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Einsatzreiches Wochenende für die heimischen Bergwachten

32-jährige Einheimische verletzt sich auf dem Karspitz schwer am Knie und wird mit Heli ausgeflogen – Auf alten Steig unterhalb der Toni-Lenz-Hütte verstiegen – Waldarbeiter bringen Erschöpften ins Tal- gestürzte Salzburgerin steigt selbst vom Hochstaufen ab – vom vermissten 21-Jährigen fehlt weiter jede Spur.

Einheimische am Karspitz mit schwerer Knieverletzung


Die Bergwacht Ramsau und die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ haben am Sonntagnachmittag eine 32-jährige Einheimische gerettet, die sich kurz nach 15.30 Uhr auf dem Karspitz im südlichen Lattengebirge 200 Meter vom Gipfel entfernt so schwer am Knie verletzt hatte, dass sie selbst nicht mehr absteigen konnte. Die Heli-Besatzung fand die Frau und flog sie dann per Tau zur Mordaualm aus; von dort aus gings nach Versorgung durch den Ramsauer Bergwachtnotarzt mit dem Auto weiter über die Forststraße bis zum Wanderparkplatz Taubensee, wo eine Rettungswagenbesatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes die Ramsauerin übernahm und dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall brachte.

Unterhalb der Toni-Lenz-Hütte auf altem Steig verstiegen


Gegen 19.15 Uhr ging vom Untersberg ein Notruf eines Pärchens ein, das sich auf einem alten, zugewachsenen und stellenweise schwer zu findenden Steig unterhalb der Toni-Lenz-Hütte verstiegen hatte und in rund 940 Metern Höhe unverletzt, aber frierend im Dunkeln fest saß. Die beiden Wanderer riefen rechtzeitig Hilfe, bevor sie in absturzgefährliches Gelände gerieten und konnten der Leitstelle ihren genauen Standort mitteilen, so dass die Bergwacht Marktschellenberg sie auch schnell finden konnte. Die Einsatzkräfte kümmerten sich um das Duo und brachten es zu Fuß ins Tal, wobei der Einsatz bis 22 Uhr dauerte.

Waldarbeiter bringen Erschöpften ins Tal


Am Freitag kurz nach 18 Uhr ging ein Notruf für die Bergwacht Ramsau ein, da offenbar zwischen dem Gasthaus Hochschwarzeck und dem Hirschkaser ein Erschöpfter nicht mehr selbst ins Tal kam. Waldarbeiter nahmen den Patienten mit zum Parkplatz Schwarzeck, so dass die Bergretter nicht mehr ausrücken mussten. Die tatsächliche Einsatzstelle befand sich wohl auf dem Forstweg vom ehemaligen Cafe Schwarzeck weg oberhalb der Loiplsau, noch vor der Abzweigung nach Gerstreit (Söldenköpfl).

Gestürzte Salzburgerin steigt selbst vom Hochstaufen ab


Am Freitagnachmittag gegen 13.30 Uhr ging ein Notruf von der Südseite des Hochstaufens ein, wo eine 53-jährige Salzburgerin beim Abstieg über die Bartlmahd in rund 1.500 Metern Höhe gestolpert war und sich unter anderem im Gesicht verletzt hatte. Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ suchte bereits am Berg nach der Einsatzstelle, wurde dann aber nicht mehr benötigt, da die Frau zusammen mit Ersthelfern weiter abgestiegen war. Die Reichenhaller Bergwacht fuhr über die Padinger Alm mit dem Rettungsfahrzeug bis ans Ende der Forststraße, versorgte die Frau und brachte sie dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Die Einsatzkräfte bitten in diesem Zusammenhang, bei Notfällen am Berg immer dort zu bleiben, wo man ist und nicht ohne Absprache mit dem Einsatzleiter selbst weiter abzusteigen, da sich der Zustand unterwegs verschlechtern kann, die Retter aufwendig nach dem Patienten suchen müssen und der Aufwand auch größer wird, wenn beispielsweise ein Patient nicht mehr dort ist, wo er zuvor über Handy geortet oder aus der Luft gesichtet wurde. Im dichten Bergwald ist eine ansonsten auf Freiflächen flotte Rettung mit dem Heli nicht mehr möglich – die Einsatzkräfte müssen den Patienten dann zu Fuß ins Tal bringen, was viel länger dauert und in schweren, lebensbedrohlichen Fällen für den Patienten auch riskant sein kann.

Suche nach vermisstem 21-Jährigen weiter erfolglos


Am Donnerstag und Freitag haben Bergwacht und Polizei weiter nach dem am Watzmann vermissten 21-Jährigen gesucht. Die Einsatzkräfte flogen mit einer Drohne intensiv den Kleinen Watzmann und dort speziell die Wandfüße und Rinnen in Richtung Kühroint ab. Am Freitag flog dann der Polizeihubschrauber mit einem Bergretter und einem Polizeibergführer und suchte intensiv alle Bereiche am Mooslahnerkopf, am Kleinen Watzmann, im Kar, die kleine Ostwand (Wiederroute) und die Mittelspitze ab, wobei der Schnee in den höheren Lagen zwar langsam aufgrund der etwas milderen Witterung schmilzt, die weitere Prognose aufgrund des für Dienstag erwarteten Neuschnees aber eher schlecht ist.

red/Pressemitteilung BRK BGL

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