Bei einer ausführlichen Pressekonferenz heute um 18.00 Uhr im Haus der Feuerwehr Berchtesgaden wurde über den derzeitigen Stand der Bergungsmaßnahmen informiert.
Nachtrag: Der Mann ist bei Bewusstsein und kann mit Hilfe auch gehen.
2. Nachtrag 11.6.: Arzt hat den Verunglückten am frühen Abend erreicht.
3. Nachtrag 12.6.: Höhlenforscher ist transportfähig.
Bei dem verunfallten 52-Jährigen aus dem Raum Stuttgart handelt es sich um eine erfahrene und sehr kompetente Koryphäe der Höhlenforschung.Zugleich ist er auch der Entdecker der Riesendinghöhle.
Der Forscher war mit 2 Kollegen zur Kartografierung und weiteren Begehung am Pfingstsamstag in die Höhle eingestiegen. In einer Tiefe von ca. 1000m und einer Entfernung von etwa 6 km von der Oberfläche fiel ein Stein so unglücklich auf den Kopf und den Brustkorb des Mannes, dass er trotz Helm schwere Verletzungen erlitt und zeitweise bewusstlos wurde.
Ein Kollege stieg darauf nach oben um Hilfe zu holen, während der andere Kamerad beim Patienten blieb.
Leider ist die Höhle sehr schwierig zu begehen, es gibt dort senkrechte Abschnitte, sowie auch kleine Durchschlupfe, die nur liegend, mit gedrehtem Kopf und eingezogenen Bauch zu durchrobben sind. Deshalb konnte der Notruf auch erst nach 12 Stunden, solange ist der Weg nach oben, vom Kameraden abgesetzt werden.
Mittlerweile sind 4 Teams der Höhlenrettungen Salzburg, Bayern, Baden-Württemberg und er Schweiz vor Ort. Zeitweise sind 12 Personen in der Höhle um den Verletzten zu retten.
Ein mittlerweile zurückgekehrter Retter berichtete, das der Forscher im Moment nicht transportfähig ist und immer wieder vom Bewusstseinszustand in einen Schlaf verfällt. Auch ein Arzt befindet sich auf dem Weg zum Schwerverletzten in der Höhle, allerdings weiß man im Moment nicht wo er sich befindet und ober er die physische Kraft aufbringen kann ganz nach unten zu steigen, da er vorher schon einen 36 Stunden Notarztdienst absolviert hat.
Die Retter haben bereits mehrere Biwaks mit Proviant in verschiedenen Höhen eingerichtet und eine fast 400 m lange Telefonleitung zur schnelleren Situationsabklärung in der Höhle verlegt.
Die ganze Rettungsaktion kann laut Einsatzleiter noch Tage wenn nicht Wochen dauern. Durch die enorme physische und psychische Belastung der Retter wurde das Kit Berchtesgadener Land zur Unterstützung angefordert.
Zur weiteren Hilfe sind neben den verschiedenen Höhlenrettern, die Bergwacht, die Feuerwehr, die Polizei, die Bundespolizei und verschiedene Hubschrauber vor Ort. Die Malteser und die SEG Rotes Kreuz sind für das leibliche Wohl zuständig.
Der Einsatz in der Riesending‐Schachthöhle am Untersberg in den Berchtesgadener Alpen geht weiter. Ein sechsköpfiges Rettungsteam aus der Schweiz, Österreich und Deutschland ist derzeit am Unfallort bei dem Patienten, der sich rund 1.000 Meter unter dem Berg befindet. Der Mann ist bei Bewusstsein und kann mithilfe der Retter auch gehen.
Momentan stehen die weitere medizinische Betreuung und Stabilisierung des Verunglückten im Vordergrund. Dazu bereitet sich ein weiteres Team auf den Einstieg in die „Riesending“‐Schachthöhle vor. Darunter ist auch ein höhlenerfahrener Arzt aus Österreich.
In der Einsatzzentrale sind außerdem 16 auf Höhlenbergung spezialisierte Retter aus Triest/Norditalien eingetroffen, die sich ebenfalls auf den Einstieg vorbereiten. Mittlerweile steht auch das Höhlen‐Kommunikationssystem „Cavelink®“, eine auf Langwellen basierende Funktechnik, die Textnachrichten zwischen Höhleneingang und dem Unfallort ermöglicht.
Die Riesending Schachthöhle ist hochgradig komplex und technisch extrem anspruchsvoll. Bereits im Einstiegsbereich stürzt das Gelände über frei hängende und steinschlaggefährdete Abseilpassagen rund 350 Meter senkrecht in die Tiefe. Die Stollen setzen sich dann kilometerweit durch Schächte, unterirdische Bäche, Engstellen und Siphons fort. Auf dem gesamten Verlauf der Höhle haben die Retter mittlerweile mehrere Biwaks mit Trinkwasser, Verpflegung und Schlafsäcken eingerichtet.
Die Rettung kann sich noch über mehrere Tage hinziehen.
Um 17:25Uhr hat die Information via Cave Link die Einsatzleitung erreicht, dass das Team aus drei italienischen Kräften und einem österreichischen Arzt schneller als erhofft beim Patienten eingetroffen ist. Damit wurde ein weiterer wichtiger Schritt im Einsatzablauf erreicht. Oberste Priorität hat nun die medizinische Versorgung des Patienten. Parallel arbeiten die weiteren Kräfte in der Höhle an der Infrastruktur zum Transport von Patient, Einsatzkräften und Material. Es wird damit gerechnet, dass auch das zweite italienische Team mit eigenem Arzt zeitnah zur Einsatzstelle vordringen kann.
Die angekündigten Wärmegewitter, welche von der Einsatzleitung ständig bei der Entscheidungsfindung beobachtet werden, stellen für die Höhlenretter keine direkte Gefahr dar. Den Experten liegen detaillierte Informationen über die Wasserführung in der Höhle vor.
So können auch bei Gewitter die entsprechenden Rückzugsräume aufgesucht werden. Der Aufenthaltsort des Patienten ist nicht gefährdet. Das Schweizer Team, welches sich im Aufstieg befindet hat sich aktuell im Bereich vom Biwak 1 in eine solche Schutzzone zurückgezogen.
Im weiteren Verlauf wird zusätzliches Material für die medizinische Versorgung sowie den Transport in die Höhle gebracht. Dabei kommen wieder internationale Spezialisten zum Einsatz. Ziel ist es, den Patienten, sobald er vom Ärzteteam für transportfähig befunden wird,
zum Biwak 5 zu transportieren.
Am Mittwochabend um 17.25 Uhr hat die Information via Cave Link die Einsatzleitung erreicht, dass das Team aus drei italienischen Kräften und einem österreichischen Arzt schneller als erhofft beim Patienten eingetroffen ist. Auch das zweite italienische Team mit einem eigenen Arzt traf noch am Mittwoch beim Patienten ein. Damit wurde ein weiterer wichtiger Schritt im Einsatzablauf erreicht. Der Verletzte wurde die Nacht über untersucht und weiter medizinisch versorgt, wobei er nach aktueller Einschätzung der beiden Ärzte transportfähig ist. Momentan befindet sich ein Team mit zwei Ärzten und fünf Höhlenrettern beim Verletzten und bereitet ihn für den Transport vor.
Oberste Priorität hat die medizinische Versorgung des Patienten. Parallel arbeiten die weiteren Kräfte in der Höhle an der Infrastruktur zum Transport des Patienten, von Einsatzkräften und von Material. Dazu werden in schwierigen Passagen zusätzliche Sicherungen wie Stahlstifte, Trittstufen, Bohrhaken und weitere Seile eingebaut.
Die angekündigten Wärmegewitter, die von der Einsatzleitung ständig bei der Entscheidungsfindung beobachtet werden, stellen für die Höhlenretter keine direkte Gefahr dar. Den Experten liegen detaillierte Informationen über die Wasserführung in der Höhle vor. So können auch bei Gewitter die entsprechenden Rückzugsräume aufgesucht werden. Der Aufenthaltsort des Patienten ist nicht gefährdet. Das Schweizer Team, das sich im Aufstieg befindet, hat sich aktuell im Bereich vom Biwak 1 in eine solche Schutzzone zurückgezogen.
Im weiteren Verlauf wird zusätzliches Material für die medizinische Versorgung sowie den Transport in die Höhle gebracht. Dabei kommen wieder internationale Spezialisten zum Einsatz. Erstes Ziel ist es, den Patienten zum Biwak 5 zu transportieren.
Heute morgen beginnen sechs Teams mit dem Einstieg in die Höhle. Sie transportieren die angeforderten Medikamente und das benötigte Rettungsmaterial zum Patienten. Die Vorbereitungen der letzten Tage in der Höhle erleichtern den Rettern die Arbeit.
Die momentane Wettersituation wird von der Einsatzleitung laufend beobachtet. Kleinräumige Niederschläge sind für den heutigen Tag zu erwarten, stellen aber für die Höhlenretter keine Gefahr dar.
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