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Hochwasserschutz an der B20 fertiggestellt

Die Arbeiten konnten in knapp 3 Monaten Bauzeit ohne größere Probleme fertig gestellt werden. Der Wirtschaftsweg wurde bis kurz vor die Bahnstrecke um bis zu 1,5 Meter erhöht.

Im August rollten die ersten Traktoren mit schwerem Gerät zu den Rodungsarbeiten auf dem Wirtschaftsweg entlang der B20. Knapp drei Monate hat es gedauert, bis die Hochwasserschutzmaßnahme entsprechend dem Bescheid fertig ausgeführt wurde. Alles gemäß dem vorher eng gesteckten Zeitplan: „Die Maßnahme konnte ohne größere Schwierigkeiten durchgeführt und noch vor dem Winter fertiggestellt werden“ stellt Maria Enderle, Sachgebietsleiterin des städtischen Tiefbauamtes, bei der Abnahme des Weges fest.

Bereits im August 2013 wurde Hochwasserschutz für ein sogenanntes 100-jähriges Hochwasser beantragt. Dies wird ein Projekt des Freistaates Bayern, die Stadt Freilassing muss sich an den Kosten beteiligen. Nach der Festlegung einer endgültigen Variante wird ein Genehmigungsverfahren eingeleitet. Es müssen deutsche und österreichische Behörden beteiligt werden, da es sich bei der Saalach um einen Grenzfluss handelt. Bis der Hochwasserschutz steht, wird also noch einige Zeit vergehen.

„Bis dahin sollen kurzfristige Maßnahmen die gefährdeten Gebiete in Freilassing vor einem Hochwasser schützen“ erklärt Bürgermeister Josef Flatscher. Als Interimslösung bis zum Bau eines endgültigen Damms, wurde nun der Wirtschaftsweg entlang der B20 auf einer Länge von etwa 230 Metern wie ein Hochwasserdamm ausgeführt. An seiner höchsten Stelle, nämlich kurz vor der Bahnlinie, wurde er um 1,5 Meter erhöht. Durch diese Maßnahme wird künftig ein Überlaufen des Mühlbaches und der Saalach auf die B20 verhindert und die naheliegende Siedlung geschützt.

Wegen den anstehenden Baumaßnahmen auf der südlichen Seite des Bahnkörpers aufgrund des „Dritten Gleises“ und der dafür nötigen Zufahrten zur Baustelle, konnte der Wirtschaftsweg nicht auf seiner kompletten Länge erhöht werden. Es wurden deshalb zusätzlich zu der Erhöhung sogenannte Spundwände - Stahlelemente, die ineinander greifen – in den Boden gerammt. An zwei Stellen sind diese unterbrochen. Diese Durchfahrtsöffnungen können bei Bedarf mit Aluminium-Elementen geschlossen werden. Ein nachteiliger Einfluss der Spundwände auf das Grundwasser ist nicht zu erwarten, da jedes zweite Spundwandelement etwa 70 cm über dem Grundwasserhorizont endet. Auch die beiden Öffnungen (6 Meter und 9 Meter) bei den Durchfahrten ohne Spundwände sorgen für einen ungehinderten Grundwasserfluss. Die Grundwassermessstellen vor Ort werden von der Stadt Freilassing betrieben. Nördlich des Bahndamms bis zur Zollhäuslstraße wurde der Hochwasserschutz mit Betonwänden und mobilen Elementen hergestellt.

Neben dieser kürzlich fertiggestellten Maßnahme dienen außerdem als Hochwasserschutz noch eine mobile Dammbalkenkonstruktion an der Unterführung am Heideweg und eine Stauelementkonstruktion mit einer sogenannten „Froschklappe“ an der Einmündung des Saalbachs in die Saalach, die beide schon im Frühjahr fertiggestellt wurden.

red/Pressemitteilung Stadt Freilassing
Bilder © Stadt Freilassing
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