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Pidinger Grenzpolizisten vollziehen mehrere Haftbefehle

Den Beamten der Grenzpolizei Piding gingen in den vergangen Tagen gleich mehrere gesuchte Straftäter ins Netz. Vier Personen konnten nur durch sofortige Zahlung einer Geldstrafe einen längeren Gefängnisaufenthalt abwenden – einen erwartet erneut ein Strafverfahren.

Den Anfang machte am Sonntag eine 41-jährige Italienerin auf Höhe Teisendorf, die sich als Fahrgast in einem Personenzug auf dem Weg von Italien nach München befand. Die Schienenfahnder unterzogen die Frau einer Kontrolle und stellten dabei fest, dass sie wegen Erschleichen von Leistungen per Haftbefehl gesucht wurde. Zwar verfügte die Italienerin selbst nicht über die nötigen Barmittel um die geforderte Geldstrafe zu begleichen, jedoch erklärte sich ihr in Deutschland lebender Ehemann bereit, die Summe umgehend bei der Polizei einzubezahlen. Dadurch blieb der 41-Jährigen ein 20-tägiger Gefängnisaufenthalt erspart.

Bei der nächsten per Haftbefehl gesuchten Person handelte es sich um einen 35-jährigen Kroaten. Der Mann wurde am Nachmittag durch die Schleierfahnder auf der A8, Höhe Anger, einer Kontrolle unterzogen. Eine Personenüberprüfung ergab, dass der 35-Jährige wegen eines Verstoßes nach dem Pflichtversicherungsgesetz zu einer mehrtägigen Gefängnisstrafe verurteilt worden war. Nur durch sofortige Zahlung eines vierstelligen Eurobetrages konnte auch er als freier Mann seine Reise, nach einem kurzen Aufenthalt auf der Dienststelle in Piding, fortsetzen.

Am Montag ging es erneut bei den Schienenfahndern weiter. Ein 24-jähriger Mann aus Gambia war wegen Diebstahls rechtskräftig verurteilt worden. Auch er hatte die Wahl zwischen einem mehrtägigen Gefängnisaufenthalt oder der sofortigen Bezahlung der geforderten Geldstrafe. Da er über die nötigen Barmittel verfügte, entschied er sich für die Bezahlung der dreistelligen Summe noch im Zug und konnte so seine Reise nach Salzburg fortsetzen.

Dienstagnachmittag weckte dann ein Pkw mit schweizerischer Zulassung auf der A8, Höhe Neukirchen, das Interesse der Fahnder. Der 37-jährige Fahrer händigte an die Beamten seinen Personalausweis sowie die Fahrzeugpapiere aus. Seinen Führerschein gab er an, Zuhause in der Schweiz vergessen zu haben. Ein Abgleich des Mannes mit dem polizeilichen Fahndungsbestand lies für die Beamten diese Aussage jedoch schnell als unglaubwürdig erscheinen. Schließlich wurde der 37-Jährige aktuell wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis per Haftbefehl gesucht. Zur Auswahl standen die sofortige Bezahlung eines vierstelligen Eurobetrages oder ein 50-tägiger Gefängnisaufenthalt. Konfrontiert mit diesem „Umstand“ gab der Schweizer auch an, aktuell über keinen Führerschein zu verfügen, da ihm dieser in seiner Heimat aufgrund zahlreicher Verkehrsverstöße entzogen wurde. Der 37-Jährige konnte einen Bekannten dazu bewegen, die Geldstrafe bei einer bayerischen Dienststelle, nahe der Grenze zur Schweiz, zu bezahlen und somit die Haftstrafe zu umgehen. Allerdings wird er aufgrund seines aktuellen Verstoßes des Fahrens ohne Fahrerlaubnis erneut von der Staatsanwaltschaft Post erhalten. Positiv wird sich dies bei dem zu erwartenden Urteil vermutlich nicht auswirken.

red/Pressemitteilung GPI Piding

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