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Zahlreiche Lkw-Fahrer nutzen Standstreifen der Autobahn als Parkplatz

Da in Österreich Mariä Himmelfahrt ein Feiertag mit Lkw-Fahrverbot ist, fuhren viele Lkw-Fahrer in der Nacht davor noch schnell über die Grenze um dann nach ihrer Ruhezeit gleich weiter fahren zu können.

Immer wieder ereignen sich schwere Verkehrsunfälle, weil Lastwagen verbotswidrig auf dem Standstreifen einer Autobahn abgestellt werden. Grund hierfür ist, dass sich die Fahrer nicht rechtzeitig um einen geeigneten Stellplatz zur Einbringung ihrer vorgeschriebenen Ruhezeiten umsehen. Um die hohen Geldbußen für Lenkzeitüberschreitungen zu vermeiden, stellen sie ihren Lkw einfach auf dem Stand- oder Seitenstreifen ab. Dadurch verursachen sie erhebliche Gefahren. Zum einen wird für Notfälle der Pannenstreifen blockiert, zum anderen sind die nicht oder nur schlecht beleuchteten Fahrzeuge ein Risiko für den fließenden Verkehrs. Immer wieder kommt es auch nach dem Pausenende beim Einfahren zu riskanten Situationen mit vorbeifahrenden Kraftfahrzeugen. Schon seit geraumer Zeit nimmt sich die Verkehrspolizeiinspektion Traunstein dieses Missstandes an.

So wurde am Donnerstag, 15.08.2019, nachts verstärkt das verbotswidrige Parken auf der Autobahn in Fahrtrichtung München überwacht. An Mariä Himmelfahrt besteht in Österreich ein Lkw-Fahrverbot und zahlreiche Brummi-Fahrer waren gegen Mitternacht noch unter Ausnutzung aller Möglichkeiten von Lenkzeit ins Bundesgebiet eingefahren. Gleich nach der Grenze stellten sie ihre Fahrzeuge ab und brachten die Pausenzeit ein, um noch am gleichen Tags weiterfahren zu können.

Zwischen 00.30 Uhr und 03.00 Uhr mussten 10 Lkw-Lenker, allesamt aus dem osteuropäischen Raum, beanstandet werden. Die vorgesehenen Geldbußen wurde in Form einer Sicherheitsleistung in Höhe von jeweils 95 Euro vor Ort kassiert. Zudem wies man die Lenker zur Weiterfahrt an.

Besonders uneinsichtig zeigte sich ein serbischer Fahrer. Er wurde gegen 03.00 Uhr bei Siegsdorf parkend angetroffen. Nachdem der gleiche Mann bereits um 00.45 Uhr bei Piding verjagt werden musste und ihm dabei auch noch eine Info-Broschüre zum verbotswidrigen Parken auf der BAB ausgehändigt worden war, gingen die Beamten beim zweiten Verstoß von einem vorsätzlichen Verhalten aus und verhängten ein verdoppeltes Bußgeld.

red/Pressemitteilung VPI Traunstein

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