Schlechtes Wetter erschwert Hubschrauberflüge: Zwei aufwendige Rettungsaktionen am Untersberg und am Königssee.
Die Bergwachten Berchtesgaden und Marktschellenberg mussten am Samstag und Sonntag zu weiteren Einsätzen ausrücken: Am Samstag gegen 12.20 Uhr musste ein Erkrankter von der Königsbachalm geholt werden; gegen 14.15 Uhr ging ein Notruf vom Thomas-Eder-Steig am Untersberg ein, wo sich unweit der Toni-Lenz-Hütte eine 50-jährige Frau aus Niederbayern am Sprunggelenk verletzt hatte. Am Sonntag gegen 10 Uhr stürzte ein Mann am unteren Hirschenlauf rund 50 Meter ab und verletzte sich schwer.
Die Bergwacht Marktschellenberg und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ schafften es unmittelbar vor der aufziehenden Gewitterfront, die Frau sicher vom Untersberg ins Tal zu bringen. Der Pilot setzte Notarzt und Bergretter im Schwebeflug in der Nähe der Frau ab. Beide versorgten die 50-Jährige, die dann mit dem Arzt am Sieben-Meter-Rettungstau ins Tal geflogen wurde. Zwei weitere Bergretter waren zuvor an der Toni-Lenz-Hütte aus dem Hubschrauber ausgestiegen und hatten eine Trage zur Unfallstelle gebracht. Eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes übernahm die Frau und brachte sie zur weiteren Untersuchung in die Kreisklinik Bad Reichenhall. „Christoph 14“ holte noch alle drei Bergretter von der Toni-Lenz-Hütte ab und flog sie zurück ins Tal.
Am Sonntag gegen 10 Uhr wurde die Mannschaft der Bergwacht Berchtesgaden wurde zu einem abgestürzten Bergsteiger am „Unteren Hirschenlauf“ gerufen. Der Mann war rund 50 Meter über gestuftes Gelände in die Tiefe gefallen und hatte sich dabei schwer verletzt.
Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse mit Nebel konnte der Rettungshubschrauber „Christoph 14“ nicht zur Einsatzstelle fliegen. Somit musste die Mannschaft auf mehrere Gruppen aufgeteilt werden, um schweres Einsatzmaterial zum Patienten zu bringen und eine bodengebundene Rettung vorzubereiten. Die erste Mannschaft, darunter ein Bergwacht-Notarzt, versorgte den Patienten medikamentös und bereitete ihn für den Abtransport vor. Die nachrückenden Bergretter hatten in der Zwischenzeit eine Schneise im Gelände vorbereitet um mit 400 Metern Dyneema-Seil eine Rettungsseilbahn eingerichtet, mit der der Patient für den weiteren Transport in flacheres Gelände schräg abgeseilt werden sollte.
Glücklicherweise klarte es dann so weit auf, dass „Christoph 14“ mit Hilfe eines Polizeihubschraubers den Verunfallten übernehmen und ausfliegen konnte.
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