BRK-Bereitschaften unterstützen beim Betrieb von SARS-CoV-2-Teststraßen
Die BRK-Bereitschaften unterstützen seit Dienstagvormittag im Auftrag der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FügK) mit vier ehrenamtlichen Einsatzkräften gleichzeitig im Schichtdienst eine so genannte Teststraße in Bad Reichenhall, die zuvor vom Gesundheitsamt schon mit eigenem Personal betrieben wurde. Darüber hinaus unterstützen zwei weitere ehrenamtliche Helfer der BRK-Bereitschaften die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) beim Betrieb einer weiteren Teststraße in der Schönau.
Zusätzlicher Sonderfahrdienst & Spitzenabdeckung
Ehrenamtliche Einsatzkräfte der BRK-Bereitschaften besetzen seit vergangenem Montag (23. März) auch rund um die Uhr im Schichtbetrieb ein zusätzliches Einsatzfahrzeug und unterstützen die regulären Dienste des Roten Kreuzes personell und fachlich aufgrund der COVID-19-Krise. Es geht vor allem darum, dass die Sozialen Dienste wie Hausnotruf-Hintergrunddienst, ambulante Pflege oder Fahrdienst bei Engpässen und Unklarheiten Hilfe und fachliche Unterstützung bekommen. Die Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) der BRK-Bereitschaften stehen auf Anforderung zur Abdeckung von Einsatzspitzen im regulären Rettungsdienst und Krankentransport bereit und werden von der Integrierten Leitstelle (ILS) nach Bedarf alarmiert, um Notfallpatienten zu helfen.
Ressourcenschonender Einsatz von Personal und Verbrauchsmaterial
„Wir versuchen aktuell, so ressourcenschonend wie nur möglich zu arbeiten, da wir nicht wissen, wie sich die Lage in den kommenden Wochen entwickelt. Unser wichtigstes Ziel ist es, die elementaren Aufgaben in der Daseinsvorsorge wie Rettungsdienst und Pflege auch dann noch aufrecht zu erhalten, wenn es in den eigenen Reihen viele krankheitsbedingte Ausfälle geben sollte“, betont Kreisgeschäftsführer Tobias Kurz, der sich mit seinen Kollegen aus allen anderen bayerischen Landkreisen über übergeordnete Krisenstäbe auf Bezirks- und Landesebene ständig abstimmt und koordiniert. Maßnahmen sind unter anderem, dass ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter aus Diensten, die aktuell wegen der COVID-19-Maßnahmen weniger oder vorübergehend gar nicht mehr gebraucht werden, durch entsprechende Einweisungen als Personalreserve für die wichtigsten Dienste vorzubereiten, damit sie beispielsweise als Fahrer von Krankenwagen kurzfristig einspringen könnten. Durch die landesweiten Absprachen und einen zentralen Einkauf schafft es das Rote Kreuz auch recht gut, dem europaweiten Mangel an Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel zu begegnen.
Betreuungsstelle für gestrandete Reisende
Die ehrenamtlichen BRK-Bereitschaften betreiben auf Anforderung des Örtlichen Einsatzleiters (ÖEL) im Schichtbetrieb seit Sonntagnachmittag (22. März) in der Pidinger Turnhalle auch eine Betreuungsstelle für an der Grenze gestrandete Reisende. Im Rahmen der COVID-19-Maßnahmen lässt Österreich die Reisenden nur im Zeitraum zwischen 17 Uhr am Abend und 1 Uhr in der Früh die Grenze passieren, weshalb sich speziell im den Nachtstunden Probleme ergeben, da die Wartenden bei derzeit frostigen Temperaturen keine Unterkunft finden und sich auch nicht selbst verpflegen können. Es werden dort lediglich Reisende für jeweils wenige Stunden, aber keine Asylsuchenden betreut. Es besteht die Möglichkeit, sich auf Feldbetten auszuruhen, aufzuwärmen, und die Helfer verteilen Getränke und kleine Snacks.


