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30-jähriger Bergsteiger stürzt an der Wasserfallplatte in der Watzmann-Ostwand tödlich ab

Neben der Bergung mussten die Einsatzkräfte auch noch sechs betroffene Unfallzeugen aus der Wand retten.

Am Freitagvormittag gegen 9 Uhr ist ein 30-jähriger Bergsteiger aus Israel beim Begehen der Watzmann-Ostwand an der Wasserfallplatte abgerutscht und rund 150 Meter tief abgestürzt, wobei er sich tödliche Verletzungen zuzog. Die Bergwacht Berchtesgaden sowie die Besatzungen des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ und des Polizeihubschraubers „Edelweiß 2“ retteten insgesamt sechs weitere unverletzte Bergsteiger aus der Ostwand, die den Sturz direkt miterlebt hatten und nicht mehr weiter aufsteigen konnten.

Der junge Mann aus Israel wollte den Berchtesgadener Weg im Alleingang begehen. Am Beginn der Wasserfallplatte rutschte er mit den Beinen weg, konnte sich nicht mehr halten und es kam zu dem folgenschweren Absturz. Mehrere Seilschaften, die sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls im Bereich der Wasserfallplatte aufhielten, mussten den Absturz mit ansehen. Einige der Bergsteiger waren danach nicht mehr in der Lage, ihren Weg fortzusetzen.

„Christophorus 6“ startete sofort von Schneewinkl mit einem Berchtesgadener Bergretter zu einem Suchflug, fand die Einsatzstelle in rund 1.700 Metern Höhe rasch und brachte dann per Tau den Flugretter und einen Bergwachtmann zum Abgestürzten, wobei die Einsatzkräfte nichts mehr für den Mann tun konnten. Der Pilot setzte dann die beiden Retter oberhalb der Wasserfallplatte per Tau ab, die einen Standplatz bohrten und sich zu den betroffenen Bergsteigern abseilten. „Christophorus 6“ und später auch „Edelweiß 2“ nahmen insgesamt sechs Betroffene per Tau und Winde auf und flogen sie nach Sankt Bartholomä aus, wo die BRK-Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot bereitstand. Der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht kümmerte sich anschließend um die Unfallzeugen.

Anschließend nahm ein Beamter der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) der Polizei den tödlichen Absturz auf und barg die Leiche zusammen mit der Bergwacht und dem Polizeihubschrauber, der den Abgestürzten nach Schneewinkl ausflog. Im Einsatz, der bis 13 Uhr dauerte, waren sechs Berchtesgadener Bergretter, ein Polizeibergführer, die BRK-Wasserwacht, der KID und die beiden Heli-Besatzungen.

red/Pressemitteilung BRK BGL

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