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Vater und Sohn geraten am Hohen Göll wegen Schnee und Eis in Bergnot

Urlauber aus Schleswig-Holstein unverletzt am Tau ausgeflogen - Schneewächte am Ausstieg der Schusterroute beendet vorzeitig alpine, winterliche Bergtour und weiteren Abstieg durch ausgesetztes Absturzgelände zum Purtschellerhaus. Daneben war die Bergwacht noch bei Verletzten und Vermissten gefordert.

Die Bergwacht Berchtesgaden und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ haben am Freitagmittag einen 52-jährigen Mann und seinen zwölfjährigen Sohn vom winterlichen Hohen Göll unverletzt aus Bergnot gerettet. Die Urlauber aus Schleswig-Holstein waren vom Ofnerboden aus auf den Kehlstein gegangen, dann über den Mannlgrat weiter in die verschneite Göllleiten und wollten schließlich über die ebenfalls verschneite und vereiste Schusterroute und das Purtschellerhaus zurück ins Tal, wobei rund 20 Zentimeter Neuschnee und eine hohe Schneewächte am Ausstieg der Schusterroute den weiteren Abstieg über den ausgesetzten und durch Eis und Schnee auch absturzgefährlichen Steig verhinderten.

Da das Kind auch nicht mehr den weiten und alpinen Weg zurück zum Kehlsteinhaus gehen konnte, setzten die Urlauber gegen 13 Uhr bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab. „Christoph 14“ fand das Duo am Ausstieg der Schusterroute zur Göllleiten, ließ den Notarzt über die Kufe aussteigen, holte dann am Ahornkaser einen Berchtesgadener Bergretter ab und setzte ihn ebenfalls über die Kufe bei den Urlaubern ab. Der Notarzt hatte in der Zwischenzeit bereits die beiden Männer medizinisch untersucht und den Buben in einem Rettungssitz gesichert, so dass „Christoph 14“ den Zwölfjährigen und den Arzt sofort per Tau zum Zwischenlandeplatz mitnehmen konnte. Danach holte der Pilot noch den Vater zusammen mit dem Bergretter am Tau ab und flog beide ebenfalls zum Ahornkaser. Die Rettungsaktion dauerte mit An- und Rückflug von Traunstein aus nur knapp eine Stunde.


Am Freitagabend gegen 17 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden noch wegen einer Knieverletzung zum Jenner-Sulzbergkaser ausrücken. Die BRK-Wasserwacht, die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ und eine Rettungswagenbesatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes mussten am späten Freitagnachmittag einer 53-jährigen Urlauberin aus Sachsen-Anhalt helfen, die in Salet am Königssee-Südufer von einer Wespe gestochen worden war und akut allergisch reagierte. Der Heli-Notarzt und die Wasserretter versorgten die Frau, die dann mit dem Rettungsboot zur Seelände und mit dem Rettungswagen in die Kreisklinik Berchtesgaden gebracht wurde.

Am Donnerstagabend (8. Oktober) waren zwei Wanderinnen über den Kesselsteig aufgestiegen und hatten dann auf dem Weg zur Königsbachalm auf Höhe der Büchsenalm die Orientierung verloren, weshalb sie in der Dunkelheit kurz nach 20.30 Uhr einen Notruf absetzten; die Bergwacht fand sie und brachte sie mit dem Auto ins Tal.

Am Dienstag (6. Oktober) gegen 15.20 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden wegen eines gestürzten Wanderers zwischen Jenner-Bergstation und Mitterkaser ausrücken, den sie versorgte und dann mit der Seilbahn ins Tal brachte.

Am Dienstag (6. Oktober) gegen 13.15 Uhr hatte sich ein 51-jähriger Bayerisch Gmainer bei einem Radlsturz auf der Forststraße zum Hirschkaser am Toten Mann nach erster Einschätzung schwerer im Gesicht verletzt. Die Bergwacht Ramsau versorgte den Mann und brachte ihn bis zum Café Hochschwarzeck, wo er vom Landrettungsdienst des Berchtesgadener Roten Kreuzes übernommen und notärztlich versorgt wurde. Die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ flog den Verunfallten dann nach Salzburg.

Am Sonntagabend ging kurz nach 18.30 Uhr ein Notruf ein, da sich eine Mutter und ihr erwachsener Sohn im Bereich Ofnerboden beim Abstieg vom Kehlstein verloren hatten und nicht mehr finden konnten. Die Bergwacht Berchtesgaden suchte den Sohn sowohl von der Scharitzkehl- als auch von der Roßfeldstraßenseite aus und stieg zusätzlich über die Kehlstein-Nordseite ab, wobei längere Zeit unklar war, wo sich der Vermisste befindet. Nach einer guten Stunde tauchte der Mann dann im Bereich Ofnerboden neben dem Bergwachtauto auf der Forststraße auf und wurde zu seiner Mutter zurückgebracht.

Am Freitagnachmittag (2. Oktober) kurz nach 13 Uhr musste die Bergwacht Ramsau einen Wanderer mit einer Fußverletzung von Kühroint holen und ins Tal bringen.

Am Donnerstagnachmittag kurz nach 14.30 Uhr brauchte eine intern erkrankte und erschöpfte 58-jährige Urlauberin aus Hessen am Jenner-Königsweg kurz vor der Seilbahn-Mittelstation die Hilfe der Bergwacht; die Einsatzkräfte versorgten die Frau und brachten sie nach Hinterbrand – von dort aus gings mit dem Rettungswagen des Berchtesgadener Roten Kreuzes weiter zur Kreisklinik Berchtesgaden.
Rund eine Stunde zuvor musste die Bergwacht Berchtesgaden bereits wegen eines verletzten 81-jährigen Urlaubers aus Nordrhein-Westfalen an der Wasserfallalm ausrücken, den sie ebenfalls nach Hinterbrand brachten, wo ihn das Berchtesgadener Rote Kreuz mit dem Rettungswagen übernahm und dann in die Kreisklinik Berchtesgaden brachte.


Am Montag (28. September) gegen 17.30 Uhr wurde die Bergwacht Ramsau wegen eines vermissten 78-jährigen Urlaubers aus Niedersachsen ins Wimbachgries alarmiert, der dann innerhalb einer Stunde gefunden und ins Tal gebracht wurde. Eine Rettungswagenbesatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes übernahm den frierenden und leicht unterkühlten Mann an der Wimbachbrücke und brachte ihn in die Kreisklinik Berchtesgaden.

Am Sonntagnachmittag (27. September) gegen 15.50 Uhr musste die Bergwacht Ramsau wegen einer gestürzten 59-jährigen Frau mit einer Armverletzung nach Kühroint ausrücken. Die Ehrenamtlichen versorgten die Münchnerin und brachten sie ins Tal; mit dem Rettungswagen des Reichenhaller Roten Kreuzes gings weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

red/Pressemitteilung BRK BGL
Bilder © BRK BGL
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