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Zwei Münchenerinnen geraten im Hochthron-Klettersteig in Bergnot

Die Bergwacht Marktschellenberg, „Christoph 14“ und „Edelweiß 6“ mussten am Samstagnachmittag zwei in Bergnot geratene junge Frauen aus dem winterlichen Hochthron-Klettersteig am Untersberg retten.

Einsatzkräfte der Bergwacht Marktschellenberg und die Besatzungen des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ und des Polizeihubschraubers „Edelweiß 6“ haben am Samstagnachmittag zwei in Bergnot geratene und frierende Münchnerinnen aus dem winterlichen Hochthron-Klettersteig am Untersberg gerettet. Die 25 und 31 Jahre alten Frauen konnten im mittleren Drittel des Steigs aufgrund der aktuellen Schneeverhältnisse die Schluchtrampe nicht sicher queren und kam schließlich weder vor noch zurück, wobei sie vernünftigerweise keinen Absturz riskieren wollten und einen Notruf absetzten. Die schattige und frostige Einsatzstelle lag lange Zeit für den Heli unerreichbar im Nebel, so dass die Bergretter zunächst vom Grat aus über 200 Höhenmeter zu den jungen Frauen seilgesichert hinabsteigen mussten.

Als gegen 13.30 Uhr der Notruf eingegangen war, flog „Christoph 14“ zunächst vom Thorerlehen aus mit zwei einheimischen und ortskundigen Bergrettern zur Suche los, wobei die Einsatzkräfte die jungen Frauen aus der Luft nicht entdecken konnten, da der Großteil des Klettersteigs von einer Wolke verhüllt war. Die Heli-Crew setzte deshalb die beiden Retter am Gipfelgrat ab, die daraufhin seilgesichert durch den Klettersteig abstiegen und sich auf die Suche nach den Frauen machten. Sie mussten sich zunächst wegen der abschnittsweise am Grat bis zu drei Meter überhängenden Schneewechten eine sichere Stelle für den Zustieg in die Felswand suchen und im Steig aufgrund der durch die Schneeverhältnisse verschärften Absturzgefahr stellenweise zusätzlich mit dem Seil versichern.

„Christoph 14“ flog in der Zwischenzeit insgesamt fünf weitere Bergretter mit umfangreicher Ausrüstung zum Scheibenkaser und setzte sie dort aufgrund des lockeren und aufwirbelnden Schnees mit der Winde ab. Die Retter stiegen dann in Richtung Klettersteig auf, um ihre Kameraden bei der Suche und Rettung ohne Heli zu unterstützen. Während „Christoph 14“ am Großparkplatz Königssee mit dem Kerosinanhänger der Bergwacht wieder aufgetankt wurde, lichtete sich die Wolke unerwartet so weit, dass der Heli direkt im Anschluss in zwei Anflügen jeweils eine der beiden Frauen und einen Retter mit der Winde aufnehmen und zu den Zwischenlandeplätzen in Hinterettenberg und am Thorerlehen ausfliegen konnte.

Die restlichen fünf Bergretter stiegen wieder zum Scheibenkaser ab und wurden dort von der bereits früher zur Ablösung von „Christoph 14“ nachgeforderten Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß 6“ mit der Winde aufgenommen und ins Tal geflogen. Die beiden Geretteten waren leicht unterkühlt, aber ansonsten unverletzt.

red/Pressemitteilung BRK BGL
Bilder © Leitner BRK BGL
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