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Hochwasserkatastrophe: Landrat Bernhard Kern dankt den Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz im Katastrophenfall

Der Katastrophenfall konnte zum Dienstag aufgehoben werden. Landrat Bernhard Kern dankt den über 3.700 ehrenamtlichen Helfern, die während der vergangenen Tage unermüdlich im Landkreis tätig waren und mehreren Menschen das Leben retteten. Die Helfer aus den verschiedenen Organisationen wie den Feuerwehren, Technischen Hilfswerk, Bayerischen Roten Kreuz, Bergwacht, Wasserwacht, Malteser Hilfsdienst, Bayerischen Polizei und Bundeswehr leisten jederzeit schnelle und professionelle Hilfe in dem Großschadensgebiet.

Kern dankte auch den Mitgliedern und Helfern in der Örtlichen Einsatzleitung, die die über 550 Einsätze vor Ort koordinierte, sowie der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Berchtesgadener Land, die die Gesamteinsatzleitung im Katastrophenfall wahrnimmt. „Persönlich bin ich sehr beeindruckt und stolz auf unsere Hilfsorganisationen und deren ehrenamtliche Mitglieder. Viele haben über ihre Grenzen hinweg gearbeitet und an den vielen Einsatzstellen tolle Arbeit geleistet“, so Landrat Kern. Nachdem sich die Lage im Laufe des Montags, 19. Juli 2021, merklich entspannt hat und keine Einsätze zur akuten Gefahrenabwehr vorlagen, konnte der Katastrophenfall um 24:00 Uhr aufgehoben werden.

Derzeit laufen noch Aufräumarbeiten in den betroffenen Gemeinden. Nahezu alle 163 evakuierten Personen konnten wieder in ihre Anwesen zurückkehren. Allerdings können 9 Gebäude und ein Hoteltrakt in dem betroffenen Gebiet bis auf weiteres nicht genutzt werden.

„Wichtig ist jetzt, dass den Menschen schnell und unbürokratisch geholfen wird. Schäden wie beispielsweise an der Bob- und Rodelbahn sind zwar tragisch, aber zum jetzigen Zeitpunkt nachrangig. Die vielen Menschen, die innerhalb kürzester Zeit ihr Hab und Gut verloren haben, stehen jetzt im Mittelpunkt. Ihnen muss zuallererst geholfen werden“, betont Landrat Kern.

Die Hilfsbereitschaft im Landkreis ist dabei weiterhin enorm. Das Landratsamt bittet in diesem Zusammenhang darum, von Sachspenden abzusehen. Der Bedarf ist hier aktuell nicht zu überblicken. Wer helfen möchte, kann die Betroffenen über mehrere im Landkreis Berchtesgadener Land eingerichteten Spendenkonten unterstützen.

„Mein Dank geht auch an alle, die sich als aktive Helfer melden und tatkräftig mitanpacken möchten“, bekräftigt der Landrat. Die Einsatzkräfte vor Ort sind jedoch weiterhin gut aufgestellt und können die Aufgaben laufend abarbeiten.

Ministerpräsident Markus Söder, der sich am Sonntag selbst vor Ort ein Bild machte, kündigte für die von der Hochwasser-Katastrophe betroffenen Menschen in Bayern eine Soforthilfe in Höhe von 50 Millionen Euro an. Das Thema ist in der heutigen Kabinettssitzung der Bayerischen Staatsregierung behandelt worden. Die Staatsregierung will damit die Geschädigten in den besonders betroffenen Gebieten in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Ansbach, Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim, Erlangen/Höchstadt, Fürth, Kitzingen, Schweinfurt und Hof durch ein Soforthilfeprogramm unterstützen. Nach bisherigen Informationen wird eine Soforthilfe „Haushalt/Hausrat“ in Höhe von bis zu 5.000 Euro je Haushalt gewährt werden. Zudem soll es eine Soforthilfe „Ölschäden an Gebäuden“ in Höhe von bis zu 10.000 Euro je Wohngebäude geben. Auch für Unternehmen und Angehörige Freier Berufe sowie für die Land- und Forstwirtschaft werden laut Staatsregierung Soforthilfen gewährt. Bei drohender Existenzgefährdung werden zudem Zuschüsse aus dem Härtefonds an Privathaushalte, Gewerbebetriebe, selbstständig Tätige und Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft gewährt. Informationen zur Auszahlung der Hilfen sind aktuell noch nicht bekannt.

Das Landratsamt informiert darüber hinaus, dass es für betroffene Hausbewohner, deren Heizanlage durch das Hochwasser Schaden genommen hat, Fördermöglichkeiten gibt (zum Beispiel bei Umstellung von Öl auf Pellets). Infos können bei der https://www.kaminkehrerinnung-oberbayern.de eingeholt werden. Dort gibt es auch die Möglichkeit des Kontaktes per Formular.

red/Pressemitteilung LRA BGL

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