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Verkehrskontrollen von 20. bis 26. April 2026

Am Montag und Dienstag wurden bei Grenzkontrollen in Bad Reichenhall und Freilassing diverse Haftbefehle vollstreckt. Bei Anger wurde von einem uninformierten Mitarbeiter ein unterschlagener Firmenwagen sichergestellt. Am Wochenende entdeckten die Schleierfahnder bei Kontrollen Marihuana, eine gefälschte Banknote und einen unversicherten Pkw. Bei Teisendorf wurde in einem Fernreisezug ein grenzüberschreitender Transport von Marihuana unterbunden. Zahlreiche Lkw missachteten wieder das Lkw-Nachtfahrverbot auf der B21 in Bad Reichenhall. 7 Fahrzeuge waren in Berchtesgaden zu schnell unterwegs.

Bad Reichenhall & Freilassing


Grenzkontrollen am Montag


Bei Grenzkontrollen wurden durch die Beamten der Bundespolizeiinspektion Freilassing am 20. April mehrere Personen kontrolliert, die mit einem Haftbefehl gesucht wurden.

Ein von der Staatsanwaltschaft Tübingen gesuchter 50-jähriger Georgier wurde bei Grenzkontrollen durch die Bundespolizei in der Kontrollstelle auf der A8 am Montagmorgen verhaftet. Die durch das Amtsgericht Reutlingen verhängte Geldstrafe in Höhe von 1.800 Euro wegen Diebstahls mit Waffen konnte er nicht bezahlen, sodass auch er eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen muss und durch Bundespolizisten in eine Justizvollzugsanstalt gebracht wurde.

Am Schloßberg in Marzoll stellte die Bundespolizei einen 39-jährigen Kroaten fest. Die Überprüfung seiner Personalien ergab, dass die Staatsanwaltschaft Traunstein nach dem Mann wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sucht. Das Amtsgericht Laufen hatte zuvor einen Strafbefehl über 2.000 Euro gegen den Kroaten erlassen. Er konnte seine Geldstrafe bezahlen und seine Reise später auf seinem E-Scooter fortsetzen.

Ähnliches ereignete sich am frühen Abend auf der A8 bei Grenzkontrollen durch die Bundespolizei. Bei der Kontrolle des Beifahrers in einem Pkw wurde ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft München I festgestellt. Wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis hatte sich der 35-jährige Grieche zu verantworten, gegen den vom Amtsgericht München eine Geldstrafe über 2.000 Euro festgesetzt wurde. Auch er konnte die gegen ihn verhängte Geldstrafe bezahlen und so einer Ersatzfreiheitsstrafe entgehen.

Den ersten Fahndungstreffer erzielten die Beamten der Bundespolizeiinspektion Freilassing am Montag kurz nach Mitternacht. Ein 46-jähriger Spanier, der wegen Diebstahls durch die Staatsanwaltschaft Freiburg gesucht wurde, konnte die gegen ihn verhängte Geldstrafe in Höhe von 780 Euro nicht bezahlen und wurde daher am Bahnhof Freilassing verhaftet und in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Grenzkontrollen am Dienstag


Auch am Dienstag (21. April) nahmen Beamte der Bundespolizei in Freilassing wieder diverse mit Haftbefehl gesuchte Personen fest. Zwei Personen wurden gleich mehrfach gesucht.

Kurz nach Mitternacht wurde auf der Saalbrücke in Freilassing ein 45-jähriger Rumäne kontrolliert. Seine Reise konnte der Mann jedoch nicht fortsetzen. Die Staatsanwaltschaft München I suchte nach dem 45-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung. Das Amtsgericht München hatte im Juli 2024 einen Untersuchungshaftbefehl gegen ihn erlassen, da er flüchtig war. Er wurde durch Bundespolizisten verhaftet und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Unterstützungskräfte der Bundespolizei stellten am frühen Morgen am Bahnhof in Freilassing einen 41-jährigen Rumänen fest, der versuchte mit einem grenzüberschreitenden Zug in die Bundesrepublik einzureisen. Die Staatsanwaltschaft Rottweil suchte jedoch nach ihm wegen tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte. Er war Anfang 2024 vom Amtsgericht Tuttlingen durch einen Gesamtstrafenbeschluss zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.990 Euro verurteilt worden. Da er diese Geldstrafe nicht zahlen konnte wurde er durch Bundespolizisten verhaftet. Die weitere Prüfung seiner Personalien ergab, dass er Ende 2024 in sein Heimatland abgeschoben worden war. Das Ausländeramt Hamburg hatte zuvor sein Recht auf Freizügigkeit aberkannt und ihn zur Festnahme zum Zwecke der Abschiebung ausgeschrieben. Er hätte daher bis Ende 2032 nicht wieder in die Bundesrepublik reisen dürfen. Der Rumäne ist zuvor wegen unterschiedlichster Straftaten, insbesondere wegen Körperverletzungs- und Eigentumsdelikten, aufgefallen. Er wurde durch die Bundespolizei in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Zur Mittagszeit wurde bei Grenzkontrollen auf der Saalbrücke ein 29-jähriger Syrer kontrolliert. Die Überprüfung seiner Personaldaten ergab, dass die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth nach dem Mann sucht. Das Amtsgericht Schwabach hatte im Februar 2026 einen Untersuchungshaftbefehl wegen Diebstahls erlassen, da der 29-Jährige flüchtig war. Auch die Staatsanwaltschaft Potsdam fahndete nach dem Mann zum Zwecke der Aufenthaltsermittlung wegen Urkundenfälschung. Der Syrer wurde durch die Bundespolizei verhaftet. Er wurde im Laufe des Tages beim Amtsgericht Schwabach vorgeführt.

Bei Grenzkontrollen in der Kontrollstelle der Bundespolizei auf der A8 wurde am Abend ein 39-jähriger Kosovare als Insasse eines Reisebusses überprüft. Die Staatsanwaltschaft Memmingen suchte nach ihm wegen Trunkenheit im Verkehr. Durch Strafbefehl des Amtsgerichts Günzburg hatte er eine Geldstrafe über 3.900 Euro zu bezahlen. Da er bislang nur Teilzahlungen leistete und er nicht im Stande war den Restbetrag aufzubringen, wurde er verhaftet und muss nun eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten. Bundespolizisten lieferten ihn in eine Justizvollzugsanstalt ein.

Anger


Unterschlagenen Pkw sichergestellt


Am Dienstagabend kontrollierte eine Streife der Grenzpolizei Piding einen Pkw mit deutscher Zulassung auf der A8, Höhe Anger. Der Pkw war mit dem 43-jährigen Fahrer, seiner Frau und dem gemeinsamen Kind besetzt.

Im Rahmen der Kontrolle stellten die Schleierfahnder fest, dass der Pkw wegen Unterschlagung zur Sicherstellung ausgeschrieben war. Zwar konnte der 43-Jährige glaubhaft nachweisen, dass es sich um ein Firmenfahrzeug handelt und er nichts mit der Unterschlagung zu tun hat, doch die Weiterfahrt war dennoch an Ort und Stelle beendet. Der Peugeot wurde sichergestellt und die Familie musste sich für die Heimfahrt einen Ersatztransport organisieren. Die weiteren Ermittlungen übernahm die Ermittlungsgruppe der Grenzpolizeiinspektion Piding.

Drei Fahrzeugkontrollen enden mit drei Anzeigen


In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden auf der A8, Höhe Anger, drei Fahrzeugkontrollen durchgeführt, die jeweils zu einer Anzeige führten. Falschgeld, Betäubungsmittel und fehlender Versicherungsschutz waren die Gründe.

Sonntagabend kontrollierte eine Streifenbesatzung der Grenzpolizei Piding auf der A8 einen rumänischen Pkw. Die Insassen gaben an, auf dem Weg nach Österreich zu sein. Da der Beifahrer sichtlich nervös war und den Fahndern ein nicht unbekannter Geruch im Fahrzeug auffiel, wurde der Pkw genauer durchsucht. Hierbei wurden 5 Gramm Marihuana aufgefunden, das der 38-jährige Rumäne aus dem Bundesgebiet ausführen wollte. Er wurde wegen eines Vergehens nach dem KCanG zur Anzeige gebracht – das Marihuana wurde sichergestellt.

Ein 35-jähriger niederländischer Staatsangehöriger wurde wenige Stunden später als Fahrer eines Mietwagens kontrolliert. Er konnte sich lediglich anhand seines Führerscheins ausweisen, da er nach eigenen Angaben seine Personaldokumente verloren hatte. Im Laufe der weiteren Kontrolle wurde in dem Mietfahrzeug eine 20-Euro-Banknote aufgefunden – aufgrund erster Verdachtsmomente wurde die Banknote genauer geprüft, als Fälschung erkannt und sichergestellt. Ob die Banknote dem Niederländer zugeordnet werden kann, ist Teil der weiteren Ermittlungen.

Für einen 23-jährigen Bulgaren endete die Autofahrt auf Höhe Anger an Ort und Stelle. Wie die Schleierfahnder feststellten, war der Pkw aufgrund fehlender Haftpflichtversicherung durch das zuständige Landratsamt zur Entstempelung ausgeschrieben. Die Kennzeichen wurden entstempelt und der 23-jährige wegen eines Vergehens nach dem Pflichtversicherungsgesetz angezeigt.

Teisendorf


Das neue Cannabis-Gesetz (KCanG) legalisiert den Besitz von bis zu 25 Gramm für den Eigengebrauch – der grenzüberschreitende Transport von Cannabis bleibt jedoch ausdrücklich verboten.

Am Mittwoch führten die Schienenfahnder der Grenzpolizei Piding Kontrollen in unterschiedlichen Fernreisezügen durch. Dabei fiel den eingesetzten Beamten ein 39-jähriger Deutscher auf, der in einem Zug aus Salzburg kam und sich auffallend nervös verhielt. Der Grund für sein Verhalten konnte schnell festgestellt werden – denn die Durchsuchung ergab, dass er eine Kleinmenge Marihuana sowie einen konsumfertigen Joint bei sich trug. Da der 39-Jährige das Marihuana von Österreich nach Deutschland brachte, wurde gegen ihn Anzeige erstattet. Das Marihuana wurde sichergestellt.

Bad Reichenhall


Beamte der Polizeiinspektion Bad Reichenhall führte am 23.04.2026, von fünf bis sechs Uhr, zusammen mit Kräften des ZED Traunreut Kontrollen zur Überwachung des Lkw-Nachtfahrverbotes durch. Von 22 kontrollierten Lkw konnten zehn keine Genehmigung vorweisen. Einige Fahrer gaben an, aufgrund der nächtlichen Sperrung wegen Bauarbeiten und einer damit verbunden Ableitung von der Autobahn irrtümlich auf der B 21 gelangt zu sein. Sie wurden angezeigt und ihre Weiterfahrt bis sechs Uhr unterbunden.

Berchtesgaden


Von Freitag, 24.04.2026 auf Samstag, 25.04.2026 wurde in Zusammenarbeit mit der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein eine Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt.

Kontrollort: Berchtesgaden, Bergwerkstraße, innerorts, von 19.50 – 00.28 Uhr, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit beträgt hier 50 km/h.

Im genannten Zeitraum passierten 408 Fahrzeuge die Kontrollstelle, dabei waren 3 Lenker so schnell unterwegs, dass Anzeigen erstattet werden müssen. Bei weiteren 4 Fahrzeugführern werden bei geringerer Geschwindigkeitsüberschreitung Verwarnungsgelder erhoben. Der schnellste Pkw wurde mit einer Geschwindigkeit von 77 km/h gemessen.

red/Pressemitteilungen Polizei Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Bundespolizei Freilassing, GPI Piding

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