Am Walserberg entdeckten die Beamten in einem Kleintransporter 25 Personen und in Burghausen in einem Kastenwagen 20 Personen.
Der erste Schleuser ging den Bundespolizisten am Montagmittag in Burghausen ins Netz. Dort wollten die Beamten einen Kastenwagen mit ungarischer Zulassung an der Grenze kontrollieren. Nach mehreren missachteten Anhaltesignalen hielt das Fahrzeug etwa 30 Meter hinter der Kontrollstelle an und wurde zur nahegelegenen Bushaltestelle dirigiert.
Der Fahrer, ein 28-jähriger Syrer, konnte sich ordnungsgemäß mit seinem syrischen Reisepass und einem schwedischen Aufenthaltstitel ausweisen.
Als die Beamten die hintere Tür des Kastenwagens öffneten, entdeckten sie insgesamt 20 Frauen, Männer und Kinder syrischer Herkunft, zusammengepfercht auf der Ladefläche des Fahrzeugs. Trotz der Hitze und der Enge waren alle Personen wohlauf.
Ein anschließend durchgeführter Drogenschnelltest beim Schleuser verlief positiv auf THC, woraufhin eine Blutentnahme im Krankenhaus durchgeführt wurde.
Gegen den Fahrer hat die Bundespolizeiinspektion Freilassing ein Ermittlungsverfahren wegen Einschleusens von Ausländern unter lebensgefährdenden Umständen eingeleitet. Der Beschuldigte wurde einem Richter vorgeführt, der auf Untersuchungshaft entschied.
Die Geschleusten wurden teilweise an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weitergeleitet oder nach Österreich zurückgewiesen.
Nur wenige Stunden später stoppten Bundespolizisten an der Grenzkontrollstelle auf der A 8 am Walserberg einen Mercedes Vito mit polnischer Zulassung. Als der Fahrer, ein 61-jähriger Bulgare, seine Dokumente aushändigte, konnten die Beamten bereits erkennen, dass sich mehr Personen in dem Kleinbus befanden als erlaubt. Neben zwei Personen auf dem Beifahrersitz entdeckten die Beamten weitere 23 Kinder und Erwachsene im Fahrzeuginneren. Zudem wurden die Bänke des Neunsitzers im hinteren Teil des PKW entfernt, um die Aufnahmekapazität für die ungesichert mitreisenden Personen zu erhöhen.
Die Migranten gaben an, aus der Türkei bzw. aus Syrien zu stammen. Über die erforderlichen Einreisedokumente verfügten sie nicht.
Auch der Bulgare musste sich noch am Dienstag wegen Einschleusens von Ausländern unter lebensgefährdenden Umständen vor Gericht verantworten. Die Entscheidung über den weiteren Verbleib der Geschleusten steht derzeit noch aus.
Die Bundespolizeiinspektion Freilassing stellte allein im Juli 2023 insgesamt -1.059- unerlaubt eingereiste Personen und -29- Schleusungen fest.
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