Ein bislang unbekannter Schleuser sorgte für einen größeren Einsatz von Bundes- und Landespolizei in Bischofswiesen. Dabei wurde auch ein Polizeihubschrauber der Bundespolizei sowie eine Drohne der Landespolizei eingesetzt.
Donnerstagfrüh gegen 1:45 Uhr wurde eine Streife der Bundespolizeiinspektion Freilassing auf ein Fahrzeug mit slowenischer Zulassung aufmerksam, welches von Marktschellenberg kommend auf der B305 in Richtung Berchtesgaden fuhr. Erste Anhalteversuche auf Höhe des Berchtesgadener Bahnhofes mittels Anhaltesignal und Blaulicht ignorierte der Fahrer jedoch und setzte seine Fahrt unbeirrt über die B20 in Richtung Strub fort. Dabei fuhr der Fahrer konstant 35 km/h und nutzte die Breite seiner Fahrspur gänzlich aus.
Umgehend forderten die Einsatzkräfte weitere Streifen zur Unterstützung an. Sämtliche Versuche, den Fahrer zum Anhalten zu bringen, scheiterten jedoch zunächst. Einer weiteren Streife der Bundespolizei gelang es schließlich, das Fahrzeug zu überholen und sich davor zu setzen. Durch eine sukzessive Verringerung der Geschwindigkeit konnte die Fahrt des Pkw auf Höhe Ortsausgang Strub in Fahrtrichtung Bischofswiesen deutlich verlangsamt werden. Dennoch stoppte der Fahrer nicht und lies stattdessen sein Fahrzeug auf den zivilen Streifenwagen, der deutlich als Polizeifahrzeug erkennbar war, auffahren.
Unmittelbar danach sprang der Fahrer aus dem Passat und flüchtete in ein angrenzendes Waldstück. Trotz sofortiger Nacheile und umgehend eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen mit Unterstützung mehrerer Streifen von Bundes- und Landespolizei, eines Polizeihubschraubers sowie einer Drohne der Landespolizei, konnte der Fahrer bislang nicht gefunden werden. Dass es sich nicht wie zunächst vermutet, um eine Trunkenheitsfahrt handelte, wurde schnell klar. Im Fahrzeug befanden sich neben dem Beifahrer noch sechs weitere Personen, allesamt türkische Staatsangehörige, ungesichert auf der Rücksitzbank. Ausweisen konnten sich keiner der sieben Geschleusten.
Die Bundespolizei ermittelt gegen den noch unbekannten Schleuser. Die Geschleusten, drei Erwachsene und vier Kinder wurden an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weitergeleitet. Der Schaden am Dienstfahrzeug beläuft sich auf etwa 3.000 Euro.
Allein am Mittwoch (1. Mai) stellten die Beamten der Bundespolizei Freilassing drei Schleusungen mit drei Schleusern und 16 Geschleusten fest.
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