Durch einen Reifenschaden verlor ein Schweizer die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mehrfach mit den Leitplanken. Vom umherfliegenden Reifen mit Querlenker wurde ein nachfolgender Pkw getroffen. Bei einem weiteren Fahrzeug wurde schließlich noch die Ölwanne durch durch Leitplankenteile aufgerissen.
Am Samstag, den 20.06.2020, gegen 06.30 Uhr, ereignete sich auf der BAB A 8 Ost in Richtung München, Höhe Anger, kurz vor der Loithalbrücke, ein Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen, bei dem hoher Sachschaden entstand.
Ein 31-jähriger Schweizer kam mit seinem Pkw BMW 650i, vermutlich auf Grund eines Reifenschadens, auf der Richtungsfahrbahn München nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte noch vor der Loithalbrücke mit der Mittelschutzplanke.
Durch die Wucht des Einschlages in die Schutzplanke wurde von seinem Fahrzeug der vordere, linke Reifen samt Felge und Querlenker abgerissen. Anschließend schleuderte der verunfallte Pkw BMW zwischen den Schutzplanken über die Loithalbrücke, an deren Ende das Fahrzeug zum Stillstand kam. Das abgerissene Vorderrad des Pkw BMW wurde gegen die linke Fahrzeugseite eines nachfolgenden Pkw Suzuki Alto einer 18-Jährigen aus Bad Reichenhall geschleudert.
Ein herausgerissener Steher der Schutzplanke, der auf die Richtungsfahrbahn München geschleudert worden war, wurde einer 32-Jährigen aus Piding mit ihrem Pkw Mondeo zum Verhängnis. Der Steher verkeilte sich unter dem Motor ihres, in Bewegung befindlichen, Pkw Ford Mondeo. Ein erheblicher Ölaustritt auf der Fahrbahn war somit die Folge.
Am Pkw BMW 650i entstand Totalschaden in Höhe von etwa 50.000 Euro. Der Schaden am Pkw Suzuki Alto dürfte sich auf etwa 10.000 Euro belaufen. Der Schaden am Pkw Ford Mondeo lag bei ebenfalls 10.000 Euro. Mit ebenfalls 10.000 Euro dürfte der Schaden im Bereich der Schutzplanken und für die Reinigungsarbeiten zu beziffern sein, der der Autobahnmeisterei Siegsdorf entstanden war.
Ein an die Autobahn angrenzender Abschleppunternehmer barg zwei verunfallte Fahrzeuge.
Bei dem Unfall entstand über etwa 400 Meter ein Trümmerfeld, das sich über die Richtungsfahrbahn München und in Teilen auch über die Richtungsfahrbahn Salzburg erstreckte. Die Beseitigung der Trümmer erfolgte durch die Autobahnmeisterei Siegsdorf, die mit mehreren Fahrzeugen und Mitarbeitern vor Ort war. Die Richtungsfahrbahn München, die mit aufgelaufenem Motorenöl verunreinigt war, musste zudem durch eine Spezialfirma gereinigt werden.
Die Unfallstelle im Bereich der Loithalbrücke war bis in den Vormittag nur einseitig befahrbar. Zu größeren Rückstauungen war es jedoch nicht gekommen.
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