In der ersten Seillänge stürzte ein Österreicher plötzlich und löste dabei noch einen Steinschlag aus, der seine Kletterbegleitung traf. Nachtrag: BRK-Bericht
Ein 33-jähriger Österreicher wollte gemeinsam mit seiner Kletterpartnerin die Südkante des Gamsalpkopfes klettern. Die beiden Kletterer waren am 10.11.2024 frühmorgens am Wanderparkplatz Ettenberg losgegangen um über die Hochkampschneid zum Einstieg der Klettertour zu gehen.
Gegen 10:00 Uhr kletterte dann der 33-jährige aus dem Bezirk Hallein die erste Seillänge im Vorstieg. Kurz vor dem nächsten Standplatz stürzte der Kletterer aus unbekannter Ursache. Dabei zog er sich erhebliche Kopfverletzungen zu und musste mit dem Rettungshubschrauber aus Salzburg in das Landeskrankenhaus Salzburg geflogen werden. Seine Seilpartnerin zog sich durch ausgelösten Steinschlag leichte Verletzungen zu und diese wurde durch einen weiteren Rettungshubschrauber aus Zell am See ausgeflogen. Die Verständigung der Rettungskräfte war durch eine andere Seilschaft, welche sich in einer benachbarten Klettertour befanden, erfolgt. Da diese bereits relativ weit oben waren, war es ihnen nicht mehr möglich gewesen zu dem verletzten Kletterer abzusteigen, bzw. abzuklettern.
Die Bergwacht Marktschellenberg war mit 11 Personen im Einsatz und unterstützte die Rettungskräfte aus Österreich bei diesem Einsatz.
Der Kletterunfall wurde durch einen Polizeibergführer und eine Alpinbeamtin der Alpinen Einsatzgruppe der Grenzpolizei Piding aufgenommen. Der genaue Unfallhergang wird noch ermittelt.
Die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ hat am Sonntagvormittag per Tau einen schwer am Kopf verletzten 33-jährigen Tennengauer gerettet, der gegen 10 Uhr an der Südkante des Gamsalpkopfs am Untersberg in der ersten Seillänge im Vorstieg kurz vor dem nächsten Standplatz aus bisher nicht geklärter Ursache abgestürzt war. Die nachgeforderte Besatzung des Zeller Notarzthubschraubers „Alpin Heli 6“ flog die durch den beim Absturz ausgelösten Steinschlag leicht verletzte Seilpartnerin aus.
Den Ermittlungen des Polizeibergführers der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) zufolge waren der 33-Jährige und seine Seilpartnerin frühmorgens vom Parkplatz Ettenberg über die Hochkampschneid bis zum Einstieg der Route aufgestiegen, wo dann am Ende der ersten Seillänge der schwere Unfall passierte. Eine weitere Seilschaft in einer benachbarten Route hatte den Absturz mitbekommen, gegen 10.20 Uhr einen Notruf abgesetzt, aber keine Chance, zeitnah Erste Hilfe zu leisten, da sie bereits recht weit oben war.
Die zunächst alarmierte Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ konnte wegen des Inversionsnebels nicht starten, weshalb dann „Christophorus 6“ den Einsatz übernahm, den Verunfallten per Tau rettete und dann zum Salzburger Landeskrankenhaus flog. „Alpin Heli 6“ flog die durch den Steinschlag nach erster Einschätzung leicht verletzte Seilpartnerin ebenfalls per Tau aus. Der nachgeforderte Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht und der Schellenberger Bergwacht-Notarzt kümmerten sich in der Bergrettungswache um die Betroffene. Elf ehrenamtliche Einsatzkräfte der Bergwacht Marktschellenberg unterstützten die beiden Heli-Besatzungen am Zwischenlandeplatz.
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