polizeihubschrauber „Edelweiß 1“ im Gebiet zwischen Sonntagshorn und Weißbach an der Alpenstraße im Einsatz, wo sich ein Bergsteiger beim Abstieg vom Sonntagshorn in Richtung Aibeleck im vorderen Steinbachtal nördlich des Ochsenhorns zwischen Unzentaler Riedel und Bogenhornscheid verstiegen hatte. Die Hubschrauberbesatzung konnte den Mann per Handy-Funk-Zusammenschaltung durch die Leitstelle finden, nahm dann in Inzell einen Bergwacht-Luftretter auf, der bei dem Mann per Winde abgesetzt wurde. Retter und Geretteter wurden dann per Winde aufgenommen und ins Tal geflogen. „Edelweiß 1“ flog im Anschluss noch zum Salzburger Flughafen, um für den Rückflug nach München zu tanken.
Am Donnerstagmittag gegen 12.15 Uhr ging ein Notruf aus der unteren Watzmann-Ostwand ein, wo zwei total erschöpfte Bergsteiger mit Kreislaufproblemen auf Höhe des zweiten Sporns zwischen Berchtesgadener und Münchner Weg Hilfe brauchten, die bereits seit zwei Tagen unterwegs waren. Der alarmierte Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ ließ am ersten Sporn zwei Berchtesgadener Bergretter aussteigen, die zu den Bergsteigern aufstiegen und sie sicherten. Der Hubschrauber landete in der Zwischenzeit auf dem Hirschwieskopf, wo das 50 Meter lange Rettungstau an der Maschine montiert wurde. Die beiden Unverletzten und die Retter wurden dann per Tau ausgeflogen und nach Kühroint gebracht; einer der beiden Bergsteiger musste wegen Kreislaufproblemen vom Roten Kreuz ins Krankenhaus gebracht werden.
Die Bergwacht Berchtesgaden musste die eingesetzten Hubschrauber mehrmals mit ihrem Kerosinanhänger nachtanken.
Am Sonntagabend gegen 21.40 Uhr und am Montagabend gegen 21.30 Uhr gingen Notrufe wegen Lichtquellen am Göll-Schustersteig und am Predigtstuhl (Lattengebirge) ein, die sich aber lediglich als absteigende Bergsteiger mit Stirnlampen entpuppten. Bereits am 5. August gegen 23.20 Uhr wurden per Notruf vermeintliche Leuchtraketen im Bereich des Stöhrhauses am Untersberg gemeldet, die aber nur ein Feuerwerk und kein Notsignal waren.
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