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19-jährige Urlauberin stürzt am Schneibstein rund 30 Meter in die Tiefe

Trotz intensiver Suchmaßnahmen konnte die abgestürzte Frau im dichten Nebel zunächst nicht gefunden werden. Erst eine Handylokalisation und Rufe brachten dann Erfolge.

Am Freitag gegen 16.30 Uhr erfolgte dann der nächste Notruf einer 19-jährigen Frau aus Leipzig, die im Bereich des Schneibsteins, Gem. Schönau a. Königssee abgestürzt und sich dabei Gesichtsverletzungen zugezogen haben soll. Ihren genauen Standort konnte die Notruferin jedoch nicht angeben.

Ein Polizeihubschrauber und der Rettungshubschrauber Christoph 14 suchten das Gebiet daraufhin ab, konnten die Frau, auch aufgrund der Bewölkung, aber nicht auffinden. Durch eine Handylokalisation konnte der Standort schließlich eingegrenzt werden und es machten sich Rettungskräfte von der Bergwacht terrestrisch auf den Weg, um die Frau zu finden. Durch Telefonate und Rufe schafften es die Berchtesgadener Bergretter gegen ca. 18.30 Uhr zu der Dame zu gelangen. Sie stellten dabei fest, dass auch diese Frau über mindestens 30 m abgestürzt war und sich dabei erheblich schwerere Verletzungen, als die angegebenen Gesichtsverletzung zugezogen hatte.

Die Frau war im Abstieg vom Schneibstein, im Nebel falsch abgebogen und in eine Rinne gelangt, die sie in das sogenannte „Teufelsgemäuer“ führte. An einer felsigen Steilstufe stürzte sie schließlich ab und blieb in einem Geröllfeld liegen. Glücklicherweise war die Frau bei Bewusstsein und hatte ihr Handy nicht verloren. So konnte sie noch einen Notruf absetzen.

Nach der Versorgung durch die Bergwacht Berchtesgaden und den Notarzt vor Ort, konnte die Verletzte letztendlich schwerverletzt durch Wetterbesserung mit dem Rettungshubschrauber direkt in das Krankenhaus Traunstein geflogen werden. Im letzten Tageslicht wurden anschließend noch die Einsatzkräfte vom Berg heruntergeflogen.

Auch dieser Unfall wurde durch die Beamten des Alpinen Einsatzzuges der GPI Piding aufgenommen. Nach derzeitigem Kenntnisstand war die Frau alleine unterwegs, womit Fremdverschulden wohl ausscheidet.

Hinweis der Polizei


Es wird in diesem Zusammenhang noch einmal eindringlich gebeten, gerade wenn man alleine unterwegs ist, sein Ziel der Bergtour, der Familie, Bekannten oder dem Vermieter bzw. an der Rezeption seiner Unterkunft zu hinterlassen. Damit im Falle eines Unglücks ohne Handyempfang die Einsatzkräfte von Bergwacht und Polizei den Suchradius bei einer Vermisstenmeldung eingrenzen können. Ohne den Handyempfang an dieser Stelle, wäre der Unfall wesentlich folgenschwerer ausgegangen.

red/Pressemitteilung GPI Piding

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