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Große Suchaktion für am Watzmann vermissten 21-jährigen Trailrunner

Schwieriger Einsatz für die Suchmannschaften wegen Schneefall, Nebel und stellenweise hüfthohem Schnee.

Seit Freitag (9. Oktober 2020) wird der 21-jährige Trailrunner Valentin W. aus Untermeitingen im schwäbischen Landkreis Augsburg vermisst. Bekannt ist nur, dass er am Hammerstielparkplatz sein Auto abgestellt hat und nicht über den Normalweg auf den Watzmann gehen wollte. Der junge Mann reiste am Freitag alleine von München aus an, um den Watzmann zu besteigen. Wie die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dürfte er sich entweder im Bereich der Wiederroute (Kleine Ostwand) oder des kleinen Watzmanns (Watzmannfrau) befinden.

Der Gesuchte ist wahrscheinlich mit einer braunen Berghose, einer orangen Daunenregenjacke und entsprechenden Bergschuhen bekleidet. Nachdem gestern bereits mehrere Suchmannschaften der Bergwacht in Einsatz waren, wird heute versucht, bei einsprechenden Sichtverhältnissen auch mit dem Hubschrauber und einer Drohne im tief verschneiten Watzmann-Gebiet weiter zu suchen. Wer Hinweise auf den Aufenthalt des Vermissten geben kann, soll sich bitte über die Telefonnummer +49 (0) 8652/9467-0 an die Polizeiinspektion Berchtesgaden wenden.

Rund 30 Einsatzkräfte der Bergwachten Ramsau und Berchtesgaden, des Technikbusses der Bergwacht-Region Chiemgau und der BRK-Wasserwacht Berchtesgaden suchten auf Anforderung der Polizei den Sonntag über das Watzmann-Gebiet zu Fuß, mit einer Drohne und mit Ferngläsern ab, wobei Nebel, Schneefall und stellenweise hüfthoher Schnee die Suche erheblich erschwerten. Sie kontrollierten die Almen und Schutzhütten und mehrere Gipfel- und Wandbücher, fanden aber keine konkreten Hinweise auf den Vermissten.

Die BRK-Wasserwacht suchte den Rinnkendlsteig vom Wasser aus per Fernglas ab und brachte Einsatzkräfte per Boot nach Sankt Bartholomä, die über die Eiskapelle in Richtung Ostwand-Einstieg und über den Neiger nach Salet gingen. Weitere Trupps stiegen zum Mooslahnerkopf und weiter in Richtung Kleiner Watzmann auf, wobei sie wegen der widrigen Verhältnisse auf Höhe des Gendarms umkehren mussten. Im Watzmannkar und in Richtung der Watzmannkinder kamen die Trupps aufgrund des zum Teil hüfthohen Schnees nur sehr langsam voran. Eine zusätzliche Mannschaft war am Watzmannhaus (Falzkopf) und in Richtung Hocheck unterwegs; weitere Einsatzkräfte im Wimbachgries, am Südspitz-Abstieg und im Gebiet zwischen Kühroint, Herrenroint, Schapbach, Grünstein-Abstieg und Mitterkaseralm, wobei sie aus der Luft vom Drohnenteam des Technikbusses unterstützt wurden. Der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht kümmerte sich während der Suche um die Eltern des Vermissten.

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