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Wanderer stürzt vom Alpgarten-Rundweg rund 30 Meter in die Wappachschlucht ab und verletzt sich schwer am Kopf

Ein 64-jähriger Urlauber aus Oberbayern war am Sonntagnachmittag mit einer Wandergruppe am Alpgarten-Rundweg unterwegs. Wie das BRK berichtet, stürzte er dabei in die Wappachschlucht ab.

Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing und die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ haben am Sonntagnachmittag einen 64-jährigen Wanderer aus dem Landkreis Landsberg am Lech gerettet, der gegen 14.15 Uhr in rund 675 Höhenmetern vom Alpgarten-Rundweg geschätzte 30 Meter in die Wappachschlucht abgestürzt war und sich dabei schwer am Kopf verletzt hatte. Seine insgesamt fünf Begleiter hatten den Absturz beobachtet und einen Notruf bei der Leitstelle Traunstein abgesetzt. Die Bergretter und der Reichenhaller Bergwacht-Notarzt fuhren so weit wie möglich mit dem Fahrzeug an, stiegen zu Fuß weiter auf, seilten sich in die Klamm ab und versorgten den Mann so weit, dass ihn die Heli-Besatzung mit dem Tau im Luftrettungssack aufnehmen und zum Zwischenlandeplatz ausfliegen konnte, wo bereits eine Rettungswagen-Besatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes zur weiteren notärztlichen Versorgung bereitstand; mit dem Heli gings dann weiter zum Salzburger Landeskrankenhaus. Die Bergretter brachten die Begleiter ins Tal, wo sich der nachgeforderte Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht um sie kümmerte, da sie den Absturz zum Teil mit ansehen mussten. Die Alpine Einsatzgruppe (AEG) der Polizei nahm den schweren Bergunfall auf. Bereits im August 2024 war eine damals 72-Jährige in unmittelbarer Nähe ebenfalls in den Wappach abgestürzt und schwer verletzt worden (wir berichteten).

Vermeintlicher Gleitschirmabsturz


15 Bergretter waren rund drei Stunden lang im Einsatz und mussten während des Einsatzes einen gegen 15.45 Uhr gemeldeten vermeintlichen Gleitschirmabsturz am Mittelstaufen (Karlstein) abklären, wo ein Pilot recht tief an Bergsteigern vorbeigeflogen und dann hinter der Geländekante verschwunden war. Die Bergretter suchten das Gelände mit Ferngläsern ab und recherchierten telefonischen über den örtlichen Gleitschirmclub, wobei die Beschreibung zu einem Piloten passte, der sicher im Tal gelandet war. Da keine weitere Vermisstenmeldung einging konnte die ebenfalls alarmierte Besatzung des Technikbusses mit ihrer Drohne wieder nach Traunstein zurückfahren.

Knieverletzung am Untersberg


Bereits am Donnerstagnachmittag (19. März) brauchte ein 69-Jähriger aus dem inneren Landkreis Hilfe, der im Bereich des Jagersteigs zwischen Gurrwand und Zehnkaser (Bischofswiesener Forst) durch die harsche Altschneedecke gebrochen und dabei mit dem Knie auf einem Stein aufgeschlagen war. Die kurz nach 16.30 Uhr alarmierte Reichenhaller Bergwacht und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ konnten den trotz seiner Schmerzen und eingeschränkten Mobilität noch bedingt Gehfähigen am Zehnkaser finden, dort landen, aufnehmen und ins Tal fliegen. Mit dem Rettungsfahrzeug der Bergwacht gings weiter zur medizinischen Versorgung in der Notaufnahme der Kreisklinik Bad Reichenhall.

red
Bilder © BRK BGL
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