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Verkehrskontrollen von 19. bis 25. Oktober 2020

Die Geschwindigkeit wurde in Schneizlreuth kontrolliert. In Anger und Bergen handelten sich zwei unbelehrbare Autofahrer eine erneute Anzeige ein. Einen Transporter voller Diebesgut stoppten die Schleierfahnder auf A8 bei Anger.

Schneizlreuth


Am 21.10.2020 wurde in der Zeit von 07.30 Uhr bis 13.40 Uhr in Schneizlreuth – B21 in Richtung Lofer kontrolliert. 1.347 Fahrzeuge fuhren durch die Kontrollstelle. 22 Lenker wurden verwarnt und 2 angezeigt. Der Schnellste war bei erlaubten 50 km/h mit 84 km/h unterwegs.

Anger & Bergen


Anger


Am Mittwochvormittag kontrollierten Schleierfahnder der Grenzpolizei Piding auf der Autobahn A 8, in Fahrtrichtung Salzburg, an der Anschlussstelle Anger, einen Pkw mit slowakischer Zulassung.

Der 40-jährige Fahrer konnte alle erforderlichen Dokumente, bis auf einen Führerschein, vorweisen. Er suchte verzweifelt und merkte dann gegenüber den Beamten an, ihn wohl nicht dabei zu haben. Von der Suchaktion wenig beeindruckt, forschten die Fahnder im polizeilichen Datenbestand und wurden fündig. Bereits im letzten Jahr wurde der 40-Jährige wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis angezeigt, weil Ermittlungen ergaben, dass er keinen Führerschein besitzt.

Die Fahrt war für den Gerüstbauer an Ort und Stelle beendet und er musste die Fahnder zur Dienststelle begleiten. Nach erfolgter Anzeigenaufnahme durfte er seine Weiterreise mit einem Ersatzfahrer antreten.

Bergen


Noch am selben Tag, gegen 22 Uhr, kontrollierte eine andere Streifenbesatzung der Grenzpolizei Piding auf der A 8, in der Rastanlage Hochfelln-Süd, einen Daimler mit deutscher Zulassung.

Der Fahrer, ein 54-jähriger Serbe, zeigte den Fahndern einen Führerschein vor. Jedoch war im polizeilichen Fahndungsbestand ein aktuelles Fahrverbot von einem Monat aufgrund eines Geschwindigkeitsverstoßes hinterlegt. Da der Fahrer nicht binnen der vorgegebenen Frist seinen Führerschein abgegeben und das Fahrverbot nicht angetreten hatte, handelte er sich eine Anzeige wegen Fahren trotz Fahrverbots ein.

Nachdem die Formalitäten erledigt waren, konnte er die Weiterfahrt fortsetzen, allerdings als Beifahrer. Zudem gilt nun auch noch das Fahrverbot von einem Monat.

Anger


Samstagmittag kontrollierten Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Piding auf der Autobahn A8 in Fahrtrichtung Salzburg, am Parkplatz „Angerer Berg“, einen deutschen Kleintransporter mit Anhänger.

Die Insassen, drei rumänische Staatsangehörige, gaben auf Nachfrage an, dass sie mit alten Möbeln auf dem Weg nach Rumänien wären. Um die Angaben zu überprüfen, wurde der Lenker des Gespannes gebeten, die Heckklappe zu öffnen - dem kam er auch bereitwillig nach.

Bereits bei der ersten Inaugenscheinnahme konnten durch die Fahnder im hinteren Teil des Laderaums, verdeckt durch eine Vielzahl von alten Möbeln, einige Fahrräder festgestellt werden (siehe Bild). Darauf angesprochen gab der Beifahrer an, die Räder für etwa 3.000 Euro auf einem Flohmarkt gekauft zu haben. Einen Eigentumsnachweis konnte er allerdings nicht vorweisen. Um die Angaben auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen, wurden die Reisenden gebeten, der Streife zur Dienststelle nach Piding / Urwies zu folgen.

Zur genaueren Überprüfung mussten die Fahnder zunächst den gesamten Inhalt des Kleintransporters als auch des Anhängers entladen. Wie sich schnell zeigte dienten die Möbel lediglich als Sichtschutz. Hinter den Altmöbeln kamen insgesamt 24 Fahrräder sowie etliche Baumaschinen, Notstromaggregate und Kleinwerkzeuge zum Vorschein. Teilweise waren die Gegenstände noch regennass, was ein Hinweis darauf war, dass diese erst vor kurzem verladen wurden.

Bei einem anschließenden Abgleich der Seriennummern mit dem polizeilichen Fahndungsbestand konnten einige Fahrräder einem kurz zuvor begangenem Diebstahl an einem Münchner S-Bahnhof und Teile der Baumaschinen einer Einbruchsserie im bayerischen Oberland zugeordnet werden.

Die weiteren Ermittlungen wurden durch die Ermittlungsgruppe der Grenzpolizei Piding übernommen. Noch während der Vernehmungen des Trios konnten weitere Fahrräder Einbrüchen in Kellerabteilen im Bayerischen Oberland zugewiesen werden. Ein Eigentümer bemerkte den Diebstahl seiner Räder und erstattete Anzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle, als diese sich bereits bei den Pidinger Schleierfahndern befanden.

Dem Fahrer konnte vorerst keine Tatbeteiligung nachgewiesen werden, weshalb dieser die Dienststelle noch am selben Tag verlassen konnte. Die beiden Mitfahrer wurden wegen des Verdachts des besonders schweren Falls des Diebstahls festgenommen und mussten die Nacht in der Haftzelle in Piding verbringen. Am Sonntag wurden sie dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Rosenheim vorgeführt, um die Haftfrage zu klären. Dort wurde entschieden, dass sie zunächst auf freien Fuß gesetzt werden, da beide über einen festen Wohnsitz in Deutschland verfügen und somit für die Justiz greifbar sind.

Die weiteren Ermittlungen werden noch viel Zeit in Anspruch nehmen, um auch den Rest der sichergestellten Gegenstände möglichen Straftaten zuzuordnen.

red/Pressemitteilungen Polizei Bad Reichenhall, GPI Piding
Bild © GPI Piding
verkehrskontrollen kw43 00

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